Schweiz
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Die Tessiner Regierung will bis 2023 die Anzahl Lehrstellen deutlich erhöhen. (Symbolbild)

Lehrstellen sind derzeit ein knappes Gut in der Schweiz. Bild: KEYSTONE

Maria K. sucht seit Jahren eine Lehrstelle – und Corona macht alles nur noch schlimmer

Maria K. hat bereits Hunderte von Bewerbungen geschrieben, ohne Erfolg. Seit drei Jahren findet die 21-Jährige keine Lehrstelle. Die Coronakrise macht alles noch schlimmer. Nun fordern Jungparteien Massnahmen gegen die drohende Lehrstellenkrise.



Zehntausende von Jugendlichen müssen inmitten der Coronakrise eine Lehrstelle suchen. Dem Vorzeigeland Schweiz droht in Sachen Jugendarbeitslosigkeit eine mittlere Katastrophe: «Wir werden im Sommer ein extrem stärkeres Anschwellen der Jugendarbeitslosigkeit erleben», erklärte Bildungsökonom Stefan Wolter in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Die Uni Bern schätzt, dass in den nächsten zwei Jahren bis zu 6000 Jugendliche ohne Lehrstelle dastehen könnten.

«Ich will nicht von der Sozialhilfe leben, ich will arbeiten»

Maria K.* ist eine dieser 6000 Jugendlichen. Mit 17 hat sie eine Lehre als Fachfrau Betriebsunterhalt angefangen, nach einem Jahr musste sie die Lehre aufgrund eines schweren Unfalls abbrechen. Nun sucht die 21-Jährige seit drei Jahren nach einer neuen Stelle. Nach 400 geschriebenen Bewerbungen hat sie aufgehört zu zählen. Die Coronakrise hat alles noch schlimmer gemacht.

«Einmal habe ich mich bei einer Garage beworben und der Chef hat mir gesagt: ‹Ich würde lieber jemanden mit Vorstrafen einstellen, als jemanden, der seine Lehre abgebrochen hat.›»

Maria K.

«Ich verstehe es nicht. Ich bin unglaublich motiviert und doch will mich keiner einstellen. Ich will nicht von der Sozialhilfe leben, ich will arbeiten», sagt Maria K. Momentan hält sie sich mit Promo-Jobs über Wasser, doch das soll nicht ewig so weitergehen.

Wählerisch ist die 21-Jährige indes nicht. Sie bewirbt sich breitflächig in diversen Branchen, die Antworten sind jedoch immer dieselben. «Die Betriebe sind abgeschreckt, weil ich bereits eine Lehre abgebrochen habe. Einmal habe ich mich bei einer Garage beworben und der Chef hat mir gesagt: ‹Ich würde lieber jemanden mit Vorstrafen einstellen, als jemanden, der seine Lehre abgebrochen hat.›»

All das macht Maria wütend. Ihr Zorn richtet sich jedoch nicht gegen die Betriebe, sondern gegen die Politik. Sie fühlt sich alleingelassen: «Die Politik sollte sich mehr für uns einsetzen.»

Gehört wurden Marias Hilferufe von den schweizerischen Jungparteien.

Junge SVP Schweiz

Die Junge SVP Schweiz (JSVP) hat am Dienstag einen Aktionsplan mit dem Namen «SOS Jugendarbeitslosigkeit» vorgelegt. Darin fordert die Partei:

Juso Schweiz

Auch die Juso hat sich dem Thema angenommen und das Konzept des «Zukunftsrappens» ausgearbeitet. Im Rahmen dieses Konzepts soll jedes Unternehmen eine zusätzliche Abgabe von einem Rappen auf jeden Franken Unternehmensgewinn abgeben.

«Damit sollen einerseits Weiterbildungen für Menschen jeglichen Alters finanziert werden, aber in erster Linie sollen Unternehmen, welche wegen finanziellen Engpässen keine Lehrstelle anbieten können, Unterstützung erhalten», sagt Ronja Jansen, Präsidentin der Juso Schweiz. So will die Partei das Angebot an Lehrstellen aufrecht erhalten.

Neben der Einführung des «Zukunftsrappens» fordert die Juso auch strengere Richtlinien für Praktika. «Im Moment können wir eine grosse Zunahme von Praktika beobachten, während weniger reguläre Jobs und Lehrstellen angeboten werden. Insbesondere Junge Menschen drohen dadurch als billige Arbeitskräfte missbraucht zu werden.»

Jungfresinnige Schweiz

Die Jungfreisinnigen Schweiz halten nicht viel von weiteren Subventionen und anderen «finanziellen Übungen», wie sie Matthias Müller, Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, nennt. Sie setzt lieber auf bewährte Mittel. So zum Beispiel auf die «Task Force Berufsbildung», die Anfang Mai von Bundesrat Guy Parmelin ins Leben gerufen wurde.

Diese Task Force soll die Kantone, die Sozialpartner sowie den Bund an einem Tisch vereinen und hat im Wesentlichen die Aufgabe, die sich verändernde Situation auf dem Lehrstellenmarkt zu beobachten, zu analysieren und gegebenenfalls für Stabilisierungsmassnahmen zu sorgen.

Konkret heisst das: Betriebe in Kurzarbeit dürfen Lehrabgänger trotz Einstellungsstopp einstellen. Auch werden Projekte von Kantonen und Wirtschaftsorganisationen, die Lehrstellen fördern, finanziell unterstützt. Darunter fallen zum Beispiel Coaching und Mentoring von Lehrstellensuchenden.

Matthias Müller mahnt zudem, «nicht in überhasteten Aktivismus zu verfallen». Wichtiger sei es, den Unternehmen den Wert von Lehrstellen zu vermitteln.

Eine Studie des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung zeige nämlich, dass es sich für die Lehrbetriebe in aller Regel lohnt, selbst Fachkräfte auszubilden, statt diese extern zu rekrutieren. Dafür würde sich zum Beispiel eine Informationskampagne anbieten. «Wichtig ist zudem, dass die Lehrstellensuchenden weniger wählerisch sind und in diesen schweren Zeiten auch mal eine Lehrstelle, die nicht ihrer ersten Priorität entspricht, annehmen. Denn Arbeitslosigkeit ist die falsche Alternative.»

«Endlich hört uns jemand aus der Politik»

Maria K. hat dies versucht. Auch hat sie Hilfe, zum Beispiel für ihre Bewerbungen, in Anspruch genommen. Es hat alles nichts gebracht. Vom Aktionsplan der SVP erhofft sie sich viel: «Endlich hört uns jemand aus der Politik. Ich hoffe, die Dinge werden sich nun zum Positiven verändern.»

*Name von der Reaktion geändert

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    Alle Leser-Kommentare
  • Raembe 05.06.2020 16:01
    Highlight Highlight Was ich komisch finde: Sie musste FaBu wegen eines Unfalls abbrechen, ok.

    Wieso zur Hölle bewirbt sie sich dann in einer Garage?
  • leu84 05.06.2020 13:41
    Highlight Highlight Ohne die genaueren Hintergründe zu kennen, kann man schlecht ein gerechtes Urteil fällen. Welche Gründe waren massgebend für den Lehrabbruch? Hat sie bis zum Unfall gut gearbeitet und war pünktlich?
    Ein anderer Punkt ist, was macht sie bei den Bewerbungen falsch? Vielleicht sollte sie bei der Berufsberatung vorbeigehen. Ist sie bereit, in einem Beruf reinschnuppern? Man muss sich auch bei der Branche schlau machen.

    Ich habe auch schon einmal einen Berufswechsel gesucht und jetzt bin ich mit der Ausbildung bald fertig. Da hat mir eine Berufsberatung gute Tipps geben können.
  • drüber Nachgedacht 05.06.2020 12:54
    Highlight Highlight Warum wird das nun wieder mit Corona verknüpft. Wenn jemand drei Jahre keine Stelle findet, hat das nichts mit Corona zu tun.

    Und wenn nun Parteien finden Jugendliche finden keinen Job, sollzöten sie sich mal bei Firmen melden, die Mitarbeiter suchen.

    Wenn da Lehrabgänger es nicht für nötig halten auf Mails und Anrufe zu antworten, müssen sie sich nicht wundern wenn sie keinen Job finden.
    Es scheint mir oftmals viele dieser Leute wollen nicht arbeiten, im Hotel Mama brauchen sie ja nicht viel Geld und wenn sie dann noch AL Geld kriegen geht es ihnen super.
  • _andreas 05.06.2020 12:38
    Highlight Highlight Ich war vor ca 12 Jahren in einer ähnlichen Situation. Ich hatte die Lehre kurz nach dem ersten Jahr abgebrochen weil ich mit dem Chef nicht klar kam und ich dort teilweise nur als mädchen für alles behandelt wurde. Ich hatte da auch keine Stelle mehr gefunden aufgrund des abbruchs. Erst nachdem ich dann dieses Jahr in meinem Lebenslauf gestrichen und durch reisen ersetzt habe, hatte ich sehr schnell wieder eine Stelle gefunden, die ich dann auch mit einer super Note abgeschlossen hatte. Ich finde es einfach traurig dass Personen, die wirklich wollen und nichts finden keine Change gegeben wird
  • Butschina 05.06.2020 12:27
    Highlight Highlight Muss man auf Grund eines Unfalls die Lehre abbrechen, hat man Anrecht auf die Hilfe der IV. Zumindest war dies bei mir so. Für mich tönt die Geschichte komisch. Entweder der Abbruch war medizinisch nicht notwendig oder sie wurde extrem schlecht Informiert. Normalerweise wird bei Unfällen die längerfristige Probleme vermuten lassen sofort eine IV Anmeldung gemacht. Das selbe gilt bei schweren Krankheiten. Ich musste zwei Lehren aus medizinischen Gründen abbrechen. Der Arbeitgeber und mein Arzt haben mir meine Möglichkeiten erörtert. Irgendwas lief bei ihr schief.
  • KnolleBolle 05.06.2020 12:23
    Highlight Highlight Bei der jungen Dame Maria K. muss wohl noch etwas anderes vorliegen, wer weiss was da noch nicht gesagt wurde ? Ich kenn 4 Jugentliche die ihre erste Lehre in den Letzten 5 Jahren abgebrochen haben und nun eine 2ten / sogar 3ten Anlauf mit einem EFZ beendet haben. Auch meine Generation der Boomer musste so um 1980 unten durch da es mehr als genug Lehrstellenanwärter gab, ich musste 2 Zwischenjahre einlegen bis ich eine der Lehrstellen hatte die ich gerne wollte. Liebe junge Leute, die Taube fliegt nicht immer gleich in den Mund, die Zeiten werden wider härter !
  • Q Wötzön 05.06.2020 12:17
    Highlight Highlight So ein Quatsch. Sie darf gerne im August bei uns Anfangen!
    Es gibt halt keine Lehre wo man nicht Arbeiten muss und trotzdem das Geld bekommt ;)
    Wacht mal auf!
  • Corahund 05.06.2020 12:16
    Highlight Highlight Hier stimmt wirklich etwas nicht. Die Frau ist seit 5 Jahren aus der Schule. Viele Firmen suchen Lehrlinge. Watson darf dieser Frau meine Adresse geben; ich sorge dafür, dass sie im August eine Lehrstelle hat. Ghaue oder gstoche.
  • Malt-Whisky 05.06.2020 12:12
    Highlight Highlight Vielleicht mal über den Sinn des Wortes «Flexibel» nachdenken. Ich bekam zur Lehre nicht gerade das was was ich wollte. Und trotzdem bin ich froh, dass mein Wunsch sich nicht erfüllt hat. Schon im 2. Lehrjahr war alles gut und ist es immer noch.
  • iudex 05.06.2020 12:11
    Highlight Highlight Glaube ich nicht. Kein AG würde sich ab einem unfallbedingten Abbruch stören.
  • Posersalami 05.06.2020 11:44
    Highlight Highlight Die JSVP will also die Unternehmen motivieren, Junge anzustellen. Fein! Im Gegenzug werden dann halt ältere Angestellte entlassen weil weniger Lohn + Steuerersparnis. Wie immer, wenig durchdacht..
    • ikbcse (ehem.: weachauimmo) 06.06.2020 00:25
      Highlight Highlight Posersalami kann man es wohl nicht recht machen; insbesondere dann, wenn ausgerechnet die (J)SVP mal gute Vorschläge bringt.

      Leute unter 25/Lehrlinge als Ersatz für ältere Angestellte anzusehen, ist ein bisschen weltfremd.
  • Sarkasmusdetektor 05.06.2020 11:41
    Highlight Highlight Wieso bricht man wegen einem Unfall gleich die Lehre ab? Da müsste man doch auch nach einem längeren Ausfall weitermachen können, evtl halt ein Jahr tiefer, oder nicht? Das käme mir als Chef auch etwas verdächtig vor, wenn es die Kandidatin nicht schlüssig erklären kann.

    Die Gesamtsituation ist im Moment sicher nicht schön und ja, Stellensuche kann für den Einzelnen die Hölle sein. Aber wir reden von „den nächsten zwei Jahren“, nicht Jahrzehnten - beim Begriff „Katastrophe“ würde uns da jeder Spanier oder Italiener nur auslachen.
    • MasterPain 05.06.2020 14:06
      Highlight Highlight Betriebsunterhalt. Das heisst körperliche Arbeit, vielleicht ist sie nach dem Unfall einfach nicht mehr fähig körperlich schwere Arbeiten auszuführen?
  • Matti_St 05.06.2020 11:15
    Highlight Highlight Ich kenne viele, die eine Lehre einmal abgebrochen haben, auch weil ihnen die Lehre nicht gefallen hat.
    Alle haben eine neue Lehre gefunden. Ich denke es hat einen anderen Grund.

    Damit sagen ich nicht, dass das Problem nicht existiert. Gerade im nächsten Umfeld haben in einer Abschlussklasse erst 5 oder 6 eine Lehrstelle. Die meisten werden ein 10 Schuljahr machen. Nächstes Jahr wird dann der der Kampf um eine Lehrstelle noch grösser, da schon wieder der nächste Jahrgang bereit steht.
  • Spox 05.06.2020 11:00
    Highlight Highlight In welcher Region sucht diese Dame eine Lehrstelle?
    Wenn ihr schon so einen Bericht schreibt, macht doch noch genaue Angaben.

    Vielleicht ergibt sich dadurch sogar etwas...
  • el perro 05.06.2020 10:58
    Highlight Highlight Ist ja klar, dass die Juso wieder Geld von den Unternehmen fordert. Von denen kommt ja nie was Schlaues.
  • caproth 05.06.2020 10:55
    Highlight Highlight Da kann einfach etwas nicht stimmen.
    Ich konnte bei uns die Lehrstelle als Elektroinstallateur/inn noch nicht besetzen und wenn ich mit anderen Betrieben rede sieht es nicht anders aus. Und wir haben die Stelle an allen möglichen Orten ausgeschrieben
  • fw_80 05.06.2020 10:55
    Highlight Highlight Ich glaube auch, dass es da noch ein paar Ungereimtheiten gibt, die uns Maria K. vorenthält. Sonst wäre sie mehr auf die Umstände des Unfalls und dessen Konsequenzen eingegangen.
  • Kiro Striked 05.06.2020 10:26
    Highlight Highlight Wenn sie im Bereich Basel wäre, könnte Sie versuchen in die Jobfactory reinzukommen.

    Toller Betrieb, hilft sehr vielen Menschen Lehrstellen zu finden.
  • schoggijoghurt 05.06.2020 10:00
    Highlight Highlight Es braucht keine Steuererleichterung für Betriebe die Lehrstellen anbieten. Denn Betriebe die nur deswegen Lernende einstellen, nehmen es dann auch mit der Ausbildung nicht so genau.


  • passiver Überströmer 05.06.2020 09:55
    Highlight Highlight Ich kenne Betriebe da muss zuerst ein Jahr "Praktikum" gemacht werden bevor man eine Lehrstelle kriegt. Das ist reine Ausnutzung der Jugendlichen, kaum Lohn bezahlen und keine Verantwortung übernehmen als Firma. Gleichzeitig Subventionen erhalten, top Geschäftsmodell, also für den Chef. Diesen Praktikas muss ein Riegel geschoben werden. Es gibt aber auch sehr sozial eingestellte Chefs, welche speziell Menschen mit "Schwächen" eine Chance geben. Bei Maria bin ich mir nicht so sicher, obs nur am Unfall liegt.
  • Anded 05.06.2020 09:50
    Highlight Highlight Auf ausgeschriebene befristete/teilzeit Stellen bewerben, welche ein tiefes Anforderungsprofil haben. (Also auch die Tubeli-Jobs, die mich als Student über die Runden brachten.)
    Wenn man da eine Chance kriegt und einen guten Job macht, hat man a) den bislang wichtigsten und wertvollsten Eintrag im Lebenslauf und b) die Chance in diesem Betrieb zu bleiben, ev. sogar eine Lehre nachzuholen.

    Ich habe keine Lehre gemacht daher eher persönliche Meinung statt Expertenaussage. Aber manchmal habe ich das Gefühl Leute meinen es gäbe kein Berufsleben ohne Lehre oder Hochschulabschluss.
  • 54er 05.06.2020 09:49
    Highlight Highlight ich höre dass jedes Jahr wieder.. zu wenig Lehrstellen und so viele Lernende die einfach keine finden.. klar die Situation ist, so wie für alle im moment schlecht und macht die suche nach einer Lehrstelle nicht gerade einfacher.

    Aber wir haben jedes Jahr bei uns einen riesen Kampf alle Lehrstellen zu besetzen und schaffen es nicht jedes mal.. und die Löhne bei uns in der Branche sind sehr gut und die Weiterbildungsmöglichkeiten riesig..

    Aber eben es ist halt auch nicht ein 0815 KV Job und wenn sich jedes Jahr wieder alle auf die gleichen Jobs stürmen ist es klar..
    • TrueClock 05.06.2020 11:58
      Highlight Highlight und was für Lehrstellen habt ihr mühe zu besetzen? warum liken alle so einen nichtsagenden Kommentar
    • Thanatos 05.06.2020 13:19
      Highlight Highlight Was ist das für eine Lehrstelle/Branche?
    • Neunundneunzig 05.06.2020 13:35
      Highlight Highlight Ich habe derzeit noch zwei Schüler, die keine Lehrstelle gefunden haben. Was wäre dieser nicht 08/15 Job? Dann könnte ich ihn denen mal vorschlagen. Es ist ja nicht so, dass wir den Jugendlichen nie sagen, dass sie über den Tellerrand schauen sollen, aber es ist echt so, es kommen immer die gleichen Jobs auf ihre Wunschliste...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 05.06.2020 09:36
    Highlight Highlight 2018 gab es in der Schweiz einen Lehrstellenüberschuss von 11'600 Lehrstellen, welche unbesetzt blieben.

    Es ist schwach, einen solchen Artikel zu schreiben, ohne zu erwähnen, dass es einen massiven Lehrstellenüberschuss und eine Jugendarbeitslosigkeit nahe null gab vor Corona.

    Maria K sichte also bereits in einer Zeit nach einer Lehrstelle, in welcher sehr viele Stellen unbesetzt blieben. Ist sie wirklich Opfer von "Umständen"?

  • MacB 05.06.2020 09:32
    Highlight Highlight Käme der Lehrabbruch nur von einem Unfall, hötte kein neuer Arbeitgeber ein Problem. Da stimmt was nicht.

    Dennoch haben Leute auch eine zweite Chance verdient, Junge sowieso. Ich hoffe, es klappt bald...
    • Kiro Striked 05.06.2020 10:32
      Highlight Highlight Muss nicht mal sein.

      Ich kenne jemanden, der hat die Lehre Aufhören müssen, weil er eine schwere Allergie gegen die Materialien entwickelte, anfangs liefs perfekt, nach einem Jahr hatte sich aber diese Allergie entwickelt.

      Nach 3 Jahren hatte er dann endlich jemanden gefunden, der ihm eine Chance gab, vorher hiess es öfters "Das Risiko bei Lehrabbrechern ist zu hoch". Die Chef's interessiert der Grund zumeist nichtmal.
    • Ehringer 05.06.2020 10:36
      Highlight Highlight Das ist jetzt rein spekulativ von deiner Seite. Ich kenne durchaus auch Betriebe, die "Lehrabbruch durch Unfall" übersetzen mit "hatte keine Lust mehr, aber das kann ich ja nicht schreiben". Ist leider wirklich so.
    • MacB 05.06.2020 12:22
      Highlight Highlight Ich muss vielleicht präzisieren... Ein Unfall mit dewegem erfolgtem Lehrabbruch ist doch nicht problematisch, ausser es gibt Spätfolgen, die eine weitere Lehre beeinträchtigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 05.06.2020 09:28
    Highlight Highlight Ich selbst war gezwungen eine Lehre abzubrechen. Habe selbst locker über die 200 Bewerbungen geschrieben, kann daher gut mit ihr mitfühlen. Viele Lehrbetriebe sind einfach zu stur und zu wenig objektiv was dieses Thema angeht.
  • Smile1nce 05.06.2020 09:26
    Highlight Highlight Ich habe auch eine Lehre abgebrochen und musste auch ein Lehrjahr wiederholen (Krankheit). In meinem Bewerbungen war das nie ein Problem. Sollte auch nie eines sein, mit 15 ist es einfach oft zu früh für die richtige Entscheidung in der Berufswelt. Ich denke es liegt eher am Erscheinungsbild.
  • neutrino 05.06.2020 09:22
    Highlight Highlight Da stimmt etwas nicht. Selbst in der Coronakrise kenne ich diverse Betriebe, die Lehrlinge suchen und keine finden. Und auch nicht mehr sehr wählerisch sind. Klar, ist nicht KV - eher Handwerkliches, aber auch Koch, etc. Für viele Betriebe sind Lehrlinge gerade jetzt willkommen, da sie wenig kosten und meist viel leisten.
    • Malt-Whisky 05.06.2020 12:17
      Highlight Highlight Für uns Senioren: Handwerk hat Gold im Mund, für viele die es richtig gemacht haben, war manchmal sehr viel Gold im Mund. Für die heutigen Jungen, die ja unsere guten alten Sprichworte nicht akzptieren wollen: Selber älter werden tut gut.

  • ralck 05.06.2020 09:13
    Highlight Highlight Lernende sind doch billige Arbeitskräfte, da müsste doch jetzt jede Firma daran interessiert sein…
    • Thurgauo 05.06.2020 09:28
      Highlight Highlight Kommt auf die Branche und Firma an z.B. in der Informatik ist es oft eine riesige Investition. Da tun Abbrecher echt weh. Darum verstehe ich es auch ein Stück weit, dass Abbrecher ein Ärgernis sind.

      Andererseits ärgere ich mich über die Firmen, die keine Lehrlinge nehmen und dafür die guten Leute nach der Ausbildung mit höheren Löhnen abwerben. Leider keine Seltenheit.
    • dmark 05.06.2020 11:59
      Highlight Highlight Man kann einen Lernenden, gerade am Anfang nicht alleine arbeiten lassen und nur vom Bier- oder Kaffeeholen lernt dieser auch nichts.
      Lernende brauchen u.a. Ausrüstung, Betreuung, entsprechende Räumlichkeiten, teilweise Arbeitskleidung usw...
      Da kostet schon etwas.

      @Thurgauo:
      In manchen Betrieben geht man dazu über, Auszubildende dahingehend zu verpflichten, dass sie nach ihrer Ausbildung eine gewisse Zeit nicht den Betrieb wechseln. Ist aber auch auf der anderen Seite eine Art "Übernahmegarantie"...
    • skisandtrail 05.06.2020 13:05
      Highlight Highlight Billige Arbeitskräfte? Je nach Beruf vielleicht, oftmals aber auch nicht.

      Der Lehrling kostet nicht nur den Lehrlingslohn, sondern auch der Arbeiter, welcher stundenlang Dinge erklärt (wobei er gleichzeitig diese Stunden noch in der Produktion fehlt, so müsste man dies fast doppelt zählen), Kurskosten, Schulkosten, Freizeiten Schule usw.. ein lehrling ist frühstens im 3./4. Lj eine etwas günstigere Arbeitskraft als ein ausgelernter Mitarbeiter
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