Schweiz
Wirtschaft

Zinsen bleiben noch lange tief: «Die nächsten drei Jahre können wir vergessen»

Zinsen bleiben noch lange tief: «Die nächsten drei Jahre können wir vergessen»

25.11.2015, 16:5125.11.2015, 17:03

Die Zinsen dürften in der Schweiz nach Ansicht der Credit Suisse (CS) noch jahrelang tief bleiben. Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) seien die Hände gebunden durch die Verfassung der hiesigen Industrie, die am stärksten unter einer Aufwertung des Frankens leiden würde, sagte CS-Investmentchefin Anja Hochberg.

Solange die Schweizer Industrie kein positives Bild abgebe, dürfte die SNB die Zinsen nicht erhöhen, sagte Hochberg am Mittwoch vor den Medien in Zürich. «Die nächsten drei Jahre können wir vergessen», sagte Nannette Hechler-Fayd'herbe, die Chefin Anlagestrategie der Credit Suisse, auf die Frage, wann die Nationalbank die Zinsen wieder einmal erhöhen dürfte.

Banken

Negativzinsen

Vorerst dürfte es in die andere Richtung gehen. Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagezins am 3. Dezember weiter senken werde, dürfte die SNB nachziehen und ihren negativen Zinssatz von -0.75 auf -1.00 Prozent senken. Parallel dazu dürfte die SNB bei Bedarf auch weiterhin beim Wechselkurs intervenieren, erwartet die CS. Andernfalls dürfte sich der Franken weiter aufwerten, was auf die ohnehin schon schwache Schweizer Konjunktur schlagen werde. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
Zur Story