Schweiz
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New cars by VW, Skoda and Audi on a parking lot of car dealer Amag Group in Schinznach Bad in the canton of Aargau, Switzerland, pictured on March 10, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Neuwagen von VW, Skoda und Audi auf einem Parkplatz der Amag Gruppe in Schinznach Bad im Kanton Aargau, aufgenommen am 10. Maerz 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Amag-Parkplatz in Bad Schinznach AG.
Bild: KEYSTONE

VW-Skandal erreicht die Schweiz: Amag droht Imageschaden – Grosskunden fordern Aufklärung

Wie viele Autos mit der manipulierten Software in der Schweiz herumfahren, ist noch unklar. Amag wird sich voraussichtlich heute dazu äussern. Bereits jetzt steht fest: Der Skandal schadet dem Importeur. 



Seit gestern bekannt wurde, dass die Manipulations-Software nicht nur in VW-Modellen in den USA steckt, sondern auch in europäischen Dieselmodellen von VW, Audi, Seat und Skoda, ist der Abgasskandal in der Schweiz angekommen.

Audi bestätigte bereits, dass insgesamt vier Modellreihen betroffen sind. Konkret geht es um den Motor vom Typ EA 189, der im A3, A1, A4 und A6 eingebaut ist. Und Skoda teilte mit, dass die Modelle der Reihen Fabia, Roomster, Octavia und Superb aus den Jahren 2009 bis 2013 teilweise mit dem manipulierten Dieselmotor ausgerüstet wurden. 

VW bezahlt Rückrufaktion – reicht das?

Wie viele davon in der Schweiz gelandet sind, ist weiterhin unklar. Doch der Skandal bedeutet nichts Gutes für den Importeur Amag, der die ganze Palette der VW-Gruppe von Audi, VW und Seat über Skoda bis Porsche und Bentley führt.

«Wenn nicht nur vier einzelne Modelle, sondern die vier Marken VW, Audi, Seat und Skoda potenzielle Mängel bei Dieselautos haben, verschärft das die Problemlage für Amag schlagartig», schreibt der «Tages-Anzeiger» am Freitag.

Sobald über die ­Vehikel-Identifikationsnummer (VIN) geklärt sei, wie viele dieser Dieselautos über die Jahre in der Schweiz verkauft wurden, «rollt eine Rückrufaktion an, um die Mängel zu beheben», heisst es weiter. Immerhin: VW hat versprochen, die Kosten für die Rückrufe zu übernehmen. 

The exhaust of a Volkswagen Passat Bluemotion is photographed in Frankfurt, Germany, Thursday, Sept. 24, 2015. The software at the center of Volkswagen's emissions scandal in the U.S. was built into the automaker's cars in Europe as well, though it isn't yet clear if it helped cheat tests as it did in the U.S., Germany said Thursday. A day after longtime CEO Martin Winterkorn stepped down, a member of Volkswagen's supervisory board said that he expects further resignations at the automaker in the wake of the scandal. (AP Photo/Michael Probst)

Kommt mehr raus als angegeben: Volkswagen-Auspuff.
Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

Höhere Steuern unrealistisch

Gemäss «Tages-Anzeiger» fahren seit mehreren Jahren 37 Prozent der neu immatrikulierten Auto mit einem Dieselmotor. «Auch wenn nur ein Teil der von Amag verkauften Dieselmodelle das Softwareproblem haben sollte, können rasch Tausende, im schlimmsten Fall gar Zehntausende von Fahrzeugen vom Rückruf betroffen sein», heisst es im Bericht.

Amag werde Kaufanreize bieten müssen. Trage VW diese Kosten nicht, schmälere dies die Marge von Amag. Und Importeure seien den Herstellern weniger wichtig als Tochterfirmen.

Und was ist mit den Besitzern von «Schummelautos» aus dem Hause VW? Schliesslich werden Fahrer von energieeffizienten Autos in vielen Kantonen finanziell belohnt. Beat Keller, Stabschef des Berner Strassenverkehrsamtes, bezeichnet eine Rückforderung gegenüber dem «Blick» aber als unrealistisch. «Man würde die falschen bestrafen», so Keller. 

Grosskunden und Politiker fordern Aufklärung

Heute will der Basler SP-Nationalrat Beat Jans eine Interpellation zu den Abgasmanipulationen einreichen, berichtet der «Blick» weiter. Er fordert, «Schummelautos» aus dem Verkehr zu ziehen. Schliesslich habe die Schweiz Klimaziele, die sie erreichen müsse.

Gemäss «Blick» fordern auch VW-Grosskunden wie Coop, dessen Dienstflotte aus VW- und Skoda-Dieselautos besteht, Aufklärung. Genauso das Carsharing-Unternehmen Mobility, das 300 Dieselfahrzeuge des VW-Konzerns im Angebot führt.

Winterkorns Stellungnahme – noch vor seinem Rücktritt

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YouTube/AUTO ZEITUNG

(dwi)

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