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Übersterblichkeit im Januar 2026: Crans-Montana und Grippewelle

KEYPIX - Flowers and candles are pictured in tribute to the victims after the fire at the "Le Constellation" bar and lounge, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, January 14, 2026. 40 pe ...
Die Grippewelle erklärt nur einen Teil der Übersterblichkeit.Bild: KEYSTONE

Übersterblichkeit im Januar – das sind die Gründe

28.01.2026, 12:4028.01.2026, 13:15

Jeden Dienstag veröffentlicht das BFS die Todesfälle, welche die Kantone für die vergangene Woche gemeldet haben. Für den Januar 2026 zeigt sich ein aussergewöhnliches Bild: Sowohl bei den Ü65-Jährigen als auch bei den U65-Jährigen ist es diesen Monat zu einer Übersterblichkeit gekommen. Das heisst: Es sind in dieser Zeit mehr Menschen verstorben, als statistisch zu erwarten gewesen wäre.

Dafür gibt es zwei verschiedene Gründe, wie die Nachfrage beim BFS zeigt.

Ü65-Jährige: Grippewelle

Im Januar sind im Schnitt wöchentlich 20 Prozent mehr Ü65-Jährige gestorben als in den Vorjahren. Das ist die höchste Übersterblichkeit, die der Bund seit der Pandemie verzeichnet hat. Zum Vergleich: Am 12. Januar 2025 verzeichnete das BFS 1491 Todesfälle, am 11. Januar 2026 waren es 1658.

Woran das liegt, wird das BFS erst Ende 2027 eingehend analysieren können, wenn es die Todesursachen genau überprüft haben wird. Das Mortalitätsmonitoring-Team des BFS geht jedoch davon aus, dass die Grippewelle ein entscheidender Faktor ist.

Die Übersterblichkeit decke sich mit der Aktivität der Grippewelle, welche das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erhebt. Die Zahlen des BAG zeigen, dass die Grippe gegen Ende Dezember 2025 und Anfang Januar 2026 besonders stark grassierte – und damit früher als in den Vorjahren. Diesen Trend beobachtet das BFS auch in anderen europäischen Ländern.

0 bis 64-Jährige: Crans-Montana

Bei den Verstorbenen unter 65 Jahren lässt sich in der Mortalitätsstatistik ebenfalls ein ungewöhnlicher Peak beobachten. Und zwar am 4. Januar 2026. Für jene Vorwoche weist das BFS 221 Todesfälle von Menschen im Alter von 0 bis 64 Jahren aus. Einen solchen vergleichbaren Peak hat es letztmals ebenfalls während der Corona-Pandemie gegeben: im Dezember 2021. Am 5. Januar 2025 verzeichnete das BFS lediglich 170 Todesfälle bei den U65-Jährigen.

Eine Erklärung liefert in diesem Fall jedoch nicht die Grippe, die bei Jungen eher weniger tödliche Folgen haben kann. Wie das BFS auf Nachfrage von watson bestätigt, ist der Grund die Brandkatastrophe von Crans-Montana an Silvester, bei der vor allem junge Menschen ums Leben kamen. Das Mortalitätsmonitoring-Team des BFS schreibt: «Es handelt sich bei der Sterblichkeit der U65-Jährigen um eine einmalige Beobachtung im Zeitrahmen und in der Grössenordnung, die mit den Ereignissen in Crans-Montana vereinbar sind, insbesondere da der Peak in der Genfersee-Region zu sehen ist.»

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