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Interdiscount

Aus einem Rabatt von 20 Franken wird plötzlich einer von fast 60 Franken. Was ist hier nun der Normalpreis?
Bild: zvg

Preisschild-Roulette bei Interdiscount: Jetzt schalten sich Experten des Bundes ein

Nachdem watson am Montag fragwürdige Preis-Aktionen bei Interdiscount publik gemacht hat, beschäftigt sich jetzt das Staatssekretariat für Wirtschaft mit dem Fall. 



Roger Studer (Name von der Redaktion geändert) hatte genug von den fragwürdigen Preisaktionen bei seiner Arbeitgeberin Interdiscount: Eine Küchenmaschine, die 69.90 statt 89.90 und dann plötzlich 69.90 statt 129 Franken kostet oder iPhone-Hüllen, die mal 29.95 und dann 29.95 statt 69.90 kosten. Er meldete sich bei watson und begann, Fotos von den vermeintlichen Schnäppchen zu schiessen. 

Jetzt beschäftigt sich das Seco mit dem Fall

Nebst den fragwürdigen Preisaktionen sind die Preise in den Interdiscount-Filialen schlecht angeschrieben. Gemäss der Schweizerischen Preisbekanntgabeverordnung muss bei Vergleichspreisen für den Kunden klar ersichtlich sein, was verglichen wird. Handelt es sich um einen Selbstvergleich, muss beispielsweise stehen «statt bisher ...– jetzt nur noch ...», bei Konkurrenzvergleichen etwa «Preis der Konkurrenz ...– bei uns nur ...» und bei Einführungspreisen «Einführungspreis jetzt nur ... – statt ...».

Bei Interdiscount erhält der Kunde nur wenig Orientierung: 

Interdiscount

Für den Kunden kaum ersichtlich: Handelt es sich hier um einen Selbst- oder Konkurrenzvergleich? 
Bild: zvg

Für die Durchsetzung der Preisbekanntgabeverordnung verantwortlich sind die Kantone, die Oberaufsicht hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Hier ist man nach den watson-Recherchen alarmiert: «Die Kantonspolizei Zürich hat das Dossier ans Seco übergeben», sagt Stefan Oberlin von der Kantonspolizei Zürich. «Dieses wird den Sachverhalt beurteilen und Interdiscount gegebenenfalls auf die geltende Rechtslage aufmerksam machen.»

Das Seco bestätigt den Fall ebenfalls. «Da die Abklärungen noch laufen, können wir aber erst im Verlauf der Woche Auskunft dazu geben», sagt Seco-Mediensprecherin Isabel Herkommer. 

Umfrage

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Interdiscount spricht in allen vier dokumentierten Fällen von «bedauerlichen Einzelfällen», die kurz nach dem Entdecken – nach teilweise bis zu fünf Tagen – korrigiert wurden. Dazwischen waren die falschen Aktionen jedoch in über 200 Filialen der ganzen Schweiz ausgeschildert. Die Preise werden bei Interdiscount in der Zentralstelle gemacht.

«Fehler sind menschlich.»

Interdiscount-Mediensprecherin Andrea Bergmann

«Fehler sind menschlich», sagt Mediensprecherin Andrea Bergmann. Bisher habe sich das Seco noch nicht bei Interdiscount gemeldet. Man werde dieses abwarten und entsprechend reagieren. «Wir kennen die Preisbekanntgabeverordnung und halten uns daran», sagt Bergmann. 

Kontrollstellen mit zu wenig Ressourcen 

Die Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert seit Jahren, dass die Durchsetzung der Preisbekanntgabeverordnung schlecht kontrolliert werde. Dazu würden in den Kantonen meist personell unterbesetzte Stellen bereit stehen, die unmöglich die Preisanschriften im ganzen Kanton kontrollieren könnten.

«Der Bund muss koordinieren, die Kantone mehr Ressourcen sprechen.»

Konsumentenschützerin Sara Stalder

«Wir fordern seit Jahren, dass die Ressourcen für diese Kontrollen verstärkt und koordiniert werden müssen», sagt Konsumentenschützerin Sara Stalder gegenüber watson. «Der Bund muss koordinieren, die Kantone mehr Ressourcen sprechen.»

So lange dies nicht geschieht, wird der Kunde im Preisdschungel so orientierungslos wie heute bleiben. 

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 22.09.2015 14:56
    Highlight Highlight Digitec macht mit der Verarschung weiter. Es fiel mir auf, weil ich den Drucker letzte Woche gekauft habe.

    https://www.digitec.ch/de/s1/product/hp-laserjet-color-pro-m277dw-wlan-laserled-weiss-multifunktionsgeraet-4670222

    Jedoch nicht bei Digitec, weil Microspot war da etwas günstiger und sind sie auch heute noch. Bei Digitec hat er in der Woche 38/2015 CHF 249.- gekostet. Heute schreiben sie 279.- anstatt 309.- ... Sowas ist einfach die Leute für blöd verkauft. Wahrscheinlich müsste man auch die beim Seco anzeigen.
  • _kokolorix 22.09.2015 12:52
    Highlight Highlight guckt euch doch mal die werbung an. da ist es noch viel offensichtlicher das wir systematisch belogen werden.
    wer begriffen hat wie die 'wirtschaft' heutzutage funktioniert, wird wohl kaum überrascht sein. für das management von interdiscount ist es bestimmt ein riesenärgerniss, dass die konsumenten für ihr geld überhaupt noch ein produkt einfordern!
    ein geschäft ist in erster linie dafür da um aktionären und top managern ein gutes einkommen zu generieren. für die ersteren ohne jeden aufwand, während letztere dafür leider noch ein wenig arbeiten müssen...
  • Grossbasler 22.09.2015 11:40
    Highlight Highlight Falschdeklarationen haben System, nicht nur bei Interdiscount: Beispiel: Im Coop Supermarkt werden (billige) französische Aprikosen als teure Walliser Aprikosen verkauft. Als ich den Fall dokumentiere antwortet Coop, es sei ein bedauerlicher Einzelfall und Fehler eines Mitarbeiters. Man werde in Zukunft sich bemühen, dass das nicht mehr vorkomme. Zufall oder nicht: Beide Detailhändler gehören zur gleichen Gruppe (Coop).
  • Scaros_2 22.09.2015 11:26
    Highlight Highlight Ein weiterer Grund im Internet zu kaufen und sich den günstigsten Preis auszuschen. Dazu kommt eine Heimlieferung ab 17.00 Uhr teils noch gratis dazu. Klar solltem an den lokalen Markt unterstützen aber nicht zu solchen wucher-Aktionen. Da geh ich lieber zum grossklotzigen Amazone auch wenn das nicht das beste ist. Er ist aber günstiger! Das einzige Problem dort ist der EU/Schweiz-Stecker aber das lässt sich lösen.

«Schlag ins Gesicht des Klimaschutzes» – so viel neue Ware vernichtet Amazon (noch immer)

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