Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ungewöhnlicher Vorschlag

Ex-Manager der Bank Frey blitzt bei US-Justiz ab

10.01.15, 05:22

Betrieb mittlerweile eingestellt: Bank Frey in Zürich (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Ein US-Gericht in New York will dem ehemaligen Leiter des Privatkundengeschäfts der Bank Frey & Co. keine Sicherheitsgarantien gewähren, damit dieser sich in den USA einem Verfahren stellt. Dem Schweizer wird Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der angeklagte Ex-Manager befindet sich in der Schweiz, wird aber in den USA gesucht.

In einer ungewöhnlichen Eingabe hatte er sich im November bereit erklärt, sich in den USA zu stellen, wenn er auf Kaution in Freiheit bleiben und sich während des Verfahrens in der Schweiz aufhalten könne. Ein Richter an einem Gerichtshof in Manhattan lehnte es am Freitag aber ab, ein Kautionsverfahren in Abwesenheit durchzuführen, bevor sich der Schweizer stellt. Würde dies gewährt, könnte dies andere dazu ermuntern, sich auf ähnliche Weise der Strafverfolgung zu entziehen, stellte er fest.

Keine Auslieferung bei Steuerhinterziehung

Die Schweiz hat zwar ein Auslieferungsabkommen mit den USA, liefert allerdings Schweizer Bürger in Fällen von Steuerhinterziehung nicht an andere Staaten aus. Der New Yorker Anwalt des Schweizers bezeichnete den Entscheid des Richters auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters als rechtlich korrekt. Er habe allerdings gehofft, dass das Gericht eine Ausnahme mache für jemanden, der sich den Vorwürfen in aller Ernsthaftigkeit stellen wolle.

Der Banker war letztes Jahr angeklagt worden, wohlhabenden Amerikanern Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Er soll, als längst Verfahren gegen die UBS und die Bank Wegelin am Laufen waren, unversteuerte Kundengelder von diesen Banken zur Zürcher Bank Frey geschleust haben. Die Bank Frey hat in der Zwischenzeit ihren Betrieb eingestellt. (dhr/sda/reu)



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Manager-Löhne: «Die Schweiz ist das Vergütungsparadies in Europa» 

Roche-Vorstandschef Severin Schwan hat seine Position als Top-Verdiener unter Europas führenden Managern behauptet. Der Österreicher stand im vergangenen Jahr mit einer Direktvergütung von 13,0 (2016: 13,2) Millionen Euro an der Spitze der Gehaltsrangliste der 73 wichtigsten Unternehmenslenker in Europa.

Dies geht aus Berechnungen der Vergütungsberatungsfirma hkp hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlagen. Traditionell bezahlen Schweizer Konzerne ihre Chefs am besten: Mit …

Artikel lesen