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Mehrheit der Schweizer Bevölkerung bevorzugt Schweizer Fleisch

14.11.2019, 10:5914.11.2019, 17:43
Viele mögen's einheimisch: das Fleisch.
Viele mögen's einheimisch: das Fleisch.Bild: KEYSTONE

Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung bevorzugt gemäss einer Umfrage Fleisch aus einheimischer Produktion. Diese Konsumenten wollten damit signalisieren, dass sie die Schweizer Bauern unterstützten, oder es gehe ihnen um Umwelt und Qualität der Produkte.

Das zeigt der neue Agrarbericht, der am Donnerstag vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) veröffentlicht wurde. Er basiert auf einer Online-Befragung bei 1006 Personen, die im Januar 2019 durchgeführt wurde. Der Agrarbericht wird alle zwei Jahre vom Marktforschungsinstitut Demoscope im Auftrag des BLW durchgeführt.

Demnach greifen die Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur beim Fleisch bevorzugt nach einheimischen Produkten: Auch bei Milch und Milchprodukten achtet mehr als die Hälfte der Befragten auf das Schweizer Siegel. Zudem entscheiden sich drei Viertel der Befragten immer oder fast immer für Eier aus einheimischer Produktion.

Unterstützung der Bauern

Die Gründe für diese Wahl sind unterschiedlich. Während rund ein Viertel der Befragten damit signalisieren will, dass sie die Schweizer Bauern unterstützen, gaben je rund 15 Prozent an, dass ihnen die Umwelt und die Qualität der Produkte wichtig sind.

Wo kaufst du dein Fleisch?

Der Bericht zeigt weiter, dass sich der zunehmende Verzicht auf Fleisch wegen des Klimawandels in der Schweiz noch nicht auf eine Reduktion oder Stagnation in der Fleischproduktion niedergeschlagen hat. So wurden im Berichtsjahr 2018 total 489'880 Tonnen Schlachtgewicht produziert, was einer Zunahme um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der jährliche Pro-Kopf-Fleischkonsum der Schweizer Bevölkerung blieb mit 52,06 Kilogramm fast auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Neun Tage Ferien für Landwirte

Der Agrarbericht hält in den Rubriken Mensch, Produktion, Umwelt, International, Betrieb, Markt, Politik und Service weitere Erkenntnisse bereit. Etwa, dass die befragten Landwirte und Bäuerinnen durchschnittlich neun Tage in die Ferien gehen.

Bild: KEYSTONE

Für Bauernfamilien – insbesondere für jene mit Nutzvieh – ist es im Gegensatz zu den anderen selbständig Erwerbenden aufwendig, vom Betrieb vorübergehend wegzugehen. Knapp ein Fünftel der Landwirte beziehungsweise knapp ein Drittel der Bäuerinnen haben gar keine Ferien.

Der Bericht zeigt zudem, dass in der Schweiz 768 Betriebe aufgegeben wurden, insgesamt gab es noch 50'852 Landwirtschaftsbetriebe (minus 1,5 Prozent), und täglich geben zwei Betriebe die Milchwirtschaft auf. 3157 Betriebe oder 6,2 Prozent aller Betriebe wurden im Berichtsjahr von einer Frau geleitet.

(aeg/sda)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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wunschpunsch
14.11.2019 12:57registriert August 2017
geflügel aus brasilien 🤮

restaurants, die auf der menükarte keine oder unzureichende fleischdeklarationen haben verlasse ich sofort wieder.
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klugundweise
14.11.2019 12:20registriert Februar 2014
Schweizer Fleisch ist gut, egal ob es aus Massentierhaltung kommt, von einem Betrieb der das Futter von weiss ich noch woher zukamt?
Ausländisches Fleisch ist übel, auch wenn es von einem Biohof im Schwarzwald stammt.
Seltsame Logik.
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So en Ueli
14.11.2019 13:43registriert Januar 2014
Ich bevorzuge Schweizer Fleisch, Früchte, Milchprodukte, Getreide und Gemüse. Die Lebensmittel auf unseren Landen sind qualitativ einfach die besten, da kommen die minderwertig und meist nicht fair und oder ethisch abstossend produzierten Waren nicht an unser Niveau ran. Da zahle ich gerne ein paar Franken mehr. Wir als Bürgerinnen und Bürger der Schweiz haben es in der Hand, wo wir einkaufen. Aus meiner Sicht gilt es die Einheimische Produktion zu bevorzugen.
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