Wirtschaft
Schweiz

Schweizer mögen Gold (als Geldanlage)

Schweizer mögen Gold (als Geldanlage)

13.05.2019, 11:0013.05.2019, 11:00
ARCHIV --- ZU DER VOLKSINITIATIVE "RETTET UNSER SCHWEIZER GOLD (GOLD-INITIATIVE)" STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Gold bars at the bank vault of the "Zuercher Kanton ...
Bild: KEYSTONE

Gold gehört zu den beliebtesten Anlageformen der Schweizerinnen und Schweizer. Dies zeigt eine Untersuchung der Universität St. Gallen (HSG). Nur in Immobilien investieren die Anlegerinnen und Anleger noch öfter.

Das HSG-Forschungszentrum für Handelsmanagement veröffentlichte am Montag den jüngsten Edelmetall-Atlas. In Zusammenarbeit mit dem Edelmetallhändler Philoro befragte das Forschungszentrum im April rund 2300 Personen, wie es in einer Mitteilung heisst.

53 Prozent der Befragten gaben Immobilien als bevorzugte Anlageform an, gefolgt von Gold mit 48 Prozent. Erst an Dritter Stelle folgten Aktien (30 Prozent), danach Fonds (25 Prozent) und Sparkonti (24 Prozent). Während Männer ihr Geld eher in Gold, Aktien und Fonds anlegen, bevorzugen Frauen eher das Giro- und das Sparkonto.

Unterschiede gibt es auch zwischen den Sprachregionen: Gold und Immobilien seien bei Befragten aus der französischsprachigen Schweiz beliebter als bei deutschsprachigen Personen, heisst es.

Gold, Platin und Silber

Sechs von zehn Befragten sehen Edelmetalle generell als sinnvolle Anlage, Männer etwas öfter als Frauen, Französisch Sprechende etwas öfter als Deutsch Sprechende und Tessiner. Am ausgeprägtesten ist die positive Einschätzung von Edelmetallen bei den 40- bis 69-Jährigen.

Neben Gold wurden im «Edelmetall-Atlas» seltener auch Platin und Silber als Anlageformen genannt. 62 Prozent der Befragten gaben als bevorzugte Bezugsquelle für Edelmetalle ihre Hausbank an. Andere Händler mit eigenem Geschäft kamen auf 19 Prozent Nennungen, während Internet-Händler mit 8 Prozent deutlich schlechter abschnitten.

Gut ein Viertel der Befragten haben in der Vergangenheit bereits in Edelmetalle investiert, darunter jeder dritte Mann und jede fünfte Frau. Gold wurde hauptsächlich als langfristige Anlage gekauft. Als wichtige Motive wurden auch Sicherheit und Stabilität genannt, deutlich seltener die Rendite. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Obdachlosen haben vermutlich ihr Haus verloren – nicht aber ihren Humor
1 / 23
Diese Obdachlosen haben vermutlich ihr Haus verloren – nicht aber ihren Humor
Helft diesem armen Mann! Bild: pinterest
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
«Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bevölkerung das möchte»
Betreibt der Bundesrat im Kampf gegen die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» Schwarzmalerei? Und nimmt er die Ängste der Bevölkerung wegen der Zuwanderung ernst genug? Justizminister Beat Jans bezieht Stellung im grossen watson-Interview.
Bei der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zeichnet sich ein knappes Rennen ab. Laut neuster GFS-Umfrage würden je 47 Prozent Ja beziehungsweise Nein stimmen. Wie erklären Sie sich das?
Beat Jans:
Dieses Ergebnis nehmen wir ernst, aber es überrascht mich nicht. Bei Migrationsfragen war die Bevölkerung schon früher gespalten. Wie im Fussball gilt: Der Match dauert 90 Minuten. Es ist alles offen. Ich bin in der ganzen Schweiz unterwegs. Wenn ich mit den Menschen konkret über den Initiativtext spreche, wächst die Skepsis. Vielen wird klar, dass die Initiative leere Versprechen macht und erhebliche Probleme mit sich bringt.
Zur Story