Schweiz
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E-Scooter-Verkauf explodiert in der Schweiz – Zahlen verfünffacht



E-Scooter

Funktioniert ganz ohne Muskelkraft: ein E-Scooter. Bild: Digitec Galaxus

In Städten wie Basel, Genf oder Zürich stehen sie inzwischen an jeder zweiten Ecke: E-Scooter. Von den Verleihern auf den Geschmack gebracht, entscheiden sich inzwischen auch immer mehr Schweizerinnen und Schweizer für den Kauf eines eigenen Elektro-Trottinetts.

Seit Beginn dieses Jahres findet ein regelrechter Boom statt: Im ersten Halbjahr 2019 kauften die Kunden der beiden Onlineshops Digitec und Galaxus fünfmal so viele akkubetriebene Trottinette wie im selben Zeitraum 2018.

Adrian testet den neuen Lime-Scooter

Video: watson

Grosse Veränderungen gab es in den letzten Jahren bei den Preisen der verkauften E-Scooter: Heute kosten zwei Drittel der verkauften Trottis zwischen 400 und 600 Franken. Der Durchschnittspreis liegt bei 491.50 Franken. Vor einem Jahr gingen noch deutlich günstigere E-Scooter über die Ladentheke: Damals kosteten zwei Drittel der verkauften Artikel unter 400 Franken.

75 Prozent der Trottis haben keine Strassenzulassung

Die Veränderungen im Preisgefüge lassen sich unter anderem damit erklären, dass inzwischen mehr Modelle mit Strassenzulassung auf dem Markt sind. Mit einer Busse muss rechnen, wer auf Schweizer Strassen ohne Klingel, ohne Vorder- und Rücklicht und ohne Bremsen an beiden Rädern unterwegs ist. Erlaubt ist ausserdem eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h, bzw. 25 km/h mit Unterstützung durch Muskelkraft. Und die Leistung des Motors darf 48 Volt bzw. 500 Watt nicht überschreiten.

Adrian testet den Circ-Scooter

Video: watson

Erfüllt das Trotti diese Vorgaben nicht, darf es nur auf Privatgrundstück gefahren werden.

E-Scooter, die alle Kriterien für die Strassenzulassung erfüllen, sind typischerweise teurer als solche, die beispielsweise keine fixen Lichter haben: E-Scooter mit Zulassung kosten heute im Schnitt gut 700 Franken, solche ohne Zulassung dagegen nur rund 420 Franken.

Inzwischen verfügt etwa jeder vierte bei Digitec oder Galaxus verkaufte E-Scooter über eine Strassenzulassung, 2018 lag dieser Anteil noch bei unter 8 Prozent. (dfr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Soziale 10.09.2019 17:57
    Highlight Highlight Bitte nicht noch mehr von diesen sperrigen E-Trotti.
    Der Mensch bewegt sich leider immer weniger.
    Hoffentlich ist das nur ein kurzer Hype...
  • ast1 10.09.2019 17:19
    Highlight Highlight Immer noch schade, dass E-Skateboard und co. keine vernünftige Zulassung bekommen können. Die Dinger "fägen" nämlich definitiv, und sind IMO auch zukunftsweisend was Mobilität angeht. Die Sicherheitsfrage bleibt aber, und ich fahre mein Board nicht so oft, gerade wegen fehlender Zulassung und der drohenden Anzeige.
  • PlayaGua 10.09.2019 16:46
    Highlight Highlight Wieso brauchen die eine Klingel, wenn Fahrräder keine mehr brauchen? Das ist meines Erachtens eine ziemlich sinnfreie Abgrenzung.
  • Magd 10.09.2019 16:23
    Highlight Highlight Müssen Benutzer der E-Scooter mit Strassenzulassung dann zwingend auch auf der Strasse fahren? Es gibt ja sonst keine Fahrzeuge mit Strassenzulassung, welche auf dem Gehsteig fahren dürfen. Folglich dürften E-Scooter auf dem Trottoir generell auch nicht zugelassen sein. Ist dem so? Was ist mit E-Scooter auf dem Trottoir, wenn der Motor abgeschaltet ist?
    • kobL 10.09.2019 18:17
      Highlight Highlight Sind mit Velos gleichgestellt: falls ein Veloweg oder Velostreifen vorhanden ist, muss dieser benutzt werden. Ansonsten nur auf der Strasse erlaubt. Autofahrer können aber schon mal gereizt reagieren, wenn sie mit 20 km/h hinterher fahren müssen. Darum würde ich Hauptverkehrsachsen nur befahren, falls man ein dickes Fell hat ;)
  • Pinhead 10.09.2019 15:33
    Highlight Highlight "Mit einer Busse muss man rechnen (...)" Achtung, es droht nicht nur eine Busse, sondern eine Verzeigung. Zudem kann der Versicherungsschutz bei der Privathaftpflicht reduziert werden, wenn der Fahrer einen schweren Unfall verursacht (z.B. Kollision mit Fussgänger auf dem Trottoir).
  • Knut Knallmann 10.09.2019 15:26
    Highlight Highlight Immer noch besser als die unsäglichen Hoverboards die vor ein paar Jahren so gehypt wurden. Ich glaube und hoffe dass auch der E-Scooter Trend irgendwann vorübergeht...
  • Magnum 10.09.2019 15:08
    Highlight Highlight Ein grosses Bravo an Alibaba, Digitec, Glaxus und Co: Sie verkaufen also Elektroschrott in spe, der zu 75% keine Strassenzulassung und zugleich nichts auf dem Trottoir verloren hat. Somit bleibt was als Einsatzgebiet? Land in Privatbesitz und eventuell Sportanlagen.

    Der Wildwuchs mit den E-Scootern ist mitnichten positiv: Diese Dinger ersetzen keine Autofahrten, sondern stehen wenn schon in Konkurrenz mit dem öV oder dem Mobilitätsmodus "zu Fuss". Dass die Menschheit in Industriestaaten dermassen unter grassierender Faulheit leidet, erinnert an die letzten Jahrzehnte des römischen Reichs.
    • w'ever 10.09.2019 15:38
      Highlight Highlight faulheit?
      Benutzer Bild
    • Magnum 10.09.2019 16:29
      Highlight Highlight @ LibConTheo
      Die Freiheit des einzelnen Individuums endet dort, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Hier sehe ich eine klare Klammer zwischen den Ansprüchen einzelner und dem gesellschaftlichen Nutzen. Ganz im Sinne von: Erlaubt ist, was nicht stört.
      Wenn minderwertige Ware, die weder auf Strassen noch auf Trottoirs legal genutzt werden kann, ohne jeden Hinweis auf ebendiesen Sachverhalt in Umlauf gebracht wird, handeln die Verkäufer mE gegen gut Treu und Glauben, wenn nicht gar betrügerisch. Und sollten dafür durchaus zur Rechenschaft gezogen werden.
    • Elephant Soup slow cooker recipes 10.09.2019 16:46
      Highlight Highlight ^^ da musste ich doch glatt auch an die "Utopie" in Wall-E denken. Stellt sich nur noch die Frage, wer denn tatsächlich der letzte sein wird, der die Erde aufräumen soll...
    Weitere Antworten anzeigen
  • sunshineZH 10.09.2019 14:49
    Highlight Highlight Ist auch etwas spassiges, aber nur wenn das Teil auch 35km/h fährt 😃 Ist aber leider illegal und wurde mir geklaut.
    • Magnum 10.09.2019 16:30
      Highlight Highlight Geklaut? Wohl eher im See gelandet.
      Mein Glaube an Karma ist soeben wieder gestiegen.
  • weissauchnicht 10.09.2019 14:47
    Highlight Highlight Damit ist nun auch klar, wie das Geschäftsmodell der E-Trotti-Verleiher funktioniert.
    Geniale Marketing-Aktion bis sich die Leute die Dinger kaufen? ;-)

Corona-Masken aus Maschinen von Bund und Zürich scheitern beim Qualitätstest

Ende März wurden mit 1,6 Millionen Franken Steuergeldern zwei Schutzmasken-Produktionsmaschinen bestellt. Die Masken dürfen aber immer noch nicht als FFP2- geschweige denn als «Pandemiemaske» verkauft werden.

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