Schweiz
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Dank «Inländervorrang light» haben 4800 Personen eine Stelle gefunden



Arbeitslosigkeit: Die finnische EU-Präsidentschaft möchte die

Bild: KEYSTONE

Seit Juli 2018 müssen Unternehmen offene Stellen in Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) vorab melden.

Im ersten Jahr nach Einführung sind den RAV eine Vielzahl von Stellen gemeldet worden, wie ein Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zeigt.

Die Anzahl gemeldeter Stellen habe unmittelbar nach Inkrafttreten der Stellenmeldepflicht markant zugenommen und sich seither auf einem hohen Niveau stabilisiert, schreibt das Seco in dem am Freitag veröffentlichten Bericht. Insgesamt seien rund 200'000 meldepflichtige Stellen bei den RAV eingegangen. Das liege deutlich über den im Vorfeld gemachten Prognosen.

Seit Beginn der Stellenmeldepflicht bis Ende 2019 gelten Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von 8 Prozent oder mehr als meldepflichtig. Nach dieser Angewöhnungsphase beziehungsweise ab 2020 sinkt die Schwelle auf 5 Prozent. Zu Jahresbeginn hat das Seco nach Konsultation der Arbeitgeber- und Berufsverbände Anpassungen in der Berufsnomenklatur vorgenommen und dabei die meldepflichtigen Berufsarten neu und teilweise detaillierter geordnet.

Das Konzept der Stellenmeldepflicht wurde von der Politik im Zuge der Umsetzung des «Inländervorrangs light» entworfen, den das Parlament nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative beschlossen hatte. Dies mit dem Ziel, das inländische Potenzial besser auszuschöpfen.

Stellenmeldepflicht stösst auf Akzeptanz

Im nun erstmals veröffentlichten Monitoring-Bericht beleuchtet das Seco den Vollzug der Stellenmeldepflicht. Die administrativen Abläufe zwischen Arbeitgebern, privaten Arbeitsvermittlern und den RAV hätten sich etabliert und würden effizient ablaufen, urteilt das Seco. Die hohe Anzahl gemeldeter Stellen zeige, dass die Massnahme auch bei den Arbeitgebern auf grosse Akzeptanz stosse.

Auch die RAV machen ihren Job: Im Jahr eins nach der Einführung übermittelten sie zu mehr als der Hälfte der gemeldeten Stellen mindestens ein Dossier einer stellensuchenden Person. Insgesamt seien so rund 195'000 Dossiers von Stellensuchenden vorgeschlagen worden.

In 8 Prozent bei den von den Arbeitgebern ausgegebenen Stellenmeldungen seien RAV-Stellensuchende zum Zuge gekommen, hiess es weiter. Rund 4'800 Stellensuchende hätten durch die aktive Vermittlung der RAV eine Stelle gefunden. Dabei nicht erfasst seien aber viele Arbeitssuchende, welche selbstständig über das Jobportal auf arbeit.swiss eine Anstellung gefunden hätten.

Stellensuchende fürs Jobportal sensibilisieren

Die Stellensuche im Job-Raum dieser Plattform arbeit.swiss, wo den RAV-Kandidaten auf gemeldeten Stellen ein Vorsprung von fünf Tagen gewährt wird, läuft laut Seco aber noch nicht wunschgemäss. Vorher dürfen die Firmen diese Stellen öffentlich noch nicht ausschreiben.

Die Analyse habe gezeigt, dass sich von den in meldepflichtigen Berufsarten bewegenden Stellensuchenden lediglich ein Viertel für den Zugang zu dem für sie geschützten Bereich registriert haben. Aber man werde die selbstständige Suche weiter fördern, das Jobportal besser erklären und dazu im kommenden Jahr technische Vereinfachungen erarbeiten, versprach das Seco.

Weitere Erhebungen zu der Wirkung der Stellenmeldepflicht wird das Seco zudem in rund einem Jahr vorstellen. Dabei gehe es beispielsweise um Veränderungen im Rekrutierungsverhalten von Firmen durch das neue Konzept oder ob es zur Integration von registrierten Arbeitssuchenden am Arbeitsmarkt beitrage. Um die Wirkung der Massnahmen gut analysieren zu können, brauche es mehr Daten, hiess es. (aeg/sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas G. 02.11.2019 09:29
    Highlight Highlight Mit der "harten" Durchsetzung der MEI wie vom Volk entschieden hätten 100'000 einen neuen Job.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 02.11.2019 17:33
      Highlight Highlight Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass der Job an einen nicht ausreichend qualifizierten Einheimischen gehen würde. Dann gäbe es einfach den Job nicht.

      Bei gleicher Qualifikation ist es heute schon attraktiver, jemanden einzustellen, der hier verwurzelt ist.
  • Philipp444 01.11.2019 17:04
    Highlight Highlight Herrlich diese Stellungnahme vom Seco. Ich als Unternehmer sehe das etwas differenzierter. Diese hier erwähnten 4800 Personen hätten wohl auch im „alten“ System eine Stelle gefunden. Wir hatten bereits früher Bewerbungen übers RAV.
    Mein persönliches Fazit: viel Aufwand für nichts! Wenn überhaupt ein Dossier kommt, dann kann ich das zu 90% nicht brauchen... wünsche uns etwas mehr Unternehmertum und weniger Bürokratie
  • chicadeltren 01.11.2019 15:42
    Highlight Highlight Diese Zahl ist vollkommen falsch. Schliesslich hätten Arbeitgeber auch ohne Massname RAV-Gemeldete eingestellt. Um eine Aussage treffen zu können, müsste man die Differenz zwischen altem und neuem System untersuchen.
  • SebSeb 01.11.2019 14:34
    Highlight Highlight Da wird uns etwas als Erfolg verkauft, was schlichtweg ein Flop und eine Verarschung ist. Grad mal 8% haben so eine Stelle gefunden. Und dann sollte man noch wissen, dass darunter kaum Ü50 sind.
    • bebby 01.11.2019 20:08
      Highlight Highlight Falsch, 8% dieser Stellen wurden durch RAV-Stellensuchende besetzt. Das ist nicht dasselbe. Eigentlich ein Erfolg, wenn man bedenkt, dass RAV-Stellensuchende dem Arbeitgeber aufgezwungen werden.
  • Pafeld 01.11.2019 13:38
    Highlight Highlight Dann hatte die MEI ja doch einen Sinn! Danke, liebe SVP!
    • Mutzli 01.11.2019 14:47
      Highlight Highlight @Pafeld

      Wenn man berücksichtigt, dass die SVP im Parlament GEGEN den Inländervorrang arbeitete und diesen möglichst verwässerte...

      Z.B. Rickli:"SVP-Nationalrätin Natalie Rickli setzt sich dafür ein, dass die Arbeitgeber geeignete Kandidaten nicht zu einem Bewerbungsgespräch einladen müssen. Alles Weitergehende schade dem Wirtschaftsstandort Schweiz." vs. "Die Begründungspflicht, für die sich nur noch die Linke einsetzte, ist vom Tisch." etc. NZZ:https://bit.ly/2C3Feci

      Falls Ihnen also das Konzept des Inländervorrangs gefällt, würde es mehr Sinn machen, sich bei Mitte-Links zu bedanken ;-)
    • Roman h 01.11.2019 16:41
      Highlight Highlight @Mutzli
      Sorry aber der Bericht zeigt sehr gut das der Innländervorrang so ziemlich nichts bringt.
      Daher würde es mehr Sinn machen eben nicht Mitte-Links zu wählen.
  • ingmarbergman 01.11.2019 13:19
    Highlight Highlight „ übermittelten sie zu mehr als der Hälfte der gemeldeten Stellen mindestens ein Dossier einer stellensuchenden Person.“

    Oder mit anderen Worten: auf fast die Hälfte der Stellen findet das RAV gar KEINE Person, die sich auch nur bewerben könnte. Das ist ein Armutszeugnis für das RAV. Deckt sich aber mit meiner Erfahrung. Das RAV System ist aus der Zeit gefallen und nur für niedrigqualifizierte geeignet. Sobald es in Richtung IT geht, haben die beim RAV keinen Plan was überhaupt für Kompetenzen gefragt sind und was es für Jobs gibt.

    Das RAV beschäftigt sich mehrheitlich mit sich selber.
    • Magnum44 01.11.2019 14:10
      Highlight Highlight Gut qualifizierte Leute sollten auch ohne RAV im Leben zurechtkommen und dort nur das Geld abholen.
    • SebSeb 01.11.2019 14:37
      Highlight Highlight Weil auf dem RAV ganz einfach keine den heutigen Anforderungen entsprechend qualifizierten Leute arbeiten. Einem Buchhalter eine Stelle als Magaziner aufzudrängen kanns ja auch nicht sein...
    • tnhser 01.11.2019 21:26
      Highlight Highlight Kann ich so unterschreiben, mir wurde nach einem 6 Monatigen Vorpraktikum fast aufgezwungen mich auf Stellen in diesem Bereich zu bewerben, obwohl dafür ein mehrjähriges Studium nötig ist. Eine Stelle habe ich schlussendlich selbst gefunden, die Vorschläge des RAV waren katastrophal und teilweise nicht einmal rechtens..
  • DocJay 01.11.2019 13:07
    Highlight Highlight Hier nicht erwähnt wird, dass es zum Teil verheerende Wartezeiten gab für Arbeitgeber, bis ihre Stelle vom RAV bearbeitet wurde - die Stelle durfte in der Zeit einfach nicht besetzt werden.

    Zudem darf man sich fragen, ob sich der administrative Aufwand - der offensichtlich ja enorm ist - gerechtfertigt ist, um einige wenige Stellen mit Schweizern zu besetzen (ganz abgesehen von der problematischen Idee Schweizer-vor-allen-anderen).

    Das ist in etwa so, wie wenn man einen Baseballschläger nimmt, um eine Fliege auf dem Fernseher zu töten
    • Tjuck 01.11.2019 14:27
      Highlight Highlight "Hier nicht erwähnt wird, dass es zum Teil verheerende Wartezeiten gab für Arbeitgeber, bis ihre Stelle vom RAV bearbeitet wurde - die Stelle durfte in der Zeit einfach nicht besetzt werden."

      Meinst du, das ginge schneller mit Kontingenten? Und der administrative Aufwand wäre geringer mit Kontingenten?
    • DocJay 01.11.2019 14:36
      Highlight Highlight Nein. Es wäre schneller ganz ohne ^^
      Was es zeigt, ist dass wir zwar den Super-GAU Kontingente noch verhindern konnten, aber auch diese Lösung eigentlich problematisch ist.

      Ich finde es erstaunlich, wie positiv das ganze Projekt akzeptiert wird, wenn es eigentlich gar keinen Inländervorrang geben dürfte.

      Klar what's done is done, aber bitte vergessen wir hier nicht, dass das eine SVP-Initiative war, die jetzt in ihrer verdaulichsten Form noch immer problematisch ist.
    • SebSeb 01.11.2019 14:40
      Highlight Highlight Ohne Verwässerung der Initiative sähe es anders aus. Aber das werden noch brutal Viele erfahren, fürchte ich. Spätestens wenn die sich abzeichnende Rezession voll reinhaut.
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