Bundesrat will Shopping für Touristen steuerlich attraktiver machen
Das Einkaufen in der Schweiz soll für Touristinnen und Touristen aus dem Ausland attraktiver werden. Der Bundesrat ist mit der Forderung aus dem Parlament einverstanden, das Tax-Free-Shopping steuerlich attraktiver zu machen.
Einkaufende Feriengäste aus dem Ausland seien ein relevanter Faktor für den Wirtschaftsstandort Schweiz, begründete Nationalrat Leo Müller (Mitte/LU) seine Motion. Das gelte nicht nur für Uhren- und Schmuckhändler, sondern auch für Anbieter von weniger teuren Souvenirs, Lebensmittelspezialitäten und Kunsthandwerk.
Die Motion fordert vom Bundesrat, die Mindest-Einkaufssumme für den Erlass der Mehrwertsteuer von heute 300 auf 150 Franken zu senken. Die Verordnung über die Steuerbefreiung von Inlandlieferungen von Gegenständen zwecks Ausfuhr im Reiseverkehr müsse angepasst werden. Das stärke die Schweiz als Einkaufs- und Tourismusdestination.
Zahlreiche EU-Länder hätten die Voraussetzungen für Tax-Free-Shopping gelockert oder die Mindesteinkaufssummen ganz abgeschafft, begründete Müller den von 15 Ratsmitgliedern aus SVP, Mitte und FDP mitunterzeichneten Vorstoss. Der Bundesrat beantragt ein Ja dazu. Nun entscheidet der Nationalrat darüber. (hkl/sda)
