Wirtschaft
Schweiz

Wohnen und Mobilität wurden im Februar überdurchschnittlich teurer

Wohnen und Mobilität wurden im Februar überdurchschnittlich teurer

Die Kosten für Wohnen und für das Auto sind im vergangenen Monat schneller gestiegen als die offizielle Inflation. Das zeigt ein neu vom Vergleichsportal Comparis lancierter Preisindex.
27.03.2024, 03:5727.03.2024, 03:57

Im Februar 2024 wurden gemäss dem «Womo-Preisindex» die Preise für das Wohnen und die Mobilität in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahreswert um 1,6 Prozent teurer, wie Comparis am Mittwoch mitteilte. Dagegen war der Landesindex der Konsumentenpreise, der einen repräsentative Warenkorb von über 1000 Waren und Dienstleistungen abdeckt, im Februar lediglich um 1,2 Prozent gestiegen.

Wohnen ist Luxus-Serie: Wohnungsbesichtigung einer teueren Wohnung in der Stadt Zug für 7'700 Franken Miete im Monat.
Bild: watson/ aylin erol

Wohnen und Mobilität machten bei einer durchschnittlichen Familie in der Schweiz rund 40 Prozent im Budget für den täglichen Konsum aus, heisst es in der Mitteilung. Darum seien Preisveränderungen hier «besonders schmerzhaft». Weil die meisten Mietverhältnisse auf dem zuletzt gestiegenen hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundes basierten, sei bereits vielen Mieterinnen und Mietern eine Mietzinserhöhung ins Haus geflattert.

Den vierteljährlich erscheinenden neuen Womo-Preisindex erstellt Comparis in Zusammenarbeit mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH. Im Sektor Wohnen werden in dem Index etwa die Entwicklung der Mieten sowie die Preise von Strom und Möbeln beigezogen. Im Bereich Mobilität sind es die Preise für Benzin oder Diesel, fürs Auto oder für die Tickets im öffentlichen Verkehr.

Weiterhin berechnet und publiziert Comparis gemeinsam mit der KOF weiterhin auch den Comparis-Konsumentenpreisindex, der die «gefühlte Inflation» bei Gütern des Alltags misst. Bei diesem sind «träge» Konsumposten wie eben Mieten oder dauerhafte Güter ausgeklammert. (sda/awp)

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