DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweizer Hoteliers rechnen wegen der Rubelkrise mit Umsatzeinbussen.
Schweizer Hoteliers rechnen wegen der Rubelkrise mit Umsatzeinbussen.
Bild: EPA/DPA
Russlandkrise trifft Schweiz

Schweizer Luxushotels von Rubelkrise betroffen

29.12.2014, 13:42

Auch die hiesigen Hoteliers haben unter der aktuellen Krise des russischen Rubels zu leiden. «Wir rechnen mit Umsatzeinbussen mit den russischen Gästen von bis zu 30 Prozent», sagt Guglielmo Brentel, Präsident des Branchenverbands Hotelleriesuisse im Videointerview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Besonders stark betroffen seien Hotels aus dem oberen Preissegment. Schwer dürfte das Ausbleiben der zahlungskräftigen russischen Gäste dabei im Monat Januar wiegen. «Aufgrund der in Russland später stattfindenden Feiertage haben die russischen Gäste jeweils dabei geholfen, das Januar-Loch zu überbrücken», so Brentel weiter.

Weniger stark dürfte sich dagegen der verspätete Start in die Wintersaison auswirken. Dies sei für die laufende Saison noch nicht «matchentscheidend», so Brentel. Trotz des späten Wintereinbruchs schätze er die Chancen auf eine gelungene Wintersaison weiterhin als gut ein.

Internetauftritt wichtig

Per Ende Jahr wird Guglielmo Brentel als Verbandspräsident abtreten und den Stab an Andreas Züllig übergeben. Die wichtigste Entwicklung für seine Branche während den letzten zehn Jahren sei sicherlich das Aufkommen der globalen Online-Buchungsplattformen gewesen, sagt Brentel rückblickend. «Dies hat unsere Industrie so richtig durchgeschüttelt».

Mittlerweile hätten viele Betriebe ihre Hausaufgaben diesbezüglich gemacht. Im Vergleich mit dem Ausland seien die guten hiesigen Hotels weltweit führend, allerdings gäbe es immernoch Betriebe, welche die Wichtigkeit des Internetauftritts unterschätzten. «Hier ist es extrem wichtig, à jour zu bleiben».

Die Kernthemen für die Zukunft sieht der abtretende Verbandspräsident in der Rekrutierung von geeignetem Nachwuchs sowie bei der Verbesserung der Rentabilität. Die steigenden Erwartungen der Gäste bei gleichzeitiger Abnahme der Zahlungsbereitschaft sei die grosse Herausforderung für die Schweizer Hotels. 

Es müsse das Ziel sein, ein besseres Produkt billiger anzubieten. Die Lösung dieses Dilemmas sieht Brentel in einer verstärkten Kooperation der Destinationen. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Schweiz zieht immer mehr Millionäre an – das steckt dahinter

In der Schweiz ist die Dichte an Millionärinnen und Millionären so hoch wie nirgends sonst. Viele sind schon da, aber es kommen immer mehr. Corona trägt dazu bei.

Seit Jahrzehnten ziehen Superreiche aus aller Welt in die Schweiz: Banken, Diskretion, Sicherheit und atemberaubende Kulisse sind einige Gründe dafür. Die Corona-Pandemie beflügelt nun den Run: «Die Pandemie löste einen Nachfrageboom nach Luxusimmobilien aus», berichtet die UBS. Die höchsten Quadratmeterpreise werden in der Gemeinde Cologny bei Genf erzielt. Dort kostet ein einziger Quadratmeter über 35'000 Franken.

Corona habe die Sehnsucht vieler nach einem sicheren Hafen verstärkt, glauben …

Artikel lesen
Link zum Artikel