Schweiz
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Aktionsschilder ueber den Regalen in der Denner-Filiale in Rueschlikon, Kanton Zuerich, aufgenommen am 3. Maerz 2011. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Schnäppchen à gogo: Das ganze Jahr hindurch werben Händler mit massiven Rabatten, was viele Kunden jubeln lässt, aber so manche Firma in den Ruin treibt. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz im Rabattrausch – doch profitieren die Kunden davon wirklich?

Studie: Die Rabattschlacht erreicht hierzulande neue Dimensionen – doch profitieren die Kunden davon wirklich?

Benjamin Weinmann / ch media



50 Prozent! 30 Prozent! 70 Prozent! Der Schweizer Detailhandel befindet sich im Rabattrausch. Die Zeiten, in denen der Ausverkauf gesetzlich geregelt war, sind längstens vorbei. In den vergangenen Jahren sind Rabattschilder in den Schaufenstern der Händler zum Alltag geworden. Immer mehr, immer häufiger, immer billiger lautet die Devise.

Aus dem Ausland übernommene Aktionstage wie der «Black Friday» oder «Cyber Monday» im November haben sich etabliert. Ein Branchenvertreter erinnert sich: «Als das Warenhaus Globus Ende der 90er-Jahre erstmals 10 Prozent Rabatt gewährte, brauchte es Sicherheitsleute, weil der Andrang so gross war.» Heute schrecke man mit 10 Prozent niemanden mehr auf. «20 Prozent sind das absolute Minimum, um Kunden anzulocken.»

Lebensmittel-Aktionen im Fokus

Die Dimensionen der Rabattschlacht im hiesigen Detailhandel zeigt die Studie «Schweiz. Promo-Report 2019» des Beratungsunternehmens «Fuhrer&Hotz». Teil davon ist eine repräsentative Umfrage bei 500 Konsumenten sowie eine Befragung von 135 Branchenvertretern. Kommende Woche werden die Resultate einem Fachpublikum vorgestellt, dieser Zeitung liegen sie bereits vor. Das Fazit: Das Aktionsbewusstsein der Schweizer Konsumenten ist in den letzten zwei Jahren massiv gestiegen – und zwar über alle Sortimente hinweg.

Ein Schild im Schaufenster eines Bekleidungsgeschaeftes weist auf einen Euro-Rabatt von 20 Prozent hin, am Mittwoch, 4. Februar 2015 in Bern. Die am meisten von der Frankenstaerke betroffenen Branchen Gastgewerbe sowie Industrie und Handel werden im Verlaufe des Jahres rund 0,7 Prozent der Stellen abbauen. Zu diesem Schluss kommen die Oekonomen der Credit Suisse in ihrem am Dienstag, 3. Februar, publizierten Branchenhandbuch. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der Eurorabatt von 2015, als die Frankenstärke die Schweiz beschäftigte. Bild: KEYSTONE

58 Prozent der Studienteilnehmer geben an, beim Einkauf von Lebensmitteln stark auf Sonderangebote zu achten – eine Steigerung um 11 Prozentpunkte im Vergleich zu 2017. Gleich dahinter folgen Elektronikprodukte, Mode- und Sportartikel. Am wenigsten achten sich die Konsumenten auf Rabatte beim Einkauf von Büchern, CDs, Uhren und Schmuck.

Die Schnäppchen-Affinität kommt nicht von ungefähr. Bei der Befragung der Branchenvertreter wird ersichtlich, dass die Händler die Aktionitis befeuern. Hatten 2017 erst 20 Prozent angegeben, beim amerikanischen «Black Friday» mitzumachen, sind es heute bereits über 40 Prozent. Beim «Cyber Monday» für Online-Rabatte stieg der Wert von 7 auf 17 Prozent. Und für dieses Jahr planen die meisten noch höhere Rabatte an noch mehr Tagen für noch mehr Produkte.

«Black Friday» in der Schweiz

Die Warenhauskette Manor hatte den «Black Friday» als erster grosser Händler lanciert. «Die Rabattschlacht ist heute eine Realität, die wir nicht ändern können», sagt Geschäftsführer Jérôme Gilg im Gespräch: Der «Black Friday» habe einen enormen Effekt auf die Kundenfrequenz bei Manor, sowohl in den Geschäften als auch im Onlineshop. «Den Nutzen davon kann man kritisch hinterfragen, aber es machen nun mal alle mit. Insofern ist es unrealistisch, sich davon zu verabschieden.»

Ein Schild vor einer Apotheke macht auf Rabatte zum Anlass des Black Friday aufmerksam, am Freitag, 24. November 2017 in Bern. Black Friday wird in den USA der Freitag nach Thanksgiving genannt, an dem die ersten Weihnachtseinkaeufe getaetigt werden. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

«Black Friday»-Werbung in Bern. Bild: KEYSTONE

Marco Fuhrer von der Beratungsfirma «Fuhrer&Hotz» überrascht diese Haltung nicht. «Alle Händler haben Angst, auf Rabatte zu verzichten, sie befürchten, Kunden zu verlieren.» Doch genau das sei das Problem. «Es ist ein Teufelskreis, aus dem viele nicht mehr rauskommen.» Denn die Kunden würden immer mehr Aktionen erwarten und zu Schnäppchenjägern herangezüchtet. «Sie warten bis zum nächs- ten Aktionstag. Dann wird gehamstert und auf Vorrat gekauft.»

Die Folge: Der Umsatz steigt kurzfristig, doch die Profitabilität sinkt langfristig. Wenn die Rabattschlacht so weitergehe, müssten weitere Geschäfte schliessen, sagt Fuhrer. Insbesondere Rabatte aufs ganze Sortiment seien oftmals Verzweiflungstaten. Die Händler müssten kreativer werden und Aktionspreise zum Beispiel nur den treusten Kunden gewähren oder den Kunden auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Bons verteilen.

Strukturwandel im Detailhandel

«Aber ein kleiner Händler kann bei dieser Rabattschlacht so oder so nicht gewinnen, er muss sich über andere Wege abheben», sagt Fuhrer. Ein Haushaltwarengeschäft könnte zum Beispiel nicht nur Pfannen verkaufen, sondern auch Kochkurse im Shop anbieten und so ein Erlebnis schaffen.

ARCHIVBILD - KREUZLINGEN HAT DEN EINKAUFSTOURISMUS SATT - Autokolonnen warten vor der deutschen Grenze Richtung Konstanz im Stau, am Samstag, 17. Januar 2015 in Kreuzlingen. Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) und dem Fall des Eurokurses nutzen viele Einkaufstouristen die Moeglichkeit, im nahen Ausland Schnaeppchen zu machen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

A traffic jam is pictured Saturday, 17 January 2015, in Kreuzlingen, Switzerland, near to the German border. After the Swiss central bank (SNB) announced on Thursday that it would give up its minimum exchange rate of 1.20 Swiss francs per euro, the euro dropped to its lowest level since November 2003. As consequence, Swiss shopping tourists do some shopping in Germany. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Einkaufstourismus und Online-Handel haben die Welt des Detailhandels drastisch verändert. Bild: KEYSTONE

Manuela Beer, Chefin der Modekette PKZ, sieht einen der Gründe für die Rabatt-Kultur im Strukturwandel. «Der Einkaufstourismus und die neue Onlinekonkurrenz haben viele Händler unter Zugzwang gebracht, vor allem Textilgeschäfte.» Leider hätten einige mit Rabatten überreagiert. Dies führte dazu, dass viele Modegeschäfte in den letzten zwei Jahren verschwunden sind, so wie Schild, Companys, Charles Vögele und OVS.

Zu den Ausverkauf- gesellten sich Liquidationsschilder. Daran hätten sich viele Kunden gewöhnt, sagt Beer. Im mittleren und oberen Preissegment, wo sich PKZ erfolgreich bewege, beobachtet sie aber eine Trendwende: «Während der Euro-Franken-Krise war die Preissensitivität bei fast allen Kunden spürbar, heute zählen Service und Qualität aber wieder mehr.»

«Etwas Blöderes gibt es nicht»

Der langjährige Chef des Lebensmittelhändlers Volg, Ferdinand Hirsig, hat kein Verständnis für übermässige Preisabschläge: «Etwas Blöderes als den ‹Black Friday› gibt es nicht, das ist reine Wertschöpfungsvernichtung.» Kurz vor Weihnachten Rabatte zu gewähren, sei fatal. «Zudem können wir uns bei Volg derart grosse Abschläge gar nicht leisten, dafür sind unsere Margen viel zu dünn.» Volg habe nach wie vor die gleiche Strategie mit wöchentlichen Aktionen auf gewissen Artikeln mit maximal 33 Prozent Rabatt.

Detailhandelsberater Marco Fuhrer weist auf ein weiteres Problem hin, wenn ein Produkt regelmässig mit 50 Prozent oder mehr Abschlag verkauft wird: Die Glaubwürdigkeit. «Der Kunde fragt sich dann, ob er durchs Jahr hindurch abgezockt wird, wenn plötzlich derart grosse Rabatte möglich sind an einzelnen Tagen.» So spricht denn auch der Bundesrat nach wie vor von einer Hochpreisinsel Schweiz. Mittels einer Kartellgesetzrevi- sion will er Parallelimporte künftig vereinfachen, um das Preisniveau hierzulande zu senken. Auch ohne Rabatte.

Neues Gesetz: Frankreich beschränkt Lebensmittel-Rabatte auf maximal 34 Prozent

Seit Anfang Jahr gelten in Frankreich für Supermärkte neue gesetzliche Rabatt-Vorschriften beim Verkauf von Lebensmitteln. Dazu gehört, dass der Preis mindestens zehn Prozent über dem Einstandspreis liegen muss und Rabatte nicht mehr als 34 Prozent betragen dürfen. Zudem dürfen die Händler maximal 25 Prozent ihrer Waren über Aktionspreise bewerben.

Ziel der neuen Vorgaben ist es, die Produzentenpreise für die Bauern zu verbessern und ihren Anteil an der Wertschöpfung zu sichern. Vor einem Jahr war es zutumultartigen Szenen in französischen Supermärkten gekommen, als diese Nutella-Aufstrich mit 70 Prozent Rabatt verkauften.

Der Schweizer Bauerverband sieht für eine ähnliche Regelung hierzulande keinen Bedarf. Dabei sei es auch hierzulande ein Fakt, dass immer weniger des Verkaufspreises zu den Bauernfamilien fliesse. «Das liegt aber weniger daran, dass die Verkaufspreise zu tief sind», sagt eine Verbandssprecherin. Diese seien in der Schweiz in den letzten Jahren sogar leicht gestiegen. Das Problem sei vielmehr die starke Konzentration des Detail- und Zwischenhandels sowie der Verarbeitungsindustrie. Diese führe dazu, dass diese eine enorme Marktmacht hätten. «Sie legen die Verkaufspreise fest und ziehen ihre Margen und Gewinne ab.Die Landwirtschaft erhält, was übrig bleibt.»

Heisst übersetzt: Migros, Coop und Co. profitieren, während die Bauern leiden. Wenn, dann bräuchte es laut dem Verband wettbewerbspolitische Massnahmen und keine Rabatt-Gesetze à la Frankreich. Die Migros hält eine gesetzliche Rabattbeschränkung ebenfalls für unnötig, wenn auch aus anderen Gründen. In der Schweiz sei das Preisniveau generell höher wegen höherer Beschaffungs-, Personal und Werbekosten, sagt ein Sprecher. Dauerhaft könne man preislich nicht mit dem nahen Ausland mithalten. Rabatte seien eine Möglichkeit, um Kunden zumindest zeitweise von günstigen Preisen profitieren zu lassen. Coop will sich auf Anfrage nicht zum französischen Gesetz äussern. (BWE)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Knallerpse 29.04.2019 00:17
    Highlight Highlight Natürlich muss alles im Rabatt sein. Ich zahle doch deine 180 Fr., wenn es andere für 200 statt 220 verkaufen.

    Es herrsche die idiokratie!
  • Don Alejandro 28.04.2019 18:26
    Highlight Highlight Mit dieser ganzen Rabatterei verliert man total die Übersicht der effektiven Preise von Lebens- und Reinigungsmitteln usw. Mitunter wohl gewollt. Preissenkungen werden gross beworben, bei Preiserhöhungen sieht es anders aus.
  • Maese 28.04.2019 13:25
    Highlight Highlight Der grösste Teil solcher Rabatt-Aktionen sind eine Marketingmassnahme. Nicht selten resultiert ein Verlust, aber die Kunden haben das Geschäft/ den Anbieter im Gedächnis und kaufen wieder dort ein.
    Da der Mensch ein Gewohnhetstier ist, können neue Kunden gewonnen/gebunden werden.

    Günstiges einkaufen erreicht man vorallem durch Preisvergleiche und ohne Zeitdruck..
  • AlteSchachtel 28.04.2019 11:23
    Highlight Highlight Wie Robert Reich schon vor mehr als 10 J. im Buch "S uperkapitalismus" festgehalten hat, wird es nicht aufgehen.

    "Wir haben einen Faustischen Pakt geschlossen. Die heutige Wirtschaft kann uns großartige Schnäppchen anbieten, weil sie uns an anderer Stelle abkassiert. Wir können den großen Konzernen die Schuld in die Schuhe schieben, doch wir haben diesen Pakt vor allem mit uns selbst geschlossen."

  • P. Silie 28.04.2019 10:44
    Highlight Highlight Die Expat Community hier hat einen Running Gag: "Die Schweiz sei das einzige Land der Welt in der man seinen 'wöchentlichen' Menu-Plan anhand der Aktionen in den Supermärkten macht, und nicht das kauft/kocht, was man eigentlich gerade wollte."
    • Mova 29.04.2019 13:25
      Highlight Highlight Die Sorte von Expats/Grenzgängern können getrost zuhause bleiben. Das Fünfer/Weggli gibts dort . CH Lohn kassieren aber zuhause konsumieren.
    • P. Silie 29.04.2019 14:42
      Highlight Highlight ..jetzt darf der Expat nicht mal mehr bei 'Aktionen' einkaufen??? :) Vielleicht sollten Sie nochmals nachlesen was ein Expat ist? https://de.wikipedia.org/wiki/Expatriate
  • Digitalrookie 28.04.2019 09:25
    Highlight Highlight Die Frage ist doch die: Geiz ist geil oder aufs Geld schauen müssen. Bei mir ist definitiv letzteres der Fall und als selbständiger Kleinunternehmer mit sinkendem Gewinn und steigenden Fixkosten bin ich inzwischen froh um jede Aktion, besonders im Lebensmittelsektor. Profitieren können in einer neoliberalen Kapitalwirtschaft nur noch die grossen Konzerne, während den Kleinen mehr und mehr das Nachsehen bleibt. Meinen Wocheneinkauf plane ich nach den jeweiligen Angeboten und kaufe dort ein, wo es günstig ist. Nicht etwa weil ich will, sondern schlichtweg weil ich muss.
  • Sophon 28.04.2019 08:53
    Highlight Highlight Alle jammern sie über die teure KK Prämie, aber für ein Auto-Leasing reichts dann doch noch.
    • Duscholux 28.04.2019 10:19
      Highlight Highlight Natürlich! Jeder der jammert leased einen M5!
    • Ich_bin_ich 29.04.2019 09:02
      Highlight Highlight Nicht zwingen einen M5. Aber die Dichte an deutschen Karossen der oberen Klasse ist doch, zumindest visuell, sehr hoch und praktisch jeder unscheinbare Kleinwagen hat ein teureres Unterhaltungssystem verbaut, als bei mir im Wohnzimmer steht...
  • Triumvir 28.04.2019 08:44
    Highlight Highlight Ich kaufe viele teure Artikel gebraucht. Dieser Rabatt ist meistens unschlagbar. Und es verlängert die Lebensdauer eines Produktes. Bei Lebensmitteln achte ich aber lieber auf Bioqualität und nachhaltige Qualität. Den billigen Müll, lasse ich lieber bewusst links liegen...
    • sintho 28.04.2019 11:36
      Highlight Highlight Wenn du auf die Lebensdauer (Ablaufdatum) der Produkte schauen würdest, dann ist dir sicher aufgefallen dass Bio meist wenig lang haltbar ist.
    • sowhat 28.04.2019 12:58
      Highlight Highlight @sintho, es ist auch nicht nötig, dass Tometen drei Wochen haltbar sind. Dies einerseits. Und andererseits wundere ich mich dann doch oft genug, wie lange Biogemü<se sich im Kühlschrank hält.
    • bilmo 28.04.2019 13:11
      Highlight Highlight @sintho schon klar, weil es weniger mit chemie vollgepumpt ist. Dann muss man halt öfters als einmal pro Woche posten gehen wenn man frischen Salat oder Beeren will.
      @Triumvir super stategie, dem geldbeutel und der umwelt zuliebe :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter R. 28.04.2019 08:00
    Highlight Highlight Black Friday und Cyber Monday habe und werde ich nie ausnutzen. Das sind entweder Ware, welche nicht verkauft werden können die extra für diese Aktion angeschaft werden oder die Preise der einzelnen Ware werden zuerst hochangesetzt um dann mit Rabatt (schluessendlich zum ordentlichen Preis) zu verkaufen.
    • henkos 28.04.2019 09:00
      Highlight Highlight Blödsinn. Habe dank Black Friday so manche geplante Anschaffung günstiger bekommen. Und zwar genau die Geräte, welche ich mir vorher herausgesucht hatte.
    • sowhat 28.04.2019 09:57
      Highlight Highlight @ Peter, du bringst da was durcheinander. Die Taktik mit den Schummelpreisen stammt aus der Zeit des "Ausverkaufs" das funktioniert, wenn Aktionen über einen längeren Zeitraum laufen. Bei nur einem Aktionstag funktioniert das eher schlecht. Der Abverkauf lässt sich da nicht so genau vorausplanen, dass man nach dem Tag nicht auf der Ware sitzen bleibt.
    • Demo78 29.04.2019 08:34
      Highlight Highlight Peters Aussage ist wahrer als manche Glauben😉 Ich hab bei solchen Deals auch schon mitgewirkt🙊
  • Fairness 28.04.2019 07:37
    Highlight Highlight Der Boomenden Wirtschaft entsprechende Löhne für alle anstatt nur das Topkader und faire Preise, ohne dass man den Rabatt n nachrennen muss, wären mir einiges lieber.
    • Walter Sahli 28.04.2019 09:39
      Highlight Highlight Mehr Gerechtigkeit im Lohngefüge wurde vom Volk abgelehnt, weil der Vorschlag von der Juso kam und der Staat den Firmen gefälligst keine Lohnvorschriften zu machen habe.
      (Das gleiche Volk hat dann ein paar Monate zugestimmt, dass der Staat den Firmen vorschreibt, wen sie anzustellen haben)
  • Erarehumanumest 28.04.2019 06:52
    Highlight Highlight Kleine Faktenlage: In der Schweiz gibt man im Durchschnitt 7,5% seines verfügbaren Einkommens für Lebensmittel aus, vor einigen Jahren waren es noch 12% - geschweige denn von den Werten im und nach dem 2. Weltkrieg. Konzentriert euch doch bitte auf die wahren Kostentreiber...
    • Schwaflichopf 28.04.2019 11:36
      Highlight Highlight Der liebe Durchschnitt wieder ... Ja wenn einer natürlich zehn Riesen im Monat verdient und dann dauernd die Aktionen im Denner kauft (kenne so Leute, bloss kein Bio- oder CH-fleisch, immer die billigste Importware) dann kommen solche Zahlen als Durchschnitt durchaus hin.
  • Butschina 28.04.2019 02:18
    Highlight Highlight Ich versuche nur das zu kaufen, was ich im Moment brauche. Wenn davon gerade etwas Aktion ist ist es praktisch, solange nicht eine Stückzahl daran gekoppelt ist. Seit ich es so handhabe dünkt mich ich spare eher.
  • Clife 28.04.2019 01:35
    Highlight Highlight Klar schaut man auf Aktionen und dergleichen. Bei den ganzen Rechnungen, die wir zahlen, kann man sich sonst nichts leisten. Lohnerhöhungen kriegen wir nur abgespeckt aber die Rechnungen werden dafür teils umso höher (hust AHV hust). Die meisten Schweizer sind nunmal immernoch mittelständig oder noch tiefer...nur leider wollen das einige Personen/Parteien immernoch nicht wahrhaben und möchten uns sogar den Einkauf im Ausland verbieten...während Sie wohl das Doppelte von dem verdienen, was ich verdiene
  • deedee 28.04.2019 00:18
    Highlight Highlight Gerade im Elektronikhandel sind Rabatte mehr Schein als sein, kleines Beispiel Digitec wirbt gerade für eine Gopro 7 mit 50.- Rabatt also 350.-, kurz mit anderen Shops verglichen und man schnell das es sich dabei um den normalen Durschnittspreis handelt. Gerade Digitec ist in letzter Zeit echt bekannt dafür, einfach mal so tun als wäre das Produkt vorher 30% teurer gewesen, Marketing halt.
    • Peter R. 28.04.2019 09:27
      Highlight Highlight Ein anderes Beispiel ist Elektro Preisig, welche auf Tele Züri jeden Tag Reklame machen und damit Rabatte von 50-70% anpreisen - dort gibt es absolut keine Schnäppchenpreise, es ist reine Anmache.
    • AdiB 28.04.2019 10:38
      Highlight Highlight Sorry @peter. Bin beim scrollen suf ein blitz gekommen. Wenn ich schon kommentiere. Die digitec masche kannte ich von einem ehemaligen mitarbeiter von digitec.
      Aber scheinbar ist die schweiz im elektrohandel immernoch billiger als unsere nachbarn. Von einem deutschen kollegen weiss ich das z.bsp. fernseher fast 1/3 weniger bei uns kosten als in D.
    • andy y 29.04.2019 10:52
      Highlight Highlight Fust ist auch so ein Spezialist diesbezüglich
  • andrew1 27.04.2019 23:36
    Highlight Highlight Normaler tag:149 fr
    Black friday: statt 300 nur 149 fr.
    Dann schaltet bei vielen der verstand aus und sie glauben, dass die ersparnis 151 fr sei. Vieles nur augenwischerei.
    https://images.app.goo.gl/zvPidX5x46PeqZct7
  • fools garden 27.04.2019 22:24
    Highlight Highlight und die Reichen werden reicher, denn sie verkaufen es uns billiger!
  • Stehaufmännchen 27.04.2019 22:20
    Highlight Highlight Sorry, aber als Angestellter im Niedriglohnsektor bin ich heilfroh um jede Aktion. Zuletzt konnte ich mir mein erstes Paar Markenturnschuhe kaufen. Mit 30. Also nur weiter so, oder sorgt für ein anständiges Lohnniveau.
    • Lu-Tze 27.04.2019 22:56
      Highlight Highlight Hmmm. Aso (Marken)Schuhe zum Spotpreis kaufen sorgt sicher nicht für ein höheres Lohnniveau derer, die am und um diese Schuhe arbeiten...
      Ausserdem ist das Argument "ich habe einen tiefen Lohn, also muss ich Billigfleisch, Billiggemüse und Billigkleider kaufen" nur ein Scheinargument. Es ist alles eine Frage der Priorität. Es ist möglich eine 3köpfige Familie mit 3'500 Franken/Monat ausschliesslich mit Bioessen und einer Mischung aus Secondhand und Fairtrade-Kleidern durchzukriegen. Alles eine Frage des Wollens.
    • sunshineZH 27.04.2019 23:14
      Highlight Highlight @Lu-Tze In der Schweiz ja, in der Stadt Nein.
    • Zimbo666 27.04.2019 23:26
      Highlight Highlight Klar 3500 für eine 3 köpfige Familie. 3500-(Miete1300)-(Krankenkasse1000)-(Bioessen200). Bleiben noch 1000.- übrig. Ich glaube jeder Schweizer weiss, was für Kosten noch dazukommen (Sonst. Versicherungen, ÖV/Auto, Ferien, Ausgang, Kleidung, Freizeit, Telefonie/Internet, Möbel etc... Fast schon eine Frechheit zu behaupten, dass es eine Frage des Wollens ist, mit 3500 eine 3köpfige Familie durchzukriegen. Fangt nicht an durchzudrehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 27.04.2019 22:18
    Highlight Highlight Sind wir ehrlich: Die meisten Kunden sind nicht mündig/aufmerksam/fleissig genug um ernsthaft zu profitieren (Impulskäufe).

    Viele der Rabatte entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als Mogelpackungen. Die Prozente und die ursprünglichen Preise sind reine Augenwischerei. Einzig der tatsächliche Preis zählt. Des öfteren werden gerade bei Elektronikartikel abgespeckte (billigere) Versionen angeboten.

    Ausserdem würden die Meisten viel mehr Sparen, wenn sie sich auf die Fixkosten konzentrieren würden: Handyabos, Internet, TV, Versicherungen, Krankenkasse, Bankkontos, Kreditkarten, Miete etc.
    • dä dingsbums 27.04.2019 23:08
      Highlight Highlight Da hast Du recht, die Fixkosten sind zentral.

      Nur schon der Wechsel von Cablecom auf einen lokalen Anbieter machte bei mir über 700.- im Jahr aus. Verzicht auf ein eigenes Auto und dafür Mobility: über 2000.- im Jahr.

      Das spart man mit Aktionen auf Pasta kaum ein.
    • sunshineZH 27.04.2019 23:15
      Highlight Highlight @dä dingsbums Das Sparen mit Mobility geht aber auch nur als wenigfahrer 😀
    • Posersalami 28.04.2019 01:59
      Highlight Highlight Stimmt natürlich. Wenn man etwas Geduld hat kann man aber auch sonst viel sparen. Ich habe mir letzten Jahr nach einem Umzug ein paar neue Möbel gegönnt. Ich hab immer min. 20% Rabatt bekommen und ein paar tausend Franken gespart. Fürs Sofa zB habe ich einfach so lange gewarter, bis Bolia eine Aktionswoche hatte und dann hab ich zugeschlagen.
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