Wirtschaft
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Schweizer Detailhandel leidet, deutsche Discounter legen zu – das aber auf niedrigem Niveau



Im schweizerischen Detailhandel herrscht ein gnadenloser Verdrängungskampf, unter dem vor allem die Anbieter von Non-Food leiden, während der Lebensmittelmarkt stagniert. Insgesamt war 2015 geprägt vom grössten Minus seit 25 Jahren.

Im Schweizer Detailhandel wurden 2015 insgesamt 95.4 Milliarden Franken umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Minus von 2.2 Milliarden oder 2.3 Prozent, sagte Thomas Hochreutener, Direktor Handel beim Marktforscher GfK Schweiz an einer Handelstagung am Dienstag in Zürich.

ARCHIV --- ZUM WACHSENDEN DRUCK AUF DEN SCHWEIZER DETAILHANDEL STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Menschen an der Kasse im deutschen Einkaufszentrum Lago ein, am Samstag, 17. Januar 2015 in Konstanz. Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) und dem Fall des Eurokurses nutzen viele Schweizer Einkaufstouristen die Moeglichkeit, im nahen Ausland Schnaeppchen zu machen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)..

Die Kasse klingelt im Schweizer Detailhandel seltener.
Bild: KEYSTONE

Das Minus im Schweizer Detailhandel geht vor allem zulasten der Anbieter von Non-Food. So senkten beispielsweise die Warenhäuser von Manor oder die Dosenbach-Ochsner-Gruppe die Preise, um ihre Kunden vom Einkauf im Ausland oder im Internet abzuhalten.

Online vs. offline

Im Distanzhandel - so bezeichnen die Marktforscher von GfK zusammengenommen den Online- und den Versandhandel - wurden letztes Jahr mit 7.2 Milliarden Franken 7 Prozent mehr als im Vorjahr umgesetzt.

Hochreutener diagnostiziert, dass dieser Zuwachs zulasten des stationären Handels, also zulasten der Läden geht. «Behaupten werden sich diejenigen Marktteilnehmer, die On- und Offline effizient miteinander verknüpfen», sagte Hochreutener.

Der markante Umsatzrückgang von 2.9 Prozent in den Warenhäusern von Manor ist vor allem dem Einbruch im Bekleidungsmarkt um 5 Prozent geschuldet. Ochsner-Dosenbach, Marktführer im Schuh- und Sportbereich, verlor im letzten Jahr gar 5.8 Prozent Umsatz. Damit büsste die Gruppe ihr Plus von 2014 ein Jahr später komplett wieder ein.

L'enseigne du centre commercial Aldi, magasin de produits a bas prix est photographie ce mardi 6 mai 2008 a Conthey dans le Canton du Valais. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Aldi Suisse erreicht keine zehn Prozent der Umsätze von Migros oder Coop, legt aber zu.
Bild: KEYSTONE

Deutsche Discounter legten zu

Neben diesen Verlierern gab es 2015 aber auch Gewinner: die beiden deutschen Discounter Aldi Suisse und Lidl. Aldi legte letztes Jahr um 2.5 Prozent zu und erreichte einen geschätzten Umsatz von 1.8 Milliarden Franken.

Lidl machte gar einen Umsatzsprung von 9 Prozent auf 870 Millionen Franken. Zusammen halten sie einen Marktanteil von 2.8 Prozent. Marktleader Denner stagnierte bei rund 3 Milliarden Franken Umsatz.

Aldi Suisse auf Rang 5, Lidl auf Platz zwölf

ARCHIV --- ZUM WACHSENDEN DRUCK AUF DEN SCHWEIZER DETAILHANDEL STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- [ACHTUNG REDAKTIONEN: GESTELLTE AUFNAHME] Ein Preisschild fuer Karrotten in einer Filiale von Lidl Schweiz in Frauenfeld im Kanton Thurgau, aufgenommen am 28. Maerz 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Lidl ist ein kleiner Player im Schweizer Detailhandel.
Bild: KEYSTONE

Damit kletterte Lidl auf der Rangliste der Schweizer Detailhändler auf Rang 12. An der Spitze liegen seit Jahren Migros mit einem Detailhandelsumsatz von 14.4 Milliarden Franken (-1.1 Prozent) und Coop mit 13 Milliarden Franken (-1.3 Prozent), gefolgt von der Migros-Tochter Denner, Manor und Aldi Suisse auf Rang 5.

Im laufenden Jahr setzt sich der Verdrängungskampf im Schweizer Detailhandel fort. In den ersten fünf Monaten zeigte sich wieder ein Rückgang um insgesamt 1 Prozent. Im ganzen Jahr 2016 wird der Detailhandelsumsatz um 2 Prozent zurückgehen, prognostizierte Hochreutener.

Wie schon im letzten Jahr wird der Lebensmittelhandel bei einer rosafarbenen Null stagnieren, während Anbieter von Non-Food mit einem Rückgang von 3 bis 4 Prozent zu rechnen haben.

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 23.06.2016 06:55
    Highlight Highlight So wie Migros und Coop vor Jahrzehnten der Schreck der unabhängigen Detailhändler waren, so sind Aldi und Lidl heute die harten Konkurrenten der beiden Kolosse. Ihre Discountpreise sind zum grössten Teil auf ihr Logistik-, Laden- und Sortimentskonzepts zurückzuführen. Ihre diesbezügliche Strategie ist effizient und klar auf die Hauptbedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Migros und Coop haben sich im Lauf der Zeit einen grossen Rucksack an Fixkosten aufgeladen. Die vielen Gross-Einkaufszentren mit ihrer tiefen Flächenproduktivität sind heute ein Klotz am Bein der beiden Grossverteiler.
  • elmono 22.06.2016 17:10
    Highlight Highlight Aldi und Lidl sind eifach der Hammer. 95% sämtlicher Lebensmitteleinkäufe tätige ich da. Nur für exotischere Dinge oder altbewährtes wird auf die Migros zurückgegriffen. Für mich ist das begrenzte Sortiment im Vergleich zur Migros fast eine Wohltat - im Migros bin ich vom riesen Angebot fast schon eingeschüchtert😂😂😂😂

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