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epa04487657 (FILE) A file picture dated 20 November 2003 shows the P-26 platform of Brazilian petroleum company Petobras, anchored 175 km from the shores of Rio de Janeiro, Brazil, where one hundred thousand oil barrels are extracted per day. According to reports on 13 November 2014, Petrobras reports the production of domestic crude oil has hit an all-time high of 2,126.4 Million Barrels per Day.  EPA/MARCELO SAYAO

Der Ölgigant Petrobras steht in der Kritik. Bild: MARCELO SAYAO/EPA/KEYSTONE

Bundesanwaltschaft ermittelt

Floss beim Petrobras-Korruptionsskandal dreckiges Geld in die Schweiz?

Der Korruptionsskandal um den staatlich kontrollierten brasilianischen Ölkonzern Petrobras zieht seine Kreise in die Schweiz. Die Bundesanwaltschaft (BA) hat im April eine Strafuntersuchung wegen Geldwäscherei eröffnet.



Sie bestätigte am Mittwoch einen Artikel des Internetportals NZZ online. Die Strafuntersuchung stütze sich auf eine Mitteilung der Meldestelle für Geldwäscherei, teilte BA-Sprecherin Jeannette Balmer mit. Im Rahmen dieser Untersuchung habe ihre Behörde in Brasilien um Rechtshilfe ersucht.

Den Informationen gemäss läuft das Verfahren seit dem 1. April. «Mit Rücksicht auf die andauernden Untersuchungen» machte die Bundesanwaltschaft keine weiteren Angaben etwa zu den betroffenen Personen oder Vermögenswerten.

Am vergangenen Freitag durchsuchte die brasilianische Bundespolizei mehrere Firmensitze und verhaftete rund zwanzig Verdächtige. Unter ihnen sind mehrere Chefs und Topmanager grosser Baukonzerne.

Illegale Kartelle 

Die Firmen sollen illegale Kartelle gebildet und Millionen-Schmiergelder für Petrobras-Aufträge gezahlt haben. Das Schmiergeld soll zum Teil auch an Parteien, darunter die Arbeiterpartei von Präsidentin Dilma Rousseff, geflossen sein. Die Behörden liessen 720 Mio. Reais (270 Mio. Franken) sperren.

In der Bevölkerung regt sich wegen des Skandals Unmut. In São Paulo etwa gingen am Wochenende Tausende Menschen aus Protest gegen die Regierung auf die Strasse. Auf Plakaten warfen sie der regierenden Arbeiterpartei Korruption vor. Sie forderten die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen die Staatschefin.

Wegen der Korruptionsermittlungen hat der Ölriese die Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen verschoben. Brasilianische Ermittler sind bereits seit Monaten mit der Aufklärung des riesigen Korruptionsfalls befasst. (pma/sda)

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