Schweiz
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ZUR MELDUNG, DASS DIE WETTBEWERBSKOMMISSION (WEKO) DAS TELEKOMMUNIKATIONSUNTERNEHMEN SWISSCOM MIT 71.8 MILLIONEN FRANKEN BUESST, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG 24. MAI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. GEMAESS DER WEKO HABE SWISSCOM IN MEHRFACHER HINSICHT EINE MARKTBEHERRSCHUNG IM BEREICH PAY-TV MISSBRAUCHT.  – Die Schatten von Journalisten bewegen sich an der Bilanzmedienkonferenz der Swisscom am Donnerstag, 5. Februar 2015, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Gemäss der Weko habe Swisscom in mehrfacher Hinsicht eine Marktbeherrschung im Bereich Pay-TV missbraucht.  Bild: KEYSTONE

Exklusive Pay-TV-Rechte missbraucht: Swisscom muss Riesen-Busse von 72 Millionen Franken zahlen



De Wettbewerbskommission (Weko) büsst die Swisscom mit 71.8 Millionen Franken. Die Swisscom hat nach Ansicht der Weko ihre marktbeherrschende Stellung bei der Live-Übertragung von Schweizer Fussball- und Eishockeyspielen im Pay-TV missbraucht.

Die Swisscom sei mit ihren Tochtergesellschaften CT Cinetrade AG und Teleclub AG bei der Live-Übertragung von Spielen der Schweizer Fussball- und Eishockeymeisterschaft im Pay-TV marktbeherrschend, teilte die Weko am Dienstag mit. Dasselbe gelte für gewisse ausländische Fussballmeisterschaften.

Konkurrenz-Angebote verweigert

Diese Marktbeherrschung hat die Swisscom nach Ansicht der Weko «in mehrfacher Hinsicht missbraucht». Die Swisscom habe einigen Konkurrenten jegliches Angebot für die Ausstrahlung von Live-Sport auf deren Plattform verweigert, schreibt die Weko. Anderen Konkurrenten wie beispielsweise Cablecom habe Swisscom nur Zugang zu einem reduzierten Sportangebot gewährt.

Die Swisscom-Tochter Cinetrade hält langfristige und umfassende Exklusivrechte für die Übertragung von Sportinhalten im Schweizer Pay-TV, wie die Weko schreibt. Der Entscheid der Weko kann an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.

Swisscom weist Vorwürfe zurück

Die Swisscom will den Entscheid nicht akzeptieren, wie sie am Dienstag mitteilte. Sie weist die Vorwürfe zurück. Swisscom und Cinetrade seien überzeugt, sich beim Vermarkten von Sportinhalten rechtmässig zu verhalten.

Die nun vorliegende Verfügung werde die Swisscom detailliert prüfen. Angesichts der sehr hohen Busse und des Grundsatzcharakters des Entscheids werde er an das Bundesverwaltungsgericht und falls nötig an das Bundesgericht weitergezogen, wie die Swisscom ankündigte.

Konkurrentin UPC Cablecom begrüsste die Busse der Weko hingegen. Die Weko habe die von UPC Cablecom stets vertretene Ansicht bestätigt, wonach Swisscom «seit Jahren eine illegale Verbreitungspraxis von Sportprogrammen anwendet». Auch Suissedigital, der Wirtschaftsverband der Schweizer Kommunikationsnetze, begrüsste den Entscheid der Weko. (egg/sda)

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