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Die Zukunft? Ein 24-Stunden-Shop. bild: unsplash

Bald kommt das 24-Stunden-Shopping – doch davon sind nicht alle begeistert

Neue Studie: Geht es nach Migros, Valora und Co. gehört 24-Stunden-Geschäften die Zukunft – doch es gibt Hindernisse.

Benjamin Weinmann / ch media



US-Sänger Bill Haley forderte 1954 in seinem Song: Rock around the clock! Müssten die Schweizer Detailhändler heute zu einem Lied anstimmen, sie sängen wohl «Shop around the clock!» Denn das Shopping rund um die Uhr gilt bei den Betreibern von Bahnhof- und Tankstellenshops als grösster Wachstumsmotor in den kommenden Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Fuhrer&Hotz.

Die Resultate, die kommende Woche einem Fachpublikum vorgestellt werden, liegen dieser Zeitung bereits vor. Rund 100 ranghohe Marktvertreter wurden dabei gefragt, welche Geschäftsformate in den nächsten zwei Jahren umsatzmässig am stärksten zulegen werden.

Am meisten Stimmen erhielten die 24-Stunden-Shops. Dahinter folgen die Bahnhofgeschäfte, Take-away-Filialen und Tankstellenshops – also jene Formate, die schon in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark wuchsen. 2018 setzten die Convenience-Shops laut dem Marktforscher GFK 9 Milliarden Franken um.

Erste Gehversuche in Zürich

Nonstop-Öffnungszeiten bedeuten aus rechtlicher Sicht, dass die meisten Geschäfte nachts ohne Personal auskommen müssten. Tatsächlich haben bereits erste Gehversuche in Anlehnung an die «Amazon Go»-Shops in den USA stattgefunden. Die Kioskbetreiberin Valora stellte im April einige Wochen lang eine «Avec Box» in den Zürcher Hauptbahnhof, die ständig offen war – zumindest für Kunden mit einer Avec-App.

Valora erhält von SBB Zuschlag für 262 Kiosk-Standorte. (Archiv)

Die «Avec Box» im Zürcher Hauptbahnhof. Bild: KEYSTONE

Mit dieser erhielten sie Zutritt in die unbemannte Filiale. Mit der App scannten die Kunden ihre Sandwiches und Getränke gleich selbst. Die Bezahlung wurde über die hinterlegte Kreditkarte abgewickelt. Am Bahnhof Wetzikon ZH soll bald ein erster fixer Standort entstehen. Noch läuft laut einem Valora-Sprecher aber das Baugenehmigungsverfahren.

Vergangene Woche gab die Migros-Tochter Migrolino bekannt, an einer 24 Stunden lang geöffneten Self-Service-Filiale im Mini-Format zu tüfteln. Ein Startdatum will Migrolino-Chef Markus Laenzlinger noch nicht nennen. «Die Technik muss für die Kunden so einfach wie möglich sein, sonst haben solche Konzepte keine Chance.»

Zwar seien gewisse Kunden diesen neuartigen Formaten gegenüber kritisch eingestellt, so wie auch schon bei der Einführung des Bancomats, des Selbsttankens oder der SBB-Ticketautomaten, sagt Laenzlinger. «Die jüngere Generation hat weniger Berührungsängste.» Es sei nicht das Ziel, das Arbeitsgesetz zu umgehen oder Stellen abzubauen.

Vielmehr gehe es darum, ein Bedürfnis der Kundschaft zu befriedigen, auch ausserhalb der heutigen Öffnungszeiten einkaufen zu können. Zudem sei das Potenzial auf pendlerstarke Standorte in grösseren Städten beschränkt, insbesondere in Bahnhofnähe. «Es wird nicht auf jedem Feld und in jedem Tal ein 24-Stunden-Shop stehen. Das würde sich nicht rechnen.»

In Asien sei dies anders. «Dort gibt es zahlreiche 24-Stunden Shops, die für viele Menschen quasi der outgesourcte Kühlschrank sind. Denn viele haben in ihren kleinen Wohnungen gar keine Küche», sagt Laenzlinger.

Kommt hinzu, dass in Asien der Datenschutz deutlich lascher gehandhabt wird und sich die techaffinen Kunden nicht daran stören, dass sie über ihr Handy von den Shops auf Schritt und Tritt verfolgt werden.

Während Migros und Valora ihre Karten ansatzweise offenlegen, sagen Coop, Volg und Spar, dass man aktuell keine derartigen Pläne hege, die Entwicklung aber genau verfolge. Marco Fuhrer vom Beratungsunternehmen Fuhrer&Hotz schätzt, dass in den nächsten fünf Jahren 100 Standorte möglich sind für 24-Stunden-Shops.

Die Salat- und Fruechtetheke fuer den Take-Away im COOP Pronto Tankstellenshop in Zuerich-Seebach, aufgenommen am 12. Oktober 2007. Eine Angestellte nimmt aus einer Kiste Flaschen und fuellt die Regale auf. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

The salad and fruits bar for take-away in the COOP Pronto gas station shop in Zurich-Seebach, Switzerland, pictured on October 12, 2007. An employee takes bottles out of a box and restocks the beverages shelves. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

24 Stunden lang einkaufen: In den nächsten fünf Jahren soll dies an 100 Standorten in der Schweiz gemäss Schätzungen möglich sein. Bild: KEYSTONE

Die Gewerkschaft Unia steht einem solchen Ausbau kritisch gegenüber: «Wir befürchten den Verlust von noch mehr Arbeitsplätzen im Detailhandel, prekäre Arbeitsbedingungen sowie flexiblere und fragmentierte Arbeitszeiten. Ein paar Stunden am Morgen, ein paar Stunden am Abend, das alles in tiefen Pensen», sagt eine Sprecherin. Das sei stressig für das Personal und reiche nicht zum Leben.

GAV gilt nicht für alle

Für die Tankstellenshops hat die Unia 2015 einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit der Branche ausgehandelt, der 13 000 Angestellte einschliesst. Er garantiert Mindestlöhne, einen 13. Monatslohn und Lohnzuschläge für Sonntagsarbeit. Für das Tessin gilt der GAV allerdings nicht, was die Unia ändern möchte. Zudem stört sich die Gewerkschaft daran, dass Coop-Pronto- oder Migrolino-Filialen, die nicht zu Tankstellen gehören, dem GAV nicht unterliegen, obwohl beide Konzerne einen eigenen GAV haben.

Das Arbeitsgesetz regelt die Arbeits- und Ruhezeiten, nicht aber die Ladenöffnungszeiten. Nachtarbeit ist verboten, ausser sie ist unentbehrlich. Sonntags und nachts dürfen nur jene Tankstellenshops Angestellte beschäftigen, die auf Autobahnraststätten und an grossen Verkehrsachsen liegen. Das Angebot muss auf Reisende ausgerichtet sein. Heute gibt es nur eine Handvoll Shops, die von der 24-Stunden-Regel Gebrauch machen. «Mit ein Grund sind die hohen Personalkosten», sagt ein Branchenvertreter.

Das könnte sich in Zukunft ändern. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hugeyun 23.06.2019 22:47
    Highlight Highlight Gibt es doch in Spanien schonzuhauf oder ähnlich in Berlin mit den Spätis (Spätkauf).
    Das Personal muss das eben mitmachen..
    • atomschlaf 24.06.2019 11:53
      Highlight Highlight Gibt es auch in der Schweiz, zumindest in Zürich.
      Müssen einfach Familienbetriebe ohne externe Angestellte sein. (bzw. letztere dürfen nachts nicht arbeiten)
  • Dani B. 23.06.2019 18:51
    Highlight Highlight Früher gabs am HB-Züri die riesigen Verkaufsautomaten der AVAG. Ganz ohne App! --- Ein alter Markt neu entdeckt. Die Investitionen werden sich für die meisten nicht auszahlen, aber wenn es die Konkurrenz auch macht...
  • Barracuda 23.06.2019 17:55
    Highlight Highlight Jaja, jeder ist sich selbst der Nächste. Klar fänden das einige geil, solange andere die Drecksarbeit für ihren Lifestyle machen. Es soll mir keiner hier kommen mit irgendwelchen lächerlichen Märchen, dass er/sie nicht an seine Lebensmittel kommt, zumal die Möglichkeiten heute um ein x-faches besser sind als noch vor 20 Jahren! Nur weil einige zu blöd zum planen sind, sollen andere leiden? Schon mal was von Organisation oder Kühlschrank gehört?
  • Mimimimi 23.06.2019 14:36
    Highlight Highlight Kunden: möchten immer einkaufen.
    Politik: das geht nicht, das arme personal!
    Markt: macht läden ohne personal.

    Congratulations, you played yourself!
  • instantly 23.06.2019 12:34
    Highlight Highlight Wer schon mal in einem Amazon Go Shop war weiss, dass diese Läden zwar weniger Personal aber kürzere Öffnungszeiten als die im Artikel erwähnten Shops haben. Intelligente automatisierung mit Personal kann mit vertretbaren Öffnungszeiten einhergehen - dieses Beispiel können wir aus u. a. aus San Francisco gerne übernehmen.
  • Zinni 23.06.2019 12:21
    Highlight Highlight Chronobiologie... Der mensch ist nicht für schichtarbeiten, dazu noch in diesem ausmass, gemacht. Das macht einen kaputt. Kann ich selbst ein liedchen singen als ich noch beim flughafen zh angestellt war. Soziale isolation, vitaminmangel, biologischer chronus aus dem gleichgewicht, depression usw. Dazu noch die miese bezahlung und der umgang mit dem verkaufspersonal.

    Nie im leben würde ich als angestellter in einem shop arbeiten wollen. Soll's doch mal die chefetage 2-3 jahre lang vor machen, die den hals nicht voll kriegt.

    Definitiv NEIN dazu von mir. Wir leben nur einmal.
  • tempolibero 23.06.2019 12:02
    Highlight Highlight 24h? Ich wäre mit einer Verlängerung bis 23.00/24.00 zufrieden. An 7 Tagen in der Woche. Es ist einfach nur nervend um 8 Uhr, nach dem Nachhausekommen abends, nur noch in Tankstellenshops teuer einkaufen zu können. Da geht den Grossverteilern ein riesiger Umsatz verloren. Ebenso geschlossene Läden am Sonntag sind nicht mehr zeitgemäss. Das Argument des Wocheneinkaufs ist abstrakt; ich möchte frei sein, meine Entscheidung am Wochentag selber zu treffen, was ich kaufen möchte und plane nicht meine ganze Woche durch, was ich wann essen werde. Dazu: hallo Food waste
    • lily.mcbean 23.06.2019 13:04
      Highlight Highlight Und wie sollen da kleine KMU wie beispielsweise meine kleine Metzg ( 2 Mitarbeiter) damit konkurieren? Wir können und wollen nicht 7 Tage die Woche offen haben, von 7 Uhr morgens bis 8Uhr abends- und wehe wir haben die Frechheit auch über mittag zu schliessen damit wir etwas essen können! Eine Frechheit!

      Die Grosskonzerne haben schon genug von den kleinen Geschäften eingestampft. Wenn so was durchkommt geht auch der Rest den Bach ab, und für mich persönlich- die grosse Ketten meidet wo es nur geht - wäre es echt sch*** wenn ich keine Alternativen mehr hätte.
    • Zinni 23.06.2019 13:19
      Highlight Highlight Dann arbeite eben nicht immer bis 20:00 uhr oder geh morgens einkaufen. Kann ja nicht sein, dass alle anderen wegen leuten, wie dir, in vielen formen leiden müssen. Zudem haben grössere shops von z.b. coop und migros sogar bis 21:00 uhr geöffnet. Und sonst lern doch mal zu planen, wie alle anderen auch. Dann hättest du sogar mehr freizeit.
    • Garp 23.06.2019 13:49
      Highlight Highlight Damit Du Freiheit hast, sollen andere bis Mitternacht arbeiten und auch am Sonntag?

      Du bist nicht der Bauchnabel der Welt. Was ist das für eine Vorstellung von Freiheit, die andere einschränkt?

      Lass Dir was einfallen, bitte Deinen Chef einen Kühlschrank einzurichten oder entwickle Initiative, mit andern zusammen, selber einen anzuschaffen. dann kannst du in der Mittagspause einkaufen usw. . Lass Dir was einfallen, organisiere Dich.
  • Rupert The Bear 23.06.2019 11:48
    Highlight Highlight Nun ja, für Familien entstehen dank der Nacht- und Sonntagszuschläge auch Vorteile. Ein Elternteil ist zuhause, daher muss keine teure Kita bezahlt werden und mit dem Zuschuss können sich finanzschwache Familien auch mal was gönnen.
    • Garp 23.06.2019 12:31
      Highlight Highlight Glaub ja nicht die Sonntags- und Nachtzulagen werden so auf lange Sicht erhalten bleiben.

      Gemeinsame Familienzeit wird unterschätzt. Auch für eine Paarbeziehung ist es nicht unbedingt von Vorteil, wenn man sich immer nur die Klinke in die Hand drückt.
    • Rupert The Bear 23.06.2019 13:18
      Highlight Highlight was du glaubst ist leider arbeitsrechtlich irrelevant.
    • Garp 23.06.2019 13:30
      Highlight Highlight Wieso sollen Finanzschwache denn die erwiesenermassen schädliche Nachtarbeit leisten?

      Ich bin für Kitas für alle finanzierbar, damit beide arbeiten können. Im Herbst sind Wahlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 23.06.2019 11:06
    Highlight Highlight Wenn ein Bedürfnis besteht, wird es bald auch Läden mit Bedienung geben, die 24h offen sind. Immer mehr Leute müssen Schicht arbeiten, immer mehr am WE arbeiten. Sieht man ja heute schon auf Baustellen, die am Samstag arbeiten, bei der Gartenpflege arbeiten die auch schon oft Samstags.

    Gemeinsame Familienzeit ist wichtig, da gab es mal eine Studie aus den USA.

    Wir müssen aufpassen, opfern wir nicht für den Konsum immer mehr Arbeiterrechte.

    Meine Eltern mussten noch für die 5 Tage Woche kämpfen, das ist noch nicht so lange her.
  • Troxi 23.06.2019 11:00
    Highlight Highlight Und vor nicht langer Zeit sagten die Luzerner 2 mal kurz hintereinander 12/13 Nein zu längeren Öffnungszeiten und es wird schon wieder daran herumgebastelt. Es werden sich vor allem die kleinen Läden und Gewerkschaften dagegen wehren, wie auch damals im Kanton Luzern.
    • El Vals del Obrero 23.06.2019 12:42
      Highlight Highlight Dito in Basel. Etwa dreimal innert etwa 10 Jahren.

      Natürlich darf man von der Demokratie her etwas nach einiger Zeit erneut versuchen. Man könnte es aber auch als "Zwängerei" auffassen.
  • Evan 23.06.2019 10:37
    Highlight Highlight Unnötig und eine grosse Belastung für die Mitarbeiter.
  • ChiliForever 23.06.2019 10:30
    Highlight Highlight "In Asien sei dies anders."

    Hm, ja... und die Arbeitsrechte-und Menschenrechtesituationen Asiens wollen wir hier auch gleich haben, nicht wahr???
  • TitanCrNi 23.06.2019 10:26
    Highlight Highlight Es braucht doch nachts keine Verkäufer in den Shops. Siehe Amazon Go... Sicherheitspersonal und gut ist. Verstehe das Problem nicht.
  • El Vals del Obrero 23.06.2019 10:12
    Highlight Highlight Müssen wir wirklich immer unbedingt jeden Seich aus den USA übernehmen?
    • mountaineer 23.06.2019 10:29
      Highlight Highlight Wieso Seich?
  • Str ant (Darkling) 23.06.2019 09:48
    Highlight Highlight Es gibt eine grosse Anzahl an Personen die bereits jetzt schon am Sonntag und auch nach 20:00 arbeiten.

    Oder wer bedient und kocht in Restaurants am Wochenende?

    Die Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser, Pflegepersonal, Zeitungsalsträger, um ein paar sparten zu nennen, arbeiten alle Nachts/Frühmorgens aber das ist egal nicht wahr!
  • Str ant (Darkling) 23.06.2019 09:42
    Highlight Highlight Wenn die Gewerkschaften die Scheuklappen abnehmen würden, und stattdessen in die Zukunft blicken.

    Würden sie ihr in Gewicht in die Waagschale werfen das der Arbeitgeber ab 22:00 Nachttarif bezahlen muss!
  • 7immi 23.06.2019 09:42
    Highlight Highlight Wenn man jeweils sieht, wie am Sonntag am Flughafen 10 Tiefkühlpizzen für den Vorrat gekauft werden (kann man ja nicht sonst mal zu normalen Zeiten kaufen), frage ich mich schon, wie sinnvoll es ist, zur Planung unfähigen Leuten den 24h Einkauf zu ermöglichen. Mehr gekauft wird ja nicht. Dank der freien Marktwirtschaft wird das wohl schnell wieder beerdigt sein. Denn lohnen wird sich das nicht.
    • You will not be able to use your remote control. 23.06.2019 15:33
      Highlight Highlight > zur Planung unfähigen Leuten

      Schreibt er am Sonntag um 09:42.

      Du musst das nicht verstehen und auch nicht gutheissen oder sinnvoll finden, aber akzeptieren, dass es Leute gibt, die Werktags bis Ladenschluss nicht in einem Laden auftauchen können und darum gezwungen sind an ihrem freien Tag am Flughafen/Bahnhof den 'Wocheneinkauf' zu machen.
    • 7immi 23.06.2019 16:57
      Highlight Highlight @you will...
      ja, korrekt, schrieb ich um 09:42 an einem Sonntag, und?

      Nun, das ist so, dann gibts aber immernoch den Samstag und somit keinen Grund, am Sonntag einen Grosseinkauf von lagerfähigen Artikeln (Tiefkühlpizza) einzukaufen. Ausserdem können Leute mit unregelmässigen Arbeitszeiten - zumindest in meinem Umfeld - gut planen.
      Ich wette mit dir, dass die Mehrheit der Sonntagseinkäufer einen 08-15 Job hat.
    • You will not be able to use your remote control. 23.06.2019 17:48
      Highlight Highlight Vergiss es, du kannst mir meine (schlechte) Planung nicht flicken. Am Samstag schliessen die Läden schon um 16 Uhr.

      Ich verstehe nicht, wie man am Sonntag um 09:42 wach sein kann. Aber da das für dich stimmt, würde ich nie etwas dagegen sagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • satyros 23.06.2019 09:38
    Highlight Highlight Ich möchte die Leute, die jetzt finden, Nachtarbeit sei doch kein Problem, dann sehen, wenn ihr Chef auch findet, dass es ein Kundenbedürfnis dafür gebe, dass sie ihre Arbeit Nachts erledigten. Wieso bin ich an Bürozeiten gebunden, wenn ich eine Versicherung abschliessen möchte? Das muss doch auch Sonntag Morgens um drei gehen. Dafür hat man dann am Montag zwischen 14 und 17 Uhr frei. Ist doch super!
    Wieso auf der Baustelle neben meiner Wohnung nur zwischen Montag und Freitag tagsüber gearbeitet wird, ist mir auch ein Rätsel. Wäre doch viel besser, das würde im 24-Stunden-Betrieb gemacht.
    • Pisti 23.06.2019 11:16
      Highlight Highlight Satyros offensichtlich lebst du fernab jeglicher Realität. Es gibt dutzende Jobs die Nachts durchgeführt werden, vor allem auch auf dem Bau. (Strassenbau, Gleisbau) Ich habe eine leitende Position in einer FM-Bude mit vielen Aufträgen die Nachts durchgeführt wrden müssen. Die Einsätze sind sehr begehrt bei den Mitarbeitern weil es noch einen Nachtzuschlag gibt. Das macht schnell ein paar hundert Franken mehr im Monat.


  • Avenarius 23.06.2019 09:33
    Highlight Highlight Ich sehe keinen Sinn, noch mehr kaufen zu können/wollen, was ich nicht brauche. Die Läden, mit Menschen, haben eh schon genug lange offen. Und in Sachen Klima, weil das meiste dann ja temperiert sein muss, ist auch völlig daneben. Ich kaufe dort, wo fleissige ArbeiterInnen sind.
    Wir brauchen das nicht - wir haben sooo viele Einkaufsmöglichkeiten plus Internet 24/7. Schauen wir zu den Menschen und nicht den Kästen.
  • Grohenloh 23.06.2019 09:25
    Highlight Highlight Ich bin für völlige Liberalisierung der Öffnungszeiten und dafür ein griffiges Arbeitsgesetz:
    Lohn oder Arbeitszeitgutschrift ab 20 Uhr plus 20%, ab 22 plus 50%, ab 24 bis 6 Uhr plus 100%. Sa plus 50%, So plus 100%. Für jeden und in allen Branchen.
    Dann löst sich das Problem von alleine. Wenn man in der Nacht/ am WE arbeiten kann/ will verdient man richtig Geld oder kann die Wochenarbeitsz. für den regulären Lohn in 20 - 30 Stunden machen.
    Und die Konsumenten zahlen für Produkte, die Nachtarbeit erfordert mehr. Dünkt mich logisch.
    Keine Behörden, die Produktepaletten checken. Schlanke Lösung.
    • POZ 23.06.2019 12:10
      Highlight Highlight Sehr guter Ansatz!
  • infomann 23.06.2019 09:16
    Highlight Highlight Schon komisch, wenn ich online einkaufe, wenn eine Postfiliale zugeht, auch bei Selbstbefriedigungakassen dann jammern alle. Die Arbeitsplätze und noch die Arbeitsplätze, hier entstehen Arbeitsplätze jetzt ist es auch wieder nicht recht.
    • TactixX 23.06.2019 10:13
      Highlight Highlight Selbstbefriedigungskassen? 🤔
      Und nein, ist nicht recht. Aus Gründen.
    • äti 23.06.2019 11:43
      Highlight Highlight .. wieso entstehen Arbeitsplätze wenn alles vollautomatisch geht?
  • Phrosch 23.06.2019 09:07
    Highlight Highlight Man könnte ja allenfalls darüber reden, wenn vereinzelte Läden etwas länger geöffnet sein dürften. Aber wer will nach Mitternacht seine Wocheneinkäufe machen, weil er sonst dazu keine Gelegenheit hat?
    Da wird der Kuchen einfach rund um die Uhr verteilt statt am Tag. Und falls tatsächlich mehr verkauft wird würde, dürfte sich die Verschwendung von Lebensmitteln noch verschärfen. Denn mehr essen können wir ja kaum.
  • Ribosom 23.06.2019 08:59
    Highlight Highlight Bevor Läden 24h offen sind, sollten die Öffnungszeiten mal angepasst werden.
    Ladenöffnungszeiten von 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr, sorry, da muss ich auch arbeiten. Und wenn an dem einen Abendverkauf Feiertag ist, muss ich samstags einkaufen. Ja vielen Dank, am Samstag ist die Hölle los!
    Ich wünsche mir einen zweiten Abendverkauf. 24h muss von mir aus nicht sein, nur offen bis 21.00 Uhr, einfach zwei mal statt einmal die Woche.
    • dmark 23.06.2019 12:32
      Highlight Highlight Das hast du in Deutschland. Oftmals 8 - 22h.
      Gerade wenn es im Sommer heiss ist, dann gehe ich auch gerne mal um 21h einkaufen und habe noch ne Stunde Zeit.

      24h einkaufen braucht es nicht.
    • Asho 23.06.2019 13:54
      Highlight Highlight Das hast du auch in Zürich, da jeder Kanton eigene Gesetze hinsichtlich der Öffnungszeiten macht. Meine zwei Quartier-Coops haben MO-SA bis 21.00h bzw. 22.00h geöffnet. In der Agglo haben auch alle grösseren Coop/Migros bis 20.00h oder 21.00h geöffnet.
  • Sveniboy 23.06.2019 08:36
    Highlight Highlight Oh Kinder, drei Uhr morgens. 🦀🍔

    Play Icon
  • rburri68 23.06.2019 08:31
    Highlight Highlight Ich bin absolut dafür, die Öffnungszeiten zu liberalisieren. Gleichzeitig muss aber der Arbeitnehmer deutlich mehr für diese Zeit geschützt und entschädigt werden. Das Bedürfnis ist sicher ja, zumindest für Lebensmittelhändler am Sonntag. Wenn ich jeweils sehe, wie in Bern das Bahnhof-Migros und Coop am Sonntag aus allen Näten platz.
    • zombie woof 23.06.2019 09:10
      Highlight Highlight Und du bist auch bereit, mehr zu bezahlen, oder?
    • orso129 23.06.2019 10:20
      Highlight Highlight ... ein Arbeitnehmerschutz...sorry... bleibt Wunschdenken...
    • rburri68 23.06.2019 12:21
      Highlight Highlight Warum sollte ich mehr bezahlen? Hast du einmal den Umsatz und Gewinn der Detailhändler angesehen? Wenn ich am Sonntag in ein BHF-Migros gehe, bezahle ich übrigens auch nicht mehr. Und wenn ein Geschäft am Sonntag nicht rentiert, werden sie es auch nicht öffnen. Ich denke ein besserer Schutz als Bedingung für Sonntagsarbeit ist nicht sooo unrealistisch. 24h finde ich OK für kleine Convenient Shops a la 7-11. mehr brauchts wohl nicht. Übrigens: In Bern haben z.B. McDo und Kebab am Wochenende auch 24h offen. Warum ist es dort OK, aber in Detailhandel nicht?
  • Posersalami 23.06.2019 08:31
    Highlight Highlight Wer reist denn um 3 Uhr in der Früh irgendwohin? Vor allem an Bahnhöfen, wenn gar kein Zug mehr fährt.

    Ich sehe das irgendwie nicht und glaube, dass die 24h Shops ein U-Boot sind um die normalen Supermärkte möglichst ohne Personal betreiben zu können.
    • amazonas queen 23.06.2019 10:12
      Highlight Highlight Da du dich vermutlich Wirklichkeit fragst: Stichwort Geschäftsreise. Solche Stunts habe ich selbst auch schon hingelegt. Teils auch unfreiwillig, weil ein Anschluss nicht tat. Dann auch mal um 2 Uhr noch ein Hotel...
    • Posersalami 23.06.2019 14:41
      Highlight Highlight Ein Hotel ist kein 24h Shop..
  • Freilos 23.06.2019 08:29
    Highlight Highlight und wenn die Geschäfte dann auswerten um welche Zeit sie wieviel Umsatz machen werden die Öffnungszeiten sehr schnell wieder gekürzt.
  • ninolino 23.06.2019 08:22
    Highlight Highlight Das sind keine Läden, sondern begehbare Selecta-Automaten.
  • Trasher2 23.06.2019 08:18
    Highlight Highlight Das ist weder ein Bedürfnis noch ist da Wachstum möglich.

    Wir können nicht mehr Lebensmittel konsumieren, als wir bereits jetzt einkaufen. Alles, dass mehr gekauft wird, führt wohl nur zu mehr Foodwaste.

    Zudem werden die, welche die Jobs in der Nacht übernehmen müssen wohl nicht wirklich viel mehr verdienen.
    • mountaineer 23.06.2019 09:08
      Highlight Highlight Das Schöne an einer freien Marktwirtschaft ist bzw. wäre, dass die Marktteilnehmer, d.h. in diesem Fall Ladenbetreiber und Konsumenten frei herausfinden können, ob ein Bedürfnis besteht oder nicht.
      Da braucht es keinen aussenstehenden Dritten, der definiert, ob ein Bedürfnis besteht oder nicht.
      Wenn ein solches besteht, wird der Laden 24h öffnen. Wenn nicht, dann wird er bald wieder die Nacht über schliessen. Oder er unterscheidet nach Wochentag. Was halt passt. Es wäre so einfach.
    • salamandre 23.06.2019 11:41
      Highlight Highlight Ich wünsch Dir so nen 24h Shop vor deinem Schlafzimmerfenster, vielleicht dürfte auch gleich noch der Schreiner vis a vis seine Produktion ankurbeln weil er tagsüber lieber in der Badi liegt.
    • trio 23.06.2019 12:30
      Highlight Highlight @mountaineer
      Gebe dir grundsätzlich recht, allerdings dürfen nicht die Angestellten den Preis dafür bezahlen.
  • Booker 23.06.2019 08:16
    Highlight Highlight In Asien ist das auch kein Problem mit Arbeitsgesetz etc. Die Läden uns Shoppingcenter haben eh alle bis 21/22 Uhr offen - egal ob Dienstag oder Sonntag/Feiertag. Dazu kommen die vielen kleinen Läden wie SevenEleven die eh 24h offen haben. Es gibt auch bei uns Leute die gerne Nachts arbeiten und tagsüber frei haben.
    • FrancoL 23.06.2019 08:56
      Highlight Highlight Ja weil sie nie schlafen. Wenn ich sehe wie es Bäcker schwer haben ihre Mitarbeiter zu finden, dann ist es wohl nicht weit her mit diesen vielen Leuten oder es gibt eine grosse Rotation, die wiederum für das Geschäft und die Kunden nicht von Vorteil ist.
    • zombie woof 23.06.2019 09:11
      Highlight Highlight In Asien arbeiten sie 8 Stunden, sind voll versichert usw. oder sehe ich das etwa falsch?
  • nachwievor 23.06.2019 08:15
    Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass es Coop und Migros etc. schlecht gehen würde... im Gegenteil.

    Die sollen der Bevölkerung mal etwas zurückgeben und ihr Serviceangebot endlich internationalen Standards bezüglich Öffnungszeiten anpassen. Wichtig ist es, dass die Gewerkschaften mit Gesamtarbeitsverträgen garantieren das die Angestellten zu ihren Bedingungen fair entlöhnt werden und dies nicht auf sie abgewälzt wird.
    • mountaineer 23.06.2019 09:10
      Highlight Highlight Problem ist, dass unsere verkrusteten Gewerkschaften glauben, Detailhandelsangestellte müssten Büroarbeitszeiten haben.
      In gewissen Kantonen sind diese Ewiggestrigen ja schon auf die Barrikaden gestiegen, weil man den Ladenschluss von 18:30 auf 19 oder 20 Uhr verlängern wollte. 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
  • orso129 23.06.2019 07:32
    Highlight Highlight Da insgesamt nicht mehr Ware verkauft wird, sondern nur über 24h verteilt, wird nicht mehr eingenommen... Dafür müssen dann wohl die Angestellten mit tieferen Löhnen & schlechteren Arbeitsbedingungen bezahlen...
  • ingmarbergman 23.06.2019 07:26
    Highlight Highlight „hohen Personalkosten“...“das könnte sich in Zukunft ändern“

    Womit klar ist, worum es hier geht.
    Wer im Herbst noch FDP/SVP wählt, der kann mir sonst gern auch das Geld überweisen, dass er zu viel hat und gerne weniger verdienen möchte. Ich nehms dir ab.
    • Rasti 23.06.2019 08:21
      Highlight Highlight Weil die anderen auch so viel besser sind🙄
    • wasylon 23.06.2019 09:12
      Highlight Highlight @ingmarbergman

      Artikel gelesen und verstanden?
      Es geht darum dass es in der Nacht überhaupt kein Personal mehr braucht in den Selbstbedinungsläden. Nur so nebenbei: Hohe Personalkosten werden die automatisierung noch beschleunigen.
    • mountaineer 23.06.2019 09:12
      Highlight Highlight Mit FDP und SVP hat dies herzlich wenig zu tun, sondern mit der technologischen Entwicklung.
      Wobei wie jemand schrieb, geht es da eher um begehbare Selecta-Automaten als um wirkliche Läden.
      Bestimmt nicht wählen werde ich eine SP, die sich vielerorts für konsumentenfeindlichen Unsinn wie Ladenschluss schon um 18:30 oder am Samstag um 16 Uhr stark macht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gipfeligeist 23.06.2019 07:25
    Highlight Highlight Finde ich gut, solange die Tag-Mitarbeit am Nacht-Verkauf mitverdienen
    • loquito 23.06.2019 08:32
      Highlight Highlight Was bitteschön soll denn zusätzlich verdient werden? Essen wir denn mehr wenn der Laden länger offen hat... Das ist blödsinn m. M.n
  • Borki 23.06.2019 06:37
    Highlight Highlight Arbeitsrechtlich viel bedenklicher als ein 24h-Shop finde ich die heutige Interpretation vom Bedürfnis der Reisenden.
    Also ein Sandwich oder eine Milch verkaufen um 02.00 Uhr macht doch irgendwie Sinn. Aber Fachgeschäfte für Kleider, Schmuck, Sportsachen, Elektronik die den ganzen Sonntag offen haben? Eine sinnlose Aushöhlung der Arbeitsrechte und eine ungerechte Marktverzehrung.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 23.06.2019 09:26
      Highlight Highlight Wo sehen sie eine "ungerechte Marktverzerrung"?
      Ob es "Sinn" macht oder nicht, werden Kunden und Anbieter wohl herausfinden, wenn es sich lohnt, wird es 24h Shops geben, wenn nicht, dann nicht.
  • Schneider Alex 23.06.2019 05:42
    Highlight Highlight Ladenöffnungszeiten: Es gibt viel zu verlieren!

    Verlängerte Ladenöffnungszeiten schränken die gemeinsame Familienzeit der Arbeitnehmenden ein, machen die Nacht zum Tag, kurbeln den Einkaufsverkehr in den lärmsensiblen Nachtzeiten an und erleichtern Überfälle auf die Tankstellenshops.

    24-Stunden-Öffnungszeiten an Tankstellenshops mit Vollsortiment sind nur der Anfang von Nachtarbeit, die nicht zwingend nötig ist. Weitere Begehren werden folgen, insbesondere in Betrieben mit einer hohen Kapitalausstattung.
    • winglet55 23.06.2019 08:11
      Highlight Highlight Ach ja? Die Familienzeit wird nur bei den Shop- Angestellten eingeschränkt? Bei den Lok-Führern, Taxifahrern, Securitas, Event-Mitarbeitern, Flughafen Mitarbeitern wie Flugzeug Mechanikern usw. nicht?
    • Baracuda 23.06.2019 08:23
      Highlight Highlight Hallo Alex
      Ich backe die feine Gipfeli, die du am Morgen isst. Für gewisse Gruppen von Menschen sind verlängerte Öffnungszeiten ein Vorteil
    • FrancoL 23.06.2019 09:01
      Highlight Highlight Meine Leute, da es für einige Branchen, die man sich selber auswählen kann, mit Nachtarbeit gibt, sollen nun alle anderen nachziehen?
      Alex hat völlig recht, wenn wir so weiter machen dann wird des Gesellschaftlich bedenklich.
      Es ist doch schon mit dem Sonntag so, da bieten zB Grosshändler in der Baubranche den Einkauf von Ware über Telefon am Sonntag an. Macht das Sinn, nein aber eventuell morgen wenn man dann auch am Sonntag arbeiten kann. Eine Entwicklung die keinerlei Vorteile bringt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 23.06.2019 05:29
    Highlight Highlight Als Schicht und woende und Feiertags Arbeiter, fände ich das toll, aber ehrlich, das wird keine zusätzliche arbeitsplätze schaffen, und wer muss jetzt schon nachts um 4:39 spülmittel posten?

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