Schweiz
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Matthias Egger, Praesident des Nationalen Forschungsrats im Schweizerischen Nationalfonds und neu Praesident der National COVID-19 Science Task Force, kommentiert die aktuelle Situation rund um die Pandemie des Coronavirus COVID-19, am Donnerstag, 2. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Matthias Egger, Chef der Corona-Taskforce, hätte die Schulen lieber weniger rasch geöffnet. Bild: KEYSTONE

In diesen Punkten wollte die Taskforce den Lockdown vorsichtiger lockern als der Bundesrat

Bei den Lockdown-Lockerungen wollte die Task-Force vorsichtiger vorgehen als der Bundesrat. So hätten die Wissenschaftler die Schulen nur schrittweise geöffnet.



Diese Woche hat der Bundesrat punkto Lockdown eine überraschende Kehrtwende hingelegt. Und hat damit einige Empfehlungen der Wissenschaft in den Wind geschlagen.

Bei den Lockerungen wollte die Task-Force vorsichtiger vorgehen als der Bundesrat:

«Wir schlugen vor, die Schulen schrittweise zu öffnen; zuerst mit maximal 15 Schülern pro Klasse und gestaffelten Pausen. Das hat der Bundesrat so nicht ins Schutzkonzept aufgenommen.»

Matthias Egger

Dies sagt Matthias Egger, Chef der Taskforce, in einem Interview mit der NZZ am Sonntag. Ein Trost: Immerhin folgten nun einige Kantone den Empfehlungen der Wissenschaftler.

Wurde die Wissenschaft vom Bundesrat punkto Lockdown-Lockerungen gar übersteuert? Egger sagt, dass er dies nicht so sehe. «Aber es ist völlig klar, dass wirtschaftliche Interessen bei diesen Entscheiden mit eine Rolle spielen. Auch soziale Folgen eines Lockdown müssen in die Entscheidung einfliessen, nicht nur der Schutz der Gesundheit

Ob er als Epidemiologe langsamer vorgegangen wäre, will er nicht sagen. Zu den beschleunigten Öffnungen sagt er:

«Es ist keine Hochrisikostrategie, die der Bundesrat jetzt einschlägt. Wenn sich die Schweizer Bevölkerung an die Regeln und Schutzkonzepte hält, ist zu erwarten, dass die Reproduktionszahl unter eins bleibt.»

In der Taskforce wurden auch umstrittene Massnahmen diskutiert. Etwa, dass Seniorinnen und Senioren nur zu gewissen Zeiten nach draussen hätten gehen dürfen. «Es ist ethisch und sozial schwierig, eine Bevölkerungsgruppe derart einzuschränken. Darum wurde die Idee wieder verworfen», sagte Egger weiter zur NZZ am Sonntag.

Der oberste Corona-Wissenschaftler der Schweiz wagt auch eine Zukunftsprognose. Seine Hoffnung sei, dass in einem Jahr in Studien grössflächig geimpft werden könne.

Aber wie lange dauert die Corona-Durststrecke noch?

«Es ist möglich, dass wir noch zwei Jahre oder länger so weiterleben müssen. Wir kennen das Virus schlecht.»

Es könne sein, dass man unangenehme Eigenschaften entdecke, welche die Entwicklung von wirksamen und sicheren Impfstoffen verkomplizierten und verlangsamten.

Weiter äusserte sich Egger zum Ansteckungsrisiko von Kindern, das diese Woche für viele Diskussionen sorgte. Die Gefahr für Kinder sei klein. Auch sei es kaum wahrscheinlich, dass sie Erwachsene ansteckten. «Es gibt weltweit keine gut dokumentierten Ansteckungen von Erwachsenen durch Kinder.»

Eine Studie des deutschen Star-Virologen Christian Drosten zeigt, dass Kinder ebenso viele Viren in sich tragen können wie Erwachsene. Egger sieht dies anders: «Seine Resultate zeigen, dass bei Kindern die Virenlast geringer ist als bei den Ältesten. Die Studie beruht aber auf nur wenigen Kindern, und die Unterschiede sind statistisch nicht signifikant.»

(amü)

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55
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    Alle Leser-Kommentare
  • bonpris 04.05.2020 18:49
    Highlight Highlight Klar wollen alte weise Männer keine Lockdown-Lockerungen.

    Sie müssen keine Angst vor Arbeitslosigkeit und bitterer Armut , aber dafür Angst vor dem Virus haben.

    Egoistischer und rücksichtsloser geht es nicht.
  • Schneider Alex 04.05.2020 06:53
    Highlight Highlight "Die aktuellste Beurteilung der «Task Force» kommt zu folgenden Schlüssen:
    Bei Kindern unter 10 Jahren ist der Stand des Wissens «sehr dünn». Man kann noch nicht sicher sagen, ob Kinder Sars-CoV-2 übertragen können. Keine Evidenz bedeutet nicht, dass man davon ausgehen kann, dass Kinder das Virus nicht übertragen. Aus diesen Gründen empfiehlt das Wissenschaftsgremium, dass die Behörden das Vorsorgeprinzip walten lassen. Sie müssten davon ausgehen, dass Kinder das Virus übertragen könnten und entsprechende Vorschriften und Empfehlungen erlassen." (Urs P. Gasche in Infosperber vom 1. Mai 2020)
    • bonpris 04.05.2020 18:56
      Highlight Highlight Warum muss man nicht davon ausgehen, dass die Eltern der Kinder wegen des Lockdowns arbeitslos werden und die Kinder schliesslich Hunger und Elend erdulden müssen?

      Es spielt ja offenbar keine Rolle, ob dies erwiesen oder wahrscheinlich ist. Es genügt ja, dass man sich etwas schlimmes Vorstellen kann. Dann muss man es ja offenbar mit allen Mitteln verhindern.

      Also: Weg mit dem Lockown, damit kein armes, kleines Kind verhungern muss!

      Oder doch: Sperrt die Kinder weg, damit kein Lehrer Angst vor Covid19 haben muss.

      Wessen Leben zählt und warum eigentlich?
  • Wolk 03.05.2020 21:52
    Highlight Highlight Was ist ein Starvirologe?
    • ulmo 04.05.2020 22:01
      Highlight Highlight Ein Virologe, der auf Stare und verwandte Singvögel spezialisiert ist. Kennt sich wahrscheinlich gut mit Vogelgrippe aus
  • JP del Grano 03.05.2020 17:21
    Highlight Highlight "wenn die Schweiz sich an die Schutzkonzepte hält" An welche genau, bitte?
    4 an einem Tisch in der Beiz ab 11. Mai sitzende sich kennende Personen müssen nicht im selben Haushalt wohnen. Sie können redend (und Tröpfchen verbreitend) gegenüber mit nur 80 cm Abstand sitzen..
    Ist es logischerweise dann auch erlaubt, wenn sie ausserhalb des Restaurants nahe nebeneinander reden oder wandern, da das Virus ja nicht "im Restaurant" und "ausserhalb des Restaurants" unterscheiden kann?
    Das Abstandsverbot gilt also ab 11. Mai für einander Kennende nicht mehr?
    Liebes BAG, bitte logisch erklären!

    • Olifant 03.05.2020 20:51
      Highlight Highlight Auf öffentlichen Plätzen gilt auch ab dem 11. Mai: mindestens 2m Abstand, keine Gruppen von mehr als 5 Personen. Die Restaurants werden nur aufgrund des Drucks der Wirtschaft geöffnet, bezüglich der Bekämpfung des Virus ist es wahrscheinlich eher riskant. Und ich befürchte auch, dass die Leute nun denken, wenn man im Restaurant zu viert ohne Abstand zusammen sitzen darf, dann wohl auch in Parks etc...
  • paule 03.05.2020 14:30
    Highlight Highlight Mit der Schulschliessung hat man überreagiert und mit den übrigen Schliessungen Teils schlecht gearbeitet, unverständlich was offen blieb und was geschlossen wurde, da hätte es schnell mal eine Feineinstellung gebraucht. Einiges zusätzlich schliessen aber vieles wieder öffnen. Nun, die Beizen werden nächste Woche wenig Kunden haben und nicht jubeln können, aber genau diese hätten zu bleiben können.
    Aber warum ich Schuhe nicht kaufen konnte, kann mir beispielsweise keiner sagen.
    Dafür Schnaps und Zigaretten, Bingo.
    • Unicron 04.05.2020 03:22
      Highlight Highlight "Aber warum ich Schuhe nicht kaufen konnte, kann mir beispielsweise keiner sagen."

      Damit du nur für Lebensmittel raus gehst und nicht zum shoppen.
    • paule 04.05.2020 04:10
      Highlight Highlight Hallo Unicron, mir ist ein wichtiger Schuh kaputt gegangen, ich habe keinen Schrank davon, Schuhmacher geschlossen und der Laden auch.
      Selbst den Kleber für eine Provisorische Reparatur ist nicht erhältlich gewesen.
      Aber Schnaps jede Menge, ist aber ein anderes Thema, wenn Schnaps wichtiger ist als ein guter Schuh, dann ist eine Gesellschaft sehr Tief gesunken!
    • Unicron 04.05.2020 14:37
      Highlight Highlight Ist kein Problem, du sollst ja eh zuhause bleiben, da reichen Hausschuhe :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olifant 03.05.2020 10:06
    Highlight Highlight Ich habe ein grosses Vertrauen in Matthias Egger und die Task Force. Und ich bin froh, folgt der Kanton Zürich zumindest bezüglich der Klassengrösse den Empfehlungen der Task Force. Leider werden die meisten anderen Empfehlungen nicht übernommen (kein Körperkontakt unter Kindern, im Kindergarten natürlich unmöglich). Was sehr wichtig wäre: kranke Kinder bleiben zuhause. Das Problem ist: nicht alle halten sich daran, und Corona ist am absteckendsten, bevor erste Symptome auftreten.
  • Sven O 03.05.2020 09:16
    Highlight Highlight Die Lockerungen gehen viel zu schnell!Hätten wir Kinder würden wir diese mit einem unguten Gefühl in die Schule schicken.Ob Kinder sich nun anstecken oder nicht, man weiss es einfach nicht und so werden Kinder schon fast zu Versuchszwecken missbraucht.Wir haben eh den Eindruck als wenn bei vielen Leuten alles vergessen ist, no more corona. Das Verhalten vieler macht uns schon ein wenig angst.Je mehr Lockerungen desto mehr muss sich die Bevölkerung an die Massnahmen halten.Uns grauts schon vor dem 11.5. wenn vieles wieder aufmacht und Massen von Leuten die Läden, ÖV und Einkaufsstrassen stürmen
  • FrancoL 03.05.2020 08:34
    Highlight Highlight Angenehm, dass man sich hier auch überlegt WIE man Vorgaben umsetzen kann und dies nicht abgehoben sondern in der Realität eingebettet.
    Steht als wohltuender Kontrapunkt zur hirnrissigen Aussage von Sawiris;
    «Wenn ich mir die Statistiken anschaue, dann fällt mir auf: Der Aufwand der Schweiz, um an Covid-19 erkrankte Menschen unter 60 Jahren zu retten, steht in keinem Verhältnis zum Schaden für die Wirtschaft»
    • andy y 03.05.2020 09:34
      Highlight Highlight Sie haben ihre Meinung, Sawiri eine andere. Seine als Hirnrissig zu bezeichnen finde ich persönlich eine Anmassu g ihrerseits. Er hat einfach eine andere Sicht der Dinge, bedingt durch SEIN Leben, genau so wie IHR Leben ihre Sicht geformt hat.
    • JP del Grano 03.05.2020 17:40
      Highlight Highlight Seine Forderung aber, alle ü65 (er übrigens ist schon 63) konsequent "einzusperren" ist ein Denkfehler. Alle Personen vor allem ab 75 haben "naturbedingt" IMMER ein viel höheres Sterberisiko - und deutlich erhöht bei JEDER Infektionswelle. Bedingt durch die Hochleistungsmedizin werden die letzten Montate bis Jahre JEDES Menschen (auch jüngerer) immer teurer. "Wegsperren der Alten und Riskanten" ist keine Lösung. Nachdenken über die Sinnhaftigkeit der Intensimedizin pro Fall unabhängig vom Alter aber schon. Eine bittere Wahrheit ... auch für Jüngere ...
    • FrancoL 03.05.2020 18:25
      Highlight Highlight @andy, Menschenleben und Geld aufzuwiegen ist dekadent und hirnrissig. Ich entschuldige nicht dekadente Meinungen. die Geld und Leben gegeneinander aufwiegen, indem ich das Leben des Extendierenden als Feigenblatt akzeptiere.

      Wir kennen viele Gesetze die gemacht wurden um zB auch das Leben junger Menschen zu schützen, die es sonst gerne auch einmal aufs Spiel setzen würden.

      Es gab vor einigen Jahrzehnten auch Menschen die das Leben nicht als wertvoll betrachteten und wir wissen wie es dann kam.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blubber 03.05.2020 08:24
    Highlight Highlight Leute, klärt das doch mal sauber mit der statistischen Signifikanz. Hat Egger das so gesagt? Die Studie von Drosten weist lediglich darauf hin, dass es möglicherweise keine Unterschiede gibt. Sie zeigt aber nichts, weil die statistische nicht-Signifikanz kein Beweis für das Ausbleiben eines Effekts (in diesem Fall Unterschied) ist. Ich nehme an, Egger weiss das und wollte auch das mit der nicht-Signifikanz der Resultate sagen im letzten Satz.
  • Fichtenknick 03.05.2020 08:11
    Highlight Highlight Ich hoffe wirklich, dass wir hier nicht zu optimistisch in den Mai gehen. Ich will ja auch wieder raus, aber nicht, wenn es auf Kosten der Risikogruppen geht. Und wenn ich sehe, wie sich viele jetzt schon wieder Verhalten, bin ich überzeugt, dass die zweite Welle nur eine Frage der Zeit ist.
  • soulpower 03.05.2020 06:19
    Highlight Highlight Halbklassen wären theoretisch sicher einen Gedanken wert. In der Praxis scheint mir dies eher schwierig: Benötigen Halbklassen nicht die doppelte Anzahl Lehrkräfte? Oder dass die Lehrer den gleichen Lehrstoff zweimal unterrichten müssen, sprich doppelte Arbeitszeiten? Vielleicht weiss ja jemand von euch mehr. Jedenalls untersützt der Leiter der Taskforce trotz einigen Bedenken die Schritte zur Lockerung, ohne Panik zu schüren. Danke!
    • lilie 03.05.2020 07:55
      Highlight Highlight @soulpower: Ich weiss nicht, was im Detail läuft, da es zudem noch viele kantonale Unterschiede gibt.

      Aber mein letzter Stand war, dass die Schulen ja die Abstände einhalten müssen, und das ist in den meisten Klassenzimmern eh nur mit Halbklassen möglich.

      Wie die Lehrer das machen, weiss ich auch nicht, vielleicht wird der Stundenplan gestrafft? Oder die Kinder erarbeiten einen Teil des Stoffes selbständig zuhause (sie haben ja auch weniger Präsenzunterricht)?
    • soulpower 03.05.2020 08:15
      Highlight Highlight Lilie: Danke für dein Input. Ja eben, die Infrastruktur würde ja auch fehlen. Da bleibt, wie du schreibst, noch die Möglichkeit von vermehrtem Heimunterricht. Nur haben wohl viele Eltern langsam die Nase voll, da sind noch lange nicht alle dazu begabt oder können sich keine Hilfe leisten. Obschon viele dies nun trotzdem für eine gewisse Zeit durchziehen mussten. Zum Beispiel alleinerziehende Eltern: Home-office plus dabei den Kindern beim zum Teil minderwertig organisierten Fernunterricht helfen. Hut ab!
    • Michele80 03.05.2020 09:15
      Highlight Highlight Halbklassen wird gang und gäbe im Kt ZH weil unsere Klassen meist über 15 Kinder fassen. Da gibts unterschiedliche Vorgehen. Grosse Schulen/viel Platz lassen die 2. Halbklasse von Assistenten betreuen im Stil von selbstständigem Arbeiten. Andere machenso so dass die 2. Hälfte zuhause fernunterricht macht, immer im Wechsel (selbstständig, betreut durch zB Fachlehrpersonen oder die, die zu Risikogruppe gehören und nicht an der Schule unterrichten). Hier gibts unterschiedliche Rythmen, z.B. halbtags wechselnd. Der Kanton hat die Präsenzstundenzeit der Schüler dafür reduziert auf 16-18 Lektionen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • insider 03.05.2020 04:03
    Highlight Highlight Frage zu den Schutzkonzepten: Wir haben uns die ganze Zeit in Lebensmittelgeschäften mehr oder weniger normal bewegt. Gibt es bei den Angestellten der Grossen (Migros, Coop etc.) schweizweit eine signifikante Veränderungen der Krankheitstage seit Corona?
    Diese Personen waren doch den meisten Kontakten ausgesetzt und falls das Risiko markant erhöht war, wäre dies doch jetzt nach ein paar Wochen in den Zahlen sichtbar.
    Könnten diese Auswertungen nicht zur Beurteilung der Ansteckungsgefahr herangezogen werden?
  • re-spectre 03.05.2020 02:47
    Highlight Highlight also sorry die russische grippe war influenzavirus A/H1N1, und uinfluenzaviren sind wohl mit coronaviren nicht gleichzusetzen, trotzdem dem verdacht nachgehen, dass corona den 57/58-er grippeerprobten ein trojanisches pferd vorsetzen und eine ungenügende immunabwehr provozieren, während jüngere in dieser disziplin noch ungeprüfte, locker die richtige antwort parat haben. ich weiss, meine phantasie dreht wohl am falschen rad..., trotzdem, hmmm. gibt mir ein insider da seine einschätzung? danke :))
  • re-spectre 03.05.2020 02:29
    Highlight Highlight ...hatte diesen quergedanken, und sehr selten kommen ja gute ansätze auch von unwissenden..., ich bin nur beobachter. also da gab es diese asiatische grippe 1957 (influenzavirus A/H2N2, 1-2 mio tote). 1977/78 grassierte die russische grippe (influenzavirus A/H3N2, rund 700'000 tote), frappant war, dass 77/78 vorallem menschen erkrankten, die nach 57 geboren waren (also wohl noch keine immunabwehr gegen das vorgängervirus hatten). jetzt haben leute probleme die vor 57 geboren sind. kann da eine voreilige falsche immunantwort im spiel sein, oder ist es nur das alter? vielleicht liegt ja da die..
  • Zat 03.05.2020 01:45
    Highlight Highlight Es beruhigt mich, dass nun das contact tracing wieder aufgenommen wird, also das nachverfolgen und hinterhertelefonieren aller Kontakte, wie am Anfang. Zusammen damit, dass nun zumindest wieder alle mit Symptomen getestet werden, hoffe ich, dass man mit der Zeit wieder einen besseren Überblick über die Ansteckungen bekommt.
    • Robber Hood 03.05.2020 02:46
      Highlight Highlight wer noch immer nicht kapiert hat das umso mehr man testet umso mehr man findet, dem ist nicht mehr zu helfen sorry
    • lilie 03.05.2020 07:58
      Highlight Highlight @Zat: Ich denke auch, dass das wesentlich ist, weil man so viel konkreter nachvollziehen kann, wo sich die Leute anstecken und weitere Ansteckungen im Keim ersticken kann.

      Etwas verwundert bin ich, dass nur die Kontakte bis 48 h vor Auftreten der Symptome zurückverfolgt werden. Ist das nicht viel zu wenig? Ich dachte, die Inkubationszeit könne bis zu 2 Wochen betragen!
  • Alteresel 03.05.2020 01:00
    Highlight Highlight Früher sagten die Erwachsenen uns Kindern, es gibt nicht den Batzen und das Weggli. Trotzdem versuchen genau dies Politiker und Wirtschaft immer wieder. Auch jetzt. Man hat jetzt tüchtig zum Batzen geschaut, ob aber das Weggli auch dabei ist, sehen wir in drei bis vier Wochen.
  • Gubbe 03.05.2020 00:29
    Highlight Highlight Als Chef der Taskforce (Einsatztruppe) hat Matthias Egger speziell die Schulen nur schrittweise zur Öffnung dem Bundesrat vorgeschlagen. Nun hat der Bundesrat die Schulen mehr aufgeschlossen, als vorgeschlagen. Dies ist für den Herrn Egger sehr wichtig zu sagen, denn bei einer erneuten Schliessung, ist er fein raus. Danke.
  • NathanBiel 03.05.2020 00:10
    Highlight Highlight Jeder Experte erzählt was anderes und die Statisiken zeigen eigentlich auf wer die Risikogruppen sind. Alte mit Vorerkrankungen. Wie kann da jemand sagen wir werden noch für 2 Jahre damit leben müssen? Weil die bis dahin gestorben sind? Mit oder ohne Corona? Oder weil es einen Impfstoff gibt oder weil sich der Virus erschöpft weil die jüngeren nicht stark daran erkranken, geschweige sterben und die Risikogruppe bereits so stark dezimiert ist das im Herbst alles vorbei ist? Hört endlich auf mit dem Mist und lasst uns wieder zum normalen Leben zurück.
  • amberli 03.05.2020 00:06
    Highlight Highlight Wenn ich das Dokument "Proposal Transition Strategy" zu den Vorschlägen für Lockerungen lese, dann steht auf Seite 6 eine maximale Versammlungszahl von 30. Vielleicht habe ich mich zu wenig genau eingelesen, aber die Zahl von maximal 15 finde ich nirgends.
  • medmi 03.05.2020 00:06
    Highlight Highlight Ich verstehe das aktuelle Vorgehen nicht ganz. Man hat gesellschaftlich und finanziell einen riesen Effort vollbracht um die Zahlen zu drücken. Und das ist sehr gut gelungen. Wir erinnern uns, noch am 1. April hatten wir über 1000 Fälle pro Tag. Ein Monat später sind wir bei 100 pro Tag, also Faktor 10 weniger. (übrigens, der Anstieg war deutlich schneller)
    Diese nun wiederhergestellte Ausgangssituation dürfen wir nicht verspielen. Eine behutsame Lockerung unter Beobachtung mit Halbklassen und möglichst wenig Durchmischung wäre mir lieber gewesen. Ich hoffe es reicht auch so für R<1.
    • Miau Piau 03.05.2020 07:00
      Highlight Highlight Das ist ein Virus - nicht die EU mit der die Schweiz verhandeln kann. Die Schweiz wird keine Ausnahmerolle spielen, da kann man noch so sehr hoffen.

      Mit besten Grüssen aus den USA
    • lilie 03.05.2020 09:46
      Highlight Highlight @medmi: Wenn man unsere Zahlen anschaut, sieht man, dass R0 schon einige Tage nach dem Lockdown unter 1 sank.

      Das bedeutet, dass die Massnahmen, die wir 2-3 Wochen davor einführten, zu einem R0 unter 1 führte (was wir aber ja damals nicht wissen konnten).

      Ende Februar/anfangs März hatten wir vornehmlich die allgemeinen Hygieneregeln und das Versammlungsverbot.

      Bei der Wiedereröffnung haben wir sehr viel strengere Massnahmen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir R0 unter 1 behalten können, weil auch die Disziplin besser ist als damals.
    • Mutzli 03.05.2020 13:31
      Highlight Highlight @lilie

      Ich glaube Sie da ein bisschen etwas verwechselt: Die Infektionsratenrekonstruktionen, z.B. der ETH, sollen den R-Faktor an jedem einzelnen Tag darstellen. Wenn nun nach diesem Modell diese Rate kurz nach dem Lockdown auf ca. 1 sank, hat dies nichts mit Massnahmen 2-3 Wochen vorher zu tun, dass wären die Fallzahlen.

      Wenn z.B. bei 25% der Bevölkerung an Tag X die Diagnose käme, sie seien infiziert aber es wurde niemand neues angesteckt (weil 100% aller Leute sich allein in ein Kämmerchen einschlossen), wäre dann das Fazit des Tages 25% neu entdeckte Fälle bei Infektionsrate 0
    Weitere Antworten anzeigen
  • tyche 03.05.2020 00:04
    Highlight Highlight Ach wär das schön wenn politische Entscheidungsträger bei Klimafragen und anderen dringenden Umweltbelangen der Wissenschaft auch so wohlwollend folgen würden wie gerade in der aktuellen Zeit ...
  • Aruma 02.05.2020 23:44
    Highlight Highlight Die Auswertungen der Labordaten aus der Charité Berlin zeigten, dass sich nicht nachweisen lässt, dass Kinder weniger Viren haben als Erwachsene. Virologe Drosten folgert, es könnte gut sein, dass Kinder ebenso infektiös sind wie Erwachsene.
    Was Hr. Egger daraus macht, erstaunt.
    Wir wissen noch nicht viel und sollten vorsichtig sein.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 02.05.2020 23:37
    Highlight Highlight Der Bundesrat hat das Volk an eine Flexileine genommen und zwischendurch immer etwas mehr, aber stets zu viel davon freigegeben. Am 11. Mai reisst das dünne Schnürchen und die Meute ist los.

    OK, die Meute war schon heute los. Überbevölkerung pur. Aber ja, weiterköcheln... äh, kopulieren.

    #wenigeristmehr
  • Pafeld 02.05.2020 23:35
    Highlight Highlight Genau. Stellen wir eine Task Force aus Experten zusammen, um dann nicht das zu tun, was die Task Force empfiehlt. Was soll man da noch sagen. Wenigstens sieht man doch gleich, wer entsprechende Lobbyarbeit geleistet hat, um nicht im selben Dreck sitzen zu müssen, wie der gemeine Pöbel.
  • luegeLose 02.05.2020 23:16
    Highlight Highlight Ich finde es eine Unsitte, wie einige Leute jetzt an die Öffentlichkeit gelangen und über den BR und Koch motzen. im Nachhinein kann es jeder besser, weil der andere hat ja bereits den Fehler gemacht.

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