Schweiz
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Die Depression ist der wichtigste Einzelfaktor für psychische Gesundheitsprobleme in Europa. bild: shutterstock

5 Punkte, die zeigen, wie es um die psychische Gesundheit in der Schweiz steht

Knapp ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung leidet an einer oder mehreren psychischen Erkrankungen. Das kann von Ess- über Angststörungen bis zu Depression reichen. Ein Überblick.



Letzte Woche teilte das Bundesamt für Statistik Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 mit. Stress und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz haben demnach 2017 zugenommen. 21 Prozent der Erwerbstätigen litten bei der Arbeit sehr oft unter Stress. 2012 waren es noch 18 Prozent.

Zugenommen haben die psychosozialen Risiken generell. Fast die Hälfte (49%) der gestressten Personen fühlen sich emotional erschöpft, was das Burn-out-Risiko erhöht.

Dies sind Vorboten von psychischen Krankheiten wie Depressionen. Wir haben dies zum Anlass genommen, um die «Psychische Gesundheit» in der Schweiz in fünf Punkten aufzuzeigen:

Hospitalisierungsrate

Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) hat Zahlen zur Häufigkeit von Hospitalisierungen bei einer psychiatrischen Diagnose veröffentlicht. Schweizweit gesehen waren es 2017 pro 1000 Einwohnern 13,8 Fälle. Die Zunahme seit 2002 ist gering, aber stetig. Damals waren es noch 11,1 Fälle.

Grösste Abnahmen seit 2002 (Fälle pro 1000 Einwohner)

  1. Genf: −1,9 Fälle pro 1000 Einwohner
  2. Tessin: −1,6 Fälle pro 1000 Einwohner
  3. Waadt: −0,7 Fälle pro 1000 Einwohner

Grösste Zunahmen seit 2002 (Fälle pro 1000 Einwohner)

  1. Appenzell Ausserrhoden: +8,2 Fälle pro 1000 Einwohner
  2. Basel-Landschaft: +6,4 Fälle pro 1000 Einwohner
  3. Thurgau: +6,1 Fälle pro 1000 Einwohner

Symptome für Depression

Eine häufige psychische Krankheit ist die Depression. Eine von fünf Personen erkrankt im Verlaufe ihres Lebens daran, wie das Obsan berichtet. In der Schweiz sind die Bewohner des Kantons Jura am häufigsten betroffen. Sie haben seit 2012 auch den grössten Zuwachs verzeichnen müssen.

Daten eines Kantons wurden nur berücksichtigt, wenn dieser für das entsprechende Erhebungsjahr der Schweizerischen Gesundheitsbefragung eine erweiterte Stichprobe finanziert hat.

Kleinste Zunahmen seit 2012 (Anteil der Bevölkerung)

  1. Schwyz: −0,7 Prozentpunkte
  2. Graubünden: +0,6 Prozentpunkte
  3. Wallis: +0,9 Prozentpunkte

Grösste Zunahmen seit 2012 (Anteil der Bevölkerung)

  1. Jura: +7,5 Prozentpunkte
  2. Appenzell Ausserrhoden: +5,4 Prozentpunkte
  3. Neuenburg: +4,8 Prozentpunkte

Woran Männer und Frauen am häufigsten leiden

Wie das Obsan in seinem Bulletin 5/2018 schreibt, sind die Hauptdiagnosen im Bereich der stationären Psychiatrie 2016 bei Männern und Frauen unterschiedlich. Während bei Frauen affektive Störungen (vor allem Depressionen) klar der häufigste Grund waren, war es bei den Männern am meisten eine Störung durch psychotrope Substanzen (vor allem Alkohol).

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Hauptdiagnosen im Bereich der stationären Psychiatrie 2016. bild: watson / Quelle: Obsan

Kinder und Jugendliche

Zu Kindern psychisch erkrankter Eltern gibt es in der Schweiz keine aussagekräftigen, aktuell erhobenen Zahlen, wie das Institut Kinderseele Schweiz (IKS) mitteilt. Gemäss der «Winterthurer Studie» wurde 2006 in der Versorgungsregion Winterthur eine repräsentative Querschnittsbefragung durchgeführt. Diese diente als Basis für die Hochrechnung auf die Situation im ganzen Kanton Zürich. Das Resultat der Hochrechnung: 4000 Kinder hatten am Stichtag einen Elternteil mit psychischer Erkrankung.

Dr. med. Kurt Albermann, ärztlicher Leiter beim IKS und Chefarzt am Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) des Kantonsspitals Winterthur, der damals bei der Studie mitwirkte, geht heute davon aus, dass rund 20 Prozent aller minderjährigen Kinder und Jugendlichen in der Schweiz betroffen sind.

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bild: shutterstock

Die psychische Erkrankung der Eltern stellt einen erheblichen Risikofaktor für die kindliche Entwicklung dar. Albermann sagt: «30 Prozent der Kinder von Eltern mit psychischer Erkrankung zeigen dauerhafte Störungen im emotionalen beziehungsweise im Verhaltensbereich. Das Risiko, selbst eine psychische Erkrankung zu entwickeln, ist bei ihnen drei- bis siebenmal erhöht.»

Wir haben hier noch drei Grafiken aus dem Dossier «Psychische Gesundheit und Krankheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz: Versorgung und Epidemiologie» von 2017 vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan), die zeigen, wie sich 11-, 13- und 15-Jährige in verschiedenen europäischen Ländern fühlen:

Lebenszufriedenheit

Der allergrösste Anteil der Kinder und Jugendlichen schätzt seine Lebenszufriedenheit als «hoch» ein (mindestens eine 6 auf der Skala 1–10). Auffallend ist, dass sich Schweizer Jugendliche hier praktisch überall am oberen Ende befinden.

Anteile der 11-, 13- und 15-Jährigen mit hoher Lebenszufriedenheit. Beim Schieber sind die Daten für die Mädchen links, die Jungen rechts. quelle: obsan

Gestresst durch Arbeit für die Schule

Im Jugendalter ist die Schule ein wichtiger Bereich für das psychische Wohlbefinden. Hier zeigt sich, dass mit dem Alter der Anteil Jugendlicher mit einem Stresslevel von einigermassen bis sehr gestresst steigt. Besonders in Italien scheint die Arbeit für die Schule die Heranwachsenden negativ zu beschäftigen.

Anteile der 11-, 13- und 15-Jährigen, die sich «einigermassen» oder «sehr gestresst» fühlen. Beim Schieber sind die Daten für die Mädchen links, die Jungen rechts. quelle: obsan

Traurig oder bedrückt

Mehr als einmal in der letzten Woche traurig oder bedrückt fühlen sich die Jugendlichen ebenfalls in Italien am meisten. In der Schweiz fällt auf, dass es bei den Mädchen fast jedes vierte ist, bei den Jungen nur rund jeder zehnte.

Anteile der 11-, 13- und 15-Jährigen, die sich mehr als einmal pro Woche traurig oder bedrückt fühlen. Beim Schieber sind die Daten für die Mädchen links, die Jungen rechts. quelle: obsan

Kosten

Die Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Psychiatriebereich 2016 betrugen 2,06 Milliarden Franken. Gegenüber 2006 ist das eine Zunahme von 57 Prozent.

Der grösste Kostenanteil geht auf ambulante psychiatrische Praxen zurück:

Kosten Psychische Gesundheit
Infogram

quelle: bulletin 5/2018 Psychische Gesundheit, obsan

Lass dir helfen

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 31.08.2019 07:33
    Highlight Highlight Heute nennen es "Fachleute" Depression.
    Früher nannten es die "Laien" Unzufriedenheit...
    Anstatt "Glückspillen" zu schlucken müssen also diejenigen, die an Unzufriedenheits-Depressionen leiden, dahinter kommen, was DIE GRÜNDE sind für diese Unzufriedenheiten/Depressionen und dann - in nächsten Schritten- an diesen Gründen etwas ÄNDERN!
    Nun kann man natürlich die Schultern hängen lassen und seufzend resigniert sagen: "Ich kann ja doch nichts ändern..."
    Und zu einem grossen Teil ist das auch so.
    Trotzdem bleibt ein Spielraum mit einigen Möglichkeiten!
    Medi-Drogen verschlimmern die Lage nur...
  • Incendium 29.08.2019 20:20
    Highlight Highlight All die vielen Kommentare von Leuten die einen schlechten Tag mit einer klinischen Depression verwechseln...

    Eine Depression ist ein Monster dass in deinem Kopf, Herz und Magen lebt. Ein Wurzelsystem das all deine Energie, Freude und Zukunft absaugt und nur leere hinterlässt. sich schlecht fühlen ist eine sache... sich leer zu fühlen eine ganz andere.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 30.08.2019 10:14
      Highlight Highlight Besser hätte nicht einmal ich es beschreiben können.
      Danke.
    • rodolofo 31.08.2019 07:41
      Highlight Highlight Aber dieses "Monster" ist nur ein Gedankenkonstrukt!
      Sobald Du entgegengesetzt denkst und dieses Monster nicht mehr als Monster begreifst, sondern einfach als etwas, das ist und so sein muss, wird das "Monster" zusammenschnurren, wie ein Ballon, in den jemand eine Nadel hineingestochen hat!
      Ich theoretisiere hier nicht nur, sondern habe selber eine solche 180°-Drehung (IN GEDANKEN!) gemacht!
      Und siehe da, alle Probleme verschwanden!
      Sehr wichtig: Diese 180°-Drehung hat NICHTS mit "Positivismus" zu tun, sondern passiert "seitwärts"!
      Der "Positivismus" gehört nämlich zum "Negativen"...
    • esclarmonde 31.08.2019 07:45
      Highlight Highlight So ähnlich hat es meine Tichter formuliert. Und die Küchenkalendersprüche kann sie nicht mehr hören. Z.B. Geh an die frische Luft. Treibe Sport. Triff dich mit Freunden. Such dir ein (anderes) Hobby. GoT schauen ist bestimmt schädlich. Hast du schon mit Medi XY probiert. Ich habe gehört, dass... Die Mutter einer Kollegin meines Cousins, deren Grossvater sagt... Etc. Etc.
  • beaetel 29.08.2019 13:36
    Highlight Highlight Psychiatriekosten können nur dann richtig dargestellt werden, wenn alle zahlenden Players berücksichtigt werden, was gerade bei der letzten Schablone nicht getan wurde. Was nützt es zu wissen, was die Krankenkassen bezahlen, wenn gleichzeitig unterschlagen wird, was der Kanton zu berappen hat. Sehr verzerrend dabei auch, dass es eine verwirrende, daher stupide Regelung betreffend ambulant und stationär gibt. Ambulant müssen Krankenkassen voll erstatten, stationär hauptsächlich der Kanton. Das Ziel: „Ambulant vor stationär“ freut daher die Krankenkassen wenig.
  • Cirrum 29.08.2019 13:35
    Highlight Highlight Da sieht man wieder Mal, dass Glück nicht von materiellen Sachen abhängt, denn wir haben alle Alles. Wir sind viel zu überempfindlich auf negative Einflüsse und vergessen dadurch die schönen positiven Sachen zu sehen. Durch die vielen Möglichkeiten können wir uns nicht entscheiden und haben das Gefühl, das andere wäre ja vielleicht doch besser.. uns geht es einfach zu gut. Statt das zu geniessen was wir haben, jagen wir einer Gefühlswelle der anderen nach und sind schlussendlich doch nicht zufrieden.. paradoxe Welt..
    • Nkoch 29.08.2019 14:15
      Highlight Highlight definieren sie bitte "wir haben alle Alles"
    • hiob 29.08.2019 14:56
      Highlight Highlight hat dir deine mutter diesen gut gemeinten rat mit auf dem weg gegeben oder sind das deine erfahrungen? die negativen dinge überwiegen leider die positiven dinge enorm. wenn kim kardashian ein baby kriegt sind das keine wirklichen good news für mich. es wird noch düsterer werden und es gibt leider noch zu viele leute, die das nicht sehen WOLLEN weil sie lieber in ihrer blase leben. dort ist es noch schön. noch
    • Cirrum 29.08.2019 15:04
      Highlight Highlight Genug zu essen, ein Dach über dem Kopf, wir können uns frei bewegen, haben Meinungsfreiheit, Ferien und und und.... aber eben, jeder Mensch kann für sich selber entscheiden, ob das Glas halb voll oder halb leer ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • GraveDigger 29.08.2019 13:28
    Highlight Highlight Wer nicht spinnt ist nicht normal. Gerade in den Psychiatrien sind die grössten Spinner die vor den geschlossenen Zellen praktizieren. Wenn man die Geschichte der psychiatrischen Dienste aus den vergangen Jahrzehnten anschaut hat das wenig positives. Früher wurden Patienten, die nicht der Norm entsprachen, gefoltert mit brachialen Methoden. Heute bläst man denen einfach mit Chemie das Hirn raus. Oder man Denke an Freeman der sogar einen Nobelpreis bekam für die Lobotomie. Soll man wirklich von solchen Individuen über seinen psychischen Gesundheitszustand beurteilt werden?
    • Roat_An 29.08.2019 18:04
      Highlight Highlight In der Psychiatrie gibt es keine Zellen, sondern Zimmer (diese sind äusserst selten geschlossen). Die PatientInnen können aus verschiedensten Therapieangeboten auswählen (Musik-, Kunst-, Ergo-...) und haben viele Gespräche. Es arbeiten dort dipl. Pflegefachpersonen und keine Spinner. Wenn jemand sich selbst oder andere gefährdet, muss man auch mal ein Medikament gegen seinen Willen geben, aber NEIN, es ist nicht wie vor 100 Jahren! Durch genau so falsche und blöde Aussagen wie deiner, bleiben die Psychiatrie und vorallem die Menschen mit einer psychischen Erkrankung ewig stigmatisiert :-( http://M
    • JoR 29.08.2019 18:56
      Highlight Highlight Nach meiner Erfahrung hat sich das in den letzten Jahrzehnten doch um einiges gebessert. Habe das in den 80igern als Angehöriger mitbekommen, damals hatte ich das Gefühl, alle würden mit massiver Chemie einfach ruhiggestellt. Vor einigen Jahren betraf es dann mich selber. Natürlich ist Chemie immer noch ein Thema, aber mehr nach dem Grundsatz "soviel wie nötig, so wenig wie möglich". Darüber hinaus werden vielfältige Therapiemöglichkeiten angeboten. Leider sind aber psychische Krankheiten aber in der Gesellschaft immer noch tabuisiert, so das viele erst nach langem Leidensweg Hilfe suchen.
    • Enzasa 30.08.2019 18:37
      Highlight Highlight GraveDigger wie kommt man zu so einer Meinung?

      Besuch doch mal eine psychiatrische Station und mach dir ein Bild von der Realität
  • TheWall_31 29.08.2019 12:45
    Highlight Highlight Für mich hatte sich die Depression nie wie eine Krankheit angefühlt. Das ist eine Denkweise, die teils auch berechtigt sein kann. Als Krankheit empfinde ich etwas, woran selbst kaum mitwirken kann. Aber eine Depression kommt, für mich, nicht aus dem Nichts, sondern ist schlicht und einfach eine Mentaleinstellung (die sich natürlich nicht einfach verlassen lässt, aber es ist trotzdem sehr von dir abhängig).

    Hauptsache, man hat's hinter sich. :)
    • maude 29.08.2019 21:14
      Highlight Highlight vielleicht sollt dann aber auch nicht vergessen werden was für Ursachen die Depression hat 'DIE Eine' gibts nicht, exogen, endogen uswusf. vielleicht auch ein hormonelles Chaos oder Eisenmangel, der im Pyschologisierungswahn schlicht übersehen wurde. Dieses 'denken sie positiv, gehen sie raus und machen sie Sport'-Ding kommt nur von Menschen, die nicht wissen, was eine WIRKLICHE Depression bedeutet. Auch depressive Verstimmungen können übelst sein, das will ich nicht runterreden, ist aber schlicht was anderes.
    • Enzasa 30.08.2019 18:41
      Highlight Highlight Depressionen können sehr wohl körperliche Ursachen haben.
      Stoffwechselstörungen im Gehirn kann man nicht mit mentaler Einstellung beheben.

      Aber vielleicht glaubst du ach das jemand der kurzsichtig ist einfach nur die Augen zusammen kneifen muss um richtig zu sehen.
  • Rainer.Zufall 29.08.2019 12:35
    Highlight Highlight Das tragische daran ist, dass oftmals die meisten sich nicht hineinversetzen können oder es keine „beweise“ gibt. Bsp. gebrochener Knochen (Röntgen)
    Benutzer Bild
  • hiob 29.08.2019 12:18
    Highlight Highlight die steigende depressionsrate ist völlig normal bei diesem wahnsinn, den wir durchleben müssen.
    • Cirrum 29.08.2019 14:05
      Highlight Highlight Wir haben es selber in der Hand, wie sehr uns dieser „Wahnsinn“ an die Nieren geht.. eigentlich geht es uns ziemlich gut aber negative Sachen bekommen leider zu viel Aufmerksamkeit, Gutes verkauft sich leider nicht so gut..
    • hiob 29.08.2019 14:42
      Highlight Highlight "wir haben es selber in der hand" stimmt einfach nicht. wir können unser umfeld nicht einfach ausblenden. vor allem aber kann man nicht vergessen, was man schon weiss.
    • Sonnenbankflavor 29.08.2019 16:25
      Highlight Highlight "Wir haben es selber in der Hand". Solche Sprüche sind einfach nur peinlich und kann man echt nicht mehr hören, sorry.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SIEGLINDE 29.08.2019 11:39
    Highlight Highlight Tja bin da nicht einer Meinung, denn die Menschen haben zu wenig arbeit würden die ganzen Tag körperlich schwer schuften hätten die keine Zeit depressiv zu werden.Louis Kuhne Tatsache ist, dass auf dem Lande, wo die Bevölkerung meist noch im engsten Zusammenhange mit der Natur lebt und viel in freier Natur arbeitet, wo alle jene Laster der Zivilisation und die verkehrten Gesundheitsvorschriften der modernen medizinischen Schule noch keinen allgemeinen Eingang gefunden haben, die Geisteskrankheiten ein so gut wie unbekannter Gast sind..... Eben
    • fant 29.08.2019 14:58
      Highlight Highlight Also so einfach ist es nicht. Deine Aussage ist ja "ihr müsst nur von morgens bis abends körperlich schuften, dann geht's euch psychisch gut".

      Ich gehe mit dir einig, dass mehr körperliche Betätigung für die seelische Gesundheit sicher förderlich ist.

      Auch denke ich, dass die "Laster der Zivilisation" (wie z.B. die "Like-Sucht" auf facebook) bei schon etwas wackligen Psychen das Problem eher verschärft als lindert.

      Dass auf dem Land diese Probleme seltener sind, halte ich aber für einen Mythos. Viel eher gibt's das dort nicht, weil es das nicht geben darf. Es wird einfach ignoriert...
  • Luzifer Morgenstern 29.08.2019 11:28
    Highlight Highlight Grossartig. Der Link direkt neben dem Artikel ist so prominent platziert. Das ist vorbildlich.

    Ich habe schon oft gesagt, dass man bei diesen Themen immer zeigen sollte, wo man Hilfe findet. Das habt ihr perfekt gelöst.
  • Perwoll 29.08.2019 11:11
    Highlight Highlight Kann da eine Verbindung, zwischen Anzahl ansässiger Psychologen/Psychiater auf 1000 Einwohner, hergestellt werden?

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