Schweiz
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Ju-Air setzt Flüge bis Frühling 2021 aus



epa06928797 A undated handout photo made available by Swiss JU-AIR showing a historic JU-52 aircraft of the JU-AIR in the air. A JU-52 of the JU-AIR crashed on 04 August 2018 at Piz Segnas above Flims, Switzerland, on its way from Locarno to Duebendorf. Authorities say all 20 people on-board died.  EPA/JU-AIR HANDOUT MANDATORY CREDIT: JU-AIR, HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/KEYSTONE / JU-AIR

Die Ju-52-Flugzeuge sollen erst im Frühling 2021 - also ein Jahr später als bisher geplant - wieder fliegen. Grund für die Verzögerung ist der grosse Aufwand für die Grundüberholung der drei historischen Flugzeuge.

Ju-Air will dabei zahlreiche Teile an Flügeln, Rumpf, Fahrwerk, Leitwerken und Steuerflächen sowie Teile der Motoren und Treibstoffsysteme der Ju-52 ersetzen, wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte. Da diese Teile auf dem Markt nicht erhältlich seien, müssten sie in Einzelanfertigung neu hergestellt werden.

«Wir investieren in die Sicherheit und die Zukunft der JU-AIR. Die Totalrevision macht unsere Flugzeuge fit für einen erneuten, langfristigen Betrieb. Zudem wird sie helfen, allfällige Zweifel an der Sicherheit der JU-52 auszuräumen.»

CEO Kurt Waldmeier

Die Revision dürfte damit voraussichtlich mehr als 20 Monate dauern. Die Totalrevision der Oldtimer werde von Ingenieuren der Ju-Air zusammen mit externen Fachleuten und Unternehmen geplant und danach dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) zur Prüfung vorgelegt. Nach der Überholung gälten die Maschinen «als technisch so gut wie neuwertig».

Nach dem Absturz einer Ju-52 beim Piz Segnas am 4. August 2018 mit 20 Todesopfern hatte das Bazl der Ju-Air die Genehmigung für kommerzielle Passagierflüge entzogen. Dafür erfüllten die Oldtimer die heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr.

Zusätzlich werde sich die europäische Gesetzgebung für Oldtimer ab Mitte 2019 ändern und einen kommerziellen Betrieb nicht mehr zulassen, schreibt das Bazl. Damit darf die Ju-Air nur noch bezahlte Passagierflüge für die Vereinsmitglieder anbieten.

Ursprünglich plante die Fluggesellschaft, für den Sommer 2019 dafür ein Flugzeug einzusetzen und beim Bazl ein entsprechendes Gesuch einzureichen. Dafür wäre der Aufwand aber zu gross geworden.

Die Ju-Air betonte am Donnerstag erneut, die Totalüberholungen stünden nicht in Zusammenhang mit dem Absturz. Es gebe bisher keine Hinweise, dass eine technische Ursache dazu beigetragen habe. (jaw/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 04.04.2019 11:10
    Highlight Highlight Ist die Juair eine Airline? Denke nicht. Sie ist Teil eines Vereins. Als Airline (=kommerziell) darf man die Flugzeuge ohnehin nicht nutzen.

    Diese Entscheidung der Generalüberholung zeugt von Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht. Die Kosten werden gigantisch sein. Dennoch ist es die richtige Entscheidung.
    • Mr. Holmes 04.04.2019 15:31
      Highlight Highlight Die JU-AIR war bisher eine Airline mit AOC und Ausnahmegenehmigung für die JU-52 als EASA Annex II Flugzeug. Diese Ausnahmegenehmigung ist aber künftig aufgrund der neuen Basic Regulations nicht mehr möglich, weshalb auch ein kommerzieller Betrieb in Zukunft nicht mehr möglich ist.
    • 7immi 04.04.2019 17:04
      Highlight Highlight @holmes
      Danke für die Aufklärung. Bei meinem Flug im 2016 mussten wir Vereinsmitglieder werden. Was ist da der Hintergrund?
    • Mr. Holmes 04.04.2019 20:34
      Highlight Highlight Bei einer kommerziellen Airline dürfen die Piloten nicht älter als 65 Jahre sein. Damit einige erfahrene Piloten weiter fliegen konnten, stellte man die meisten Flüge innerhalb der Schweiz vor einigen Jahren von geschäftlich auf privat (Verein) um. Auch die Super Constellation flog seit Jahren privat. In Zukunft ist nur noch diese Variante möglich.

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