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Iluska Grass hat den Prix Courage 2019 gewonnen.

Iluska Grass, die sich gegen Neonazis zur Wehr setzte, hat den diesjährigen «Prix Courage» des «Beobachter» erhalten. Bild: Christian Schnur

Sie beschützte Juden vor Neonazi: Zürcherin (28) gewinnt «Prix Courage»

Die Zürcherin Iluska Grass, die sich gegen Neonazis zur Wehr setzte, hat den diesjährigen «Prix Courage» des «Beobachter» erhalten. Ein Preis für ihr Lebenswerk ging am Freitag an die frühere Strafverfolgerin Carla Del Ponte.



Die 28-jährige Zürcherin Iluska Grass beschützte vor vier Jahren einen orthodoxen Juden vor Neonazis, teilten die Organisatoren des «Beobachter Prix Courage» mit. Grass befand sich an einem Samstagabend vor über vier Jahren am Zürcher Manesseplatz, als sie Schreie eines am Boden liegenden orthodoxen Juden hörte.

Die junge Frau stellte sich zwischen angetrunkene Rechtsradikale und den am Boden liegenden Juden. «Ich habe nicht gross überlegt, sondern einfach gehandelt», sagte Iluska Grass.

Der Haupttäter, ein mehrfach vorbestrafter Neonazi, kam massgeblich dank Grass vor Gericht und wurde wegen Rassendiskriminierung und Tätlichkeiten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Das Zürcher Obergericht verurteilte den Täter Ende Februar 2019 zu einer Haftstrafe von zwölf Monaten. Ausserdem muss er dem Opfer 3000 Franken Genugtuung zahlen.

Die Wahl des «Beobachter Prix Courage» erfolgte durch das Publikum via Online-Voting und durch eine siebenköpfige Jury. Überreicht wurde die mit 15'000 Franken dotierte Auszeichnung in Zürich von der ehemaligen Aargauer Regierungsrätin und Jury-Präsidentin Susanne Hochuli.

«Beobachter Prix Courage Lifetime Award» für Carla Del Ponte

Der mit 10’000 Franken dotierte «Beobachter Prix Courage Lifetime Award» wurde dieses Jahr Carla Del Ponte verliehen. Die Schweizer Strafverfolgerin und Diplomatin hat ihr Leben lang dafür gekämpft, dass Untaten nicht ungesühnt bleiben, unter anderem war sie Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda.

«Carla Del Ponte verbrachte ihre Zeit in gepanzerten Autos, an Konferenztischen der Uno und in zu oft fruchtlosen Gesprächen mit Diplomaten, die Worten mehr Bedeutung zumessen als Taten. Aber sie liess sich nie unterkriegen», betonte Beobachter-Chefredaktor Andres Büchi in seiner Laudatio. Sie habe den Mut gehabt, die Wahrheit zu sagen, weil sie furchtlos gegenüber Mächtigen sei.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte Del Ponte nicht an der Preisübergabe teilnehmen. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 02.11.2019 08:58
    Highlight Highlight Meine Hochachtung vor dem Mut von Frau Iluska Grass
  • Ciri 02.11.2019 01:58
    Highlight Highlight @Watson BITTE macht mal was, gegen die 4-7 Trolle die hier rumblitzen.
    Ich logge mich gerne dafür ein.
  • Me, my shelf and I 01.11.2019 20:27
    Highlight Highlight Blood and Honour, Combat 18 und andere Nazibanden gehören verboten und konsequent Knallhart für ihre Taten bestraft. Gerichte müssen heftige Strafen aussprechen und die Polizei muss Ermittlungen gegen Rechtsextreme nicht mehr nur mit halbem Herzen durchführen.
    Make fascists afraid again! Vor der Judika- und Exekutive. Für eine wehrhafte Demokratie!
  • Kollani 01.11.2019 20:23
    Highlight Highlight So viele Blitze unter den Kommentaren?! WTF, sind hier etwa ein paar Neonazis am mitlesen? Wie kann man keinen Respekt vor dieser Tat haben?
    Schön, gibt es solche Menschen und ich bin froh, dass sie nicht selber angegriffen wurde.
    • pamayer 01.11.2019 20:54
      Highlight Highlight Klar sind die sofort zur Stelle um die "öffentliche Meinung" in ihrem Sinn zu optimieren.
    • Shlomo 02.11.2019 08:01
      Highlight Highlight Nazis können lesen?😱
  • Me, my shelf and I 01.11.2019 20:22
    Highlight Highlight Watson, ach verdammt, jetzt macht mal bitte was gegen die Nazi-Likewellen! Es ist zum kotzen! Ich bin bereit, mich zum Bewerten einloggen zu müssen, wenn dann keine menschenverachtenden Like/Dislike-Verhältnisse mehr herrschen.
    • Esischesoufertig 01.11.2019 20:30
      Highlight Highlight Hoffe auch, dass es „lediglich“ Trolle sind. Sonst hätten wir allen Grund zur Sorge! Haben wir? Watson bitte handeln!
    • Things will be different when I take over the worl 01.11.2019 20:45
      Highlight Highlight Jap ich auch!
    • nöd ganz. klar #161! 01.11.2019 20:56
      Highlight Highlight Definitiv! Vor allem wäre es mal schön, eine Statistik/ Auswertung der Likes zu sehen. An die Fachleute: Ist es möglich, anhand der Likes und ihrer Daten auf eine Manipulation durch Skripts (oder was auch immer) zu schliessen?
      Und Watson, geht das Problem endlich mal an, bitte. Thematisiert es vielleicht mal in einem Artikel?

      Wäre einfach schön, zu wissen was Sache ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 01.11.2019 20:15
    Highlight Highlight Be like Iluska und schau nicht weg. Zivilcourage hält uns zusammen.

    Gegen jeden Antisemitismus! ❤️
  • Mat1223334444 01.11.2019 19:50
    Highlight Highlight Schön, dass es solche Menschen gibt. Schade, dass es sie braucht.
  • Smeyers 01.11.2019 19:24
    Highlight Highlight Gratuliere zum Preis und schade das es heute noch Courage braucht wegen neonazis.
  • The Host 01.11.2019 19:15
    Highlight Highlight Frau Grass hat meinen vollen Respekt!
  • Neruda 01.11.2019 19:07
    Highlight Highlight Starke Frau die Iluska! Danke für deinen Mut!
  • flausch 01.11.2019 18:41
    Highlight Highlight Und diese Nazis die vor Vier Jahren am Manesseplatz einen "Polterabend" feierten und dabei ihr krankes Weltbild offenbarten, sind mit ein Grund dafür das diese Art von "Polterabenden" in Zürich nicht toleriert wird.
    • Rabbi Jussuf 01.11.2019 20:39
      Highlight Highlight ?
      Was da vermutlich passiert ist, reicht doch vollkommen aus! Das ist Zivilcourage.
    • nöd ganz. klar #161! 01.11.2019 20:58
      Highlight Highlight Zürich bleibt Nazifrei!
    • flausch 01.11.2019 23:02
      Highlight Highlight @jussuf
      Reicht aus. Ja theoretisch. Aber es sollte klar sein das Nazis in einer Gesellschaft nicht akzeptiert werden...
    Weitere Antworten anzeigen

Facebook verbietet Zürcher Schwulen-Werbung und krebst dann zurück

Das Zürcher Gesundheitszentrum für queere Menschen Checkpoint Zürich wollte zum Welt-AIDS-Tag ein Video auf Facebook bewerben, in dem sich unter anderen zwei Männer küssen. Facebook sagte nein. Zweimal. Bis sich watson einschaltete.

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