Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schüsse in Zürcher Moschee: Täter tötete bereits am Sonntag in Schwamendingen



Was wir wissen

Schicke uns deinen Input
Rafaela Roth
Willi Helfenberger
14:55
«Die Tat muss aufgeklärt werden»
Bashir Gobdon, Mitglied des somalischen Kulturvereins in der Schweiz, fordert die Aufklärung der Tat.
14:28
Täter hat sich erschossen
«Er hat sich erschossen», sagt Lentjes Meili auf die Frage, wie der Täter verstorben ist. Damit beendet die Polizei die Pressekonferenz.

Francoise Stadelmann, links, Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zuerich, und Christiane Lentjes Meili, rechts, Kripochefin,
14:27
Nach der Tat nochmals zu Hause
Der Täter war nach der Tat in Schwamendingen noch einmal bei sich zu Hause. Dies würden die sichergestellten Spuren zeigen.
14:25
Keine Anzeichen auf Bluttat im Vorstrafenregister
Vorstrafen beim Täter: Velodiebstähle und eine Tätlichkeit im Jahr 2009.
14:23
Keine Details zur Waffe
Über die Waffe gibt die Polizei kein Statement ab. Sie wurde gefunden und sichergestellt.
14:23
Keine Öffentlichkeitsfahndung
Die Polizei habe mit grossem Aufwand nach dem Täter gefahndet, dies sei nach den Hinweisen, die sie auch in dessen Wohnung gefunden haben, auch nötig gewesen. Eine Öffentlichkeitsfahndung sei erst für Dienstag geplant gewesen, da man den Täter nicht habe aufschrecken wollen.
14:17
Täter war Schweizer
Der Täter war Schweizer, mit ghanaischen Wurzeln. Auch das Opfer war Schweizer Staatsbürger.
14:15
Job gekündigt
Der Täter hat am Freitag seinen Job gekündigt.
14:15
«Opfer von Schwamendingen war ein Bekannter des Täters»
Lentjes Meili: «Das Opfer von Schwamendingen war ein Bekannter des Täters. Details zu Streitigkeiten zwischen den beiden haben wir nicht, sie müssen sich aber irgendwie auseinander gelebt haben.»
14:13
Warum in der Moschee?
Frage von den Journalisten: Warum die Moschee? «Wir wissen es nicht! Es gibt keine Erkenntnisse darüber, warum der Täter dort zugeschlagen hat», sagt Lentjes Meili
Opfer der Schiesserei im Islamischen Zentrum ausser Lebensgefahr
von Willi Helfenberger
Die drei Verletzten, die am Montagabend beim Angriff auf das Islamische Zentrum verletzt wurden, sind ausser Lebensgefahr. Sie wurden notoperiert und befinden sich in stabilem Zustand. Dies teilten die Zürcher Behörden am Dienstag mit. (sda)
14:11
«Beweise werden jetzt ausgewertet»
Staatsanwältin Stadelmann: «Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Jetzt müssen alle Beweise ausgewertet werden. Es gibt keine Hinweise auf eine islamistische Tat.»
14:10
Telefonanruf brachte neue Informationen
Am Montag sei intensiv nach dem Mann gefahndet worden. Mittels eines zurückverfolgten Telefonanrufs konnte er via Videokameras lokalisiert werden. Ein neues Fantombild wurde allen Polizeibeamten zugesandt. Dann seien Berichte über Schüsse im islamischen Zentrum beim Bahnhof eingetroffen. Kurz darauf wurde die Leiche bei der Rio Bar entdeckt. Anhand von Spuren konnte die Tat dann mit dem selben Täter wie in Schwamendingen zugeordnet werden.
14:06
Fahndung lief bereits Montag
Bereits am Montag wurde intensiv nach dem Täter von Schwamendingen gefahndet. Dies auch mittels Fotos des Täters. An seinem Wohnort fand man den Mann nicht. Diverse Geräte seien dort aber schergestellt worden, sagt Lentjes Meili. Der Täter habe sich laut der Polizei für Okkultismus interessiert.
14:03
Täter ein 24-jähriger Schweizer
Beim Angreifer auf das Islamisches Zentrum in Zürich handelt es sich um einen 24-jährigen Schweizer aus dem Bezirk Uster. Er war auch für das Tötungsdelikt verantwortlich, bei dem ein Mann auf einem Spielplatz in Schwamendingen gefunden wurde. Dies gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagmittag vor den Medien in Zürich bekannt. (sda)
14:02
Zwei Taten - ein Täter
Es informieren Françoise Stadelmann und Christiane Lentjes Meili - Chefin der Kripo ZH. Lentjes Meili sagt, beim Täter in Schwamendingen und beim Täter des islamischen Zentrums in Zürich handle es sich um ein und denselben Täter.
11:52
Pressekonferenz startet um 14 Uhr
Um 14 Uhr informieren Polizei und Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich über den aktuellsten Kenntnisstand zur Schiesserei in der Moschee.
Polizeiautos bei islamischem Gebetszentrum an der Eisgasse in Zürich.

Die Faktenlage bis vor der Medienkonferenz:

Nachdem ein unbekannter Mann am Montagabend in einem islamischen Zentrum mehrere Schüsse abgegeben und drei Personen zum Teil schwer verletzt hatte, wurde umgehend eine Grossfahndung nach dem flüchtigen Täter eingeleitet. Die in der Nähe des Tatorts verstorben aufgefundene Person konnte in der Zwischenzeit mit der Tat in Verbindung gebracht werden. Die Fahndung wurde eingestellt. Details dazu liefert die Polizei an einer Pressekonferenz heute um 14 Uhr.

Die Kapo teilte über Twitter mit, es gebe jedoch keine Hinweise auf eine Verbindung des Täters zum «IS.» Die Ermittler gehen davon aus, dass die aufgefundene tote Person der Täter der Schiesserei ist. Einige Stunden nach der Tat wurde an der Sihl in der Nähe der Gessnerallee ein Toter gefunden. Zunächst war unklar, ob es einen Zusammenhang gibt mit der Tat im Gebetsraum, der vor allem von Somaliern besucht wird. Über den Zustand der drei, teilweise schwer Verletzten ist nichts bekannt.

epa05682671 Policemen inspect the site where a body is found under the Gessnerbruecke bridge, after the shooting attacks at the Islamic center in Zurich, Switzerland, 19 December 2016. Three people were injured at the shooting near Zurich's main railway station. According to the police, the attackers are still on the run.  EPA/ENNIO LEANZA

Hier, unter der Rio-Bar, wurde die leblose Person und eine Waffe gefunden. Bild: EPA/KEYSTONE

Bei der Schiesserei im Gebetsraum des Islamischen Zentrums nahe des Zürcher Hauptbahnhofs sind drei Männer im Alter von 30, 35 und 56 Jahren teils schwer verletzt worden. In der Nähe des Islamzentrums wurde eine Leiche entdeckt.

Die Stadtpolizei leitete sofort eine Grossfahndung ein. Video: reuters

Laut Angaben der Zürcher Justizbehörden vom Montagabend betrat ein circa 30-jähriger Mann gegen 17.30 Uhr die Räumlichkeiten des Islamzentrums an der Eisgasse im Zürcher Kreis 4 und gab wahllos mehrere Schüsse auf anwesende Betende ab. Danach flüchtete er aus der Moschee in Richtung Zeughausareal.

Beim Amoklauf wurden ein 30- sowie ein 56-jähriger Mann schwer verletzt, ein 35-Jähriger wurde mittelschwer verwundet, wie Polizeisprecher Marco Bisa vor Ort den Medien zu Protokoll gab. Über die Nationalität der Opfer sei zur Stunde nichts bekannt. Sie seien in ein Spital gebracht und medizinisch versorgt worden.

Angaben zum Motiv sowie zum genauen Tathergang konnten die Justizbehörden nicht machen. Am Tatort werde eine umfassende Spurensicherung durchgeführt. Laut Augenzeugen befinden sich im Schnitt zehn Leute im Gebäude des somalisch-islamischen Zentrums – mehrheitlich Personen aus dem Maghreb, Somalia und Eritrea. Dort fänden täglich Gebete statt. Es sei bisher immer friedlich geblieben.

Abukar Abshirow hat von Augenzeugen von der Schiesserei erfahren. Der Somalier betet aushilfsweise in der Moschee vor. Er sei sofort hergekommen, sagt er gegenüber watson. Abshirow kann sich nicht erklären, weshalb es in der Sufi-Moschee zu einer Schiesserei gekommen ist. Noch am Mittag habe er dort das Mittagsgebet gesprochen. Dabei seien keine Anzeichen von einem Streit zu bemerken gewesen, so der Prediger.

Der Teilzeit-Imam Abukar Abshirow vom islamisch-somalischen Glaubenszentrum in Zürich

Abukar Abshirow von der Sufi-Moschee. bild: rafaela roth

Donald Trump geht indes schon mal davon aus, dass es sich um einen Terroranschlag handelt.

«Keine Gefahr für Bevölkerung»

«Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr», sagte Bisa gestern. Die Sicherheit sei gewährleistet.

Der Täter trug laut ersten Zeugenaussagen bei der Tat dunkle Kleidung sowie eine dunkle Wollmütze.

Bild

Die Polizei spannte bei der Rio-Bar ein Zelt auf. bild: watson

Rund um die beiden Tatorte patrouillierten am Montagabend schwerbewaffnete Sondereinheiten mit Hundestaffeln. Kurz nach 19 Uhr, rund anderthalb Stunden nach der Schiesserei, befanden sich viele Journalisten und Gaffer an den Orten des Geschehens. Der Verkehr lief weitgehend normal weiter, nur eine kleine Gasse wurde abgesperrt. (sda/cma/rar/blu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Mitten im Pendlerverkehr: Störung im Heitersbergtunnel – Strecke Zürich-Bern war betroffen

Zug-Problem im Aargau: Auf der Bahnstrecke zwischen Mellingen Heitersberg und Killwangen-Spreitenbach ist es im morgendlichen Pendlerverkehr zu Umleitungen, Ausfällen und Verspätungen gekommen. Grund war gemäss den SBB ein Gleisschaden auf der Strecke.

Von der Störung betroffen waren der Fernverkehr (ICE, TGV, Railjet, EC, IC, IR) und der Nahverkehr (RE, S-Bahnen). Die Störung dauerte von rund 7 Uhr bis 9 Uhr. (mlu)

Artikel lesen
Link zum Artikel