DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Seegarten Klinik Kilchberg google street view

Die Seegarten-Klinik in Kilchberg ZH.
Bild: google streetview

Zürcher Klinik soll illegal Fettpräparate gespritzt haben

Eine Klinik in Kilchberg und eine Medizin-Firma in Münchwilen sollen das Heilmittelgesetz verletzt und die Gesundheit von Patienten gefährdet haben. Swissmedic ermittelt. 



Swissmedic ermittelt wegen des Verdachts auf Heilmittelkriminalität gegen eine Klinik am Zürichsee und einen Arzneimittel-Produzenten im Thurgau. Das berichtet der «Tages-Anzeiger» am Mittwoch. Demnach führte das Heilmittelinstitut am Montag in der Deutschschweiz zusammen mit Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei sechs Hausdurchsuchungen durch und nahm drei Personen vorübergehend in Untersuchungshaft. 

Den Verdächtigen – Verantwortlichen der Seegarten-Klinik in Kilchberg ZH und der Firma Med Cell Europe aus dem Thurgauer Münchwilen – drohen wegen illegaler Herstellung, Handel und Anwendung von Arzneimitteln Freiheitsentzüge von bis zu fünf Jahren, heisst es in dem Bericht weiter. Die Unternehmen hätten die Gesundheit von Patienten mit einer Therapiemethode gefährdet, bei der abgesaugtes Fettgewebe in Präparate umgearbeitet und Kunden eingespritzt wird. 

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Umstrittene Komplementärtherapien

Die Seegarten-Klinik und Med Cell Europe sind bekannt dafür, umstrittene Komplementär-Methoden anzuwenden. So hat gemäss «Tages-Anzeiger» Med Cell Europe bei Swissmedic ein Gesuch eingereicht, um aus Eigenfett mesenchymale Stammzellen isolieren und einlegen zu dürfen. Swissmedic habe abgelehnt. 

Med Cell Europe teilte den Kunden mit, «aufgrund neuester gesetzlicher Anpassungen und Verfügungen des Bundesamtes für Gesundheit respektive Swissmedic keine Behandlungen mit Extrakten von Stammzellen» anbieten zu können. (dwi)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Fake Hanf: Ein Drogentrend schwappt in die Schweiz – was du darüber wissen musst

Auf dem Schwarzmarkt wird vermehrt Gras verkauft, das mit synthetischen Cannabinoiden versetzt wurde. Diese Drogen gelten als hochgefährlich und können bei einer Überdosierung zum Tod führen.

Synthetisch hergestelltes Cannabinoid ist keine Neuheit. Vor einigen Jahren machten in den USA die Drogenzombies von Brooklyn von sich reden. Auch in Deutschland kam es in der Vergangenheit zu tragischen Fällen, nachdem vorwiegend junge Personen die Droge konsumiert hatten. Eine europäische Studie ermittelte in den Jahren 2016 bis 2019 insgesamt 61 Todesfälle aufgrund synthetischen Cannabinoids. Die Dunkelziffer wird um ein Mehrfaches höher geschätzt.

In der Schweiz fand die Droge bisher keine …

Artikel lesen
Link zum Artikel