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Der Jugendliche, den heute alle Carlos nennen, wurde berühmt, weil er ein «Sondersetting» bekam, das 19'000 Franken im Monat kostete. 
Der Jugendliche, den heute alle Carlos nennen, wurde berühmt, weil er ein «Sondersetting» bekam, das 19'000 Franken im Monat kostete. Bild: SRF

Carlos wegen angeblicher Bedrohung angeklagt – der 19-Jährige bleibt im Gefängnis

Carlos ist offenbar angeklagt worden. Er soll einen Mann mit einem Messer bedroht haben. Er kämpft gegen die angeordnete Sicherheitshaft.
16.04.2015, 05:1616.04.2015, 08:17

Der 19-jährige Carlos sitzt seit Ende Oktober 2014 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat am 27. März beim Bezirksgericht Dietikon Anklage wegen Drohung und weiterer Delikte eingereicht. Dies sagt Corinne Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, gegenüber dem Tages-Anzeiger. Der Staatsanwalt verlange für Carlos eine unbedingte Freiheitsstrafe von elf Monaten. Die Strafe soll zugunsten einer ambulanten Therapie aufgeschoben werden. Wann der Prozess stattfindet, ist noch nicht festgelegt.

Gemäss dem Artikel ist Carlos nach Abschluss der Untersuchung Ende März nicht aus der U-Haft entlassen worden. Der Staatsanwalt habe Antrag auf Sicherheitshaft gestellt und dieser sei vom Zwangsmassnahmengericht Dietikon für drei Monate bewilligt worden – wegen Wiederholungsgefahr. 

Wie der «Tages-Anzeiger» weiter schreibt, hat Carlos’ Anwalt Beschwerde beim Obergericht erhoben. In den nächsten Tagen soll darüber entschieden werden, ob Carlos in Haft bleibt oder bald rauskommt.

Carlos beim Boxtraining.
Carlos beim Boxtraining.Bild: SRF

In drei Punkten angeklagt 

Carlos werde in drei Punkten angeklagt: Drohung, Hinderung einer Amtshandlung sowie mehrfache Sachbeschädigung. 

Die zwei ersten Vorwürfe betreffen einen Vorfall vom 28. Oktober 2014 im Kreis 4 in Zürich, wie die Zeitung berichtet. An der Langstrasse sei es zu einem Streit zwischen Carlos und einem Mann gekommen. Carlos soll den Mann mit einem langen Messer bedroht haben. 

Die ebenfalls eingeklagte Sachbeschädigung gehe auf das Jahr 2014 zurück. Damals soll Carlos im Massnahmenzentrum Uitikon randaliert und grossen Schaden angerichtet haben. 

Graf wegen «Fall Carlos» abgewäht
Der «Fall Carlos» hat die Abwahl des Justizdirektors Martin Graf (Grüne) entscheidend beeinflusst. Das zeigt eine Nachbefragung des «Tages-Anzeigers» zusammen mit dem Forschungsinstitut Sotomo. Graf ist bei den Wahlen in Zürich als Regierungsrat abgewählt worden.

Carlos geriet in die Schlagzeilen, weil er von der Jugendanwaltschaft ein «Sondersetting» bekam, das 19'000 Franken im Monat kostete. Zum Vorfall im Kreis 4 kam es nach dem Ende des «Sondersettings». (feb)

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