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Stress am See: Onlineshop liefert Alkohol – und verärgert damit Kioskbetreibende

13.06.2022, 11:1313.06.2022, 12:30

Ein Bad im See, dazu ein kühles Bier: Für viele die perfekten Zutaten eines gelungenen Sommerabends. Das Bier am Zürichseeufer muss man sich aber selbst besorgen oder im Restaurant trinken. Denn die Standplätze und Kioske entlang des Seeufers dürfen zwar Softgetränke und Glacé verkaufen – Alkohol auszuschenken, ist ihnen aber untersagt.

Erlaubt ist hingegen, Alkohol online zu bestellen und sich das dann direkt an den See liefern zu lassen. Von dieser Möglichkeit profitiert derzeit das Zuger Start-up «easi.delivery»: Per Cargovelo bringen Mitarbeitende das zuvor online bestellte Bier direkt zur Kundschaft. Wer Getränke und Snacks bestellt, gibt nicht die Adresse, sondern den Live-Standort an. So wissen die Kuriere, wo ihre Kundschaft zu finden ist.

2021 am Zugersee gestartet, will sich «easi.delivery» nun auch am Zürisee etablieren. Unterwegs sind die Kuriere am Wochenende und wenn die Sonne scheint. «Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung. Die stetig steigende Nachfrage zeigt uns, dass Quick Commerce einem echten Bedürfnis entspricht», so Michael Rinderli, Easi-AG-Mitgründer und -Verwaltungsratspräsident, gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Von der Easi-Geschäftsidee wenig begeistert sind die alteingesessenen Standbetreiber am Seeufer. Denn diese dürfen nicht nur keinen Alkohol verkaufen, sie bezahlen auch für die Standplätze. Je nach Zone kosten sie zwischen 300 und 400 Franken pro Monat. Kosten, die für «easi.delivery» wegfallen. Denn diese fahren nur kurz mit dem Velo vorbei.

Startet «easi.delivery» durch, könnte sich ein weiteres Problem verschärfen: Bereits jetzt kämpft die Stadt Zürich gegen die massiven Abfallmengen am Seeufer und in Parks. Dagegen helfen sollen derzeit 100 mobile Abfallkübel, die in den kommenden Wochen an den Seeanlagen aufgestellt werden. Doch die Abfalltonnen allein reichen nicht. Es sei auch ein Umdenken bei den Konsumentinnen und Lieferdiensten nötig, so ein Sprecher der Abteilung Entsorgung & Recycling gegenüber dem «Tages-Anzeiger». (ohe)

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112 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Butschina
13.06.2022 11:22registriert August 2015
Da wäre ich als Standbetreiber auch genervt.
Das Abfallproblem kann ich persönlich nicht verstehen. Meine Eltern und Bezugspersonrn brachten mir bei keinen Abfall rumliegen zu lassen. Hat es keinen Abfalleimer oder er ist zu voll, nimmt man den Abfall mit unt entsorgt ihn beim nächsten Kübel oder zuhause. Das ist nun wirklich nicht zuviel verlangt.
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mrmikech
13.06.2022 11:38registriert Juni 2016
Lösung für die alteingesessenen Standbetreiber am Seeufer: Die kundschaft online bestellen lassen (während man schon vor ort ist), und sofort das bestellte mitgeben. So ein schlupfloch im gesetzt muss man dann genau so ausnützen.
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Unicron
13.06.2022 12:41registriert November 2016
"Doch die Abfalltonnen allein reichen nicht."

Stimmt, denn man müsste sie halt auch regelmässig leeren. Ein Eimer alleine hilft nicht, man muss auch etwas rein werfen können ohne dass er überläuft.
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