Schweiz
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Stadtrat Filippo Leutenegger, Vorsteher Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, spricht an einer Medienkonferenz ueber die Abstimmungsvorlage und den Architekturwettbewerb des Koch-Areal, am Donnerstag, 19. April 2018, im Stadthaus in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

Der Zürcher FDP-Stadtrat und Schulvorsteher Filippo Leutenegger. Bild: KEYSTONE

«Anteil des Menschen unklar» – Zürcher Stadtrat Leutenegger tappt ins Klima-Fettnäpfchen



Was ist passiert?

Die Schüler der Stadtzürcher Oberstufe Döltschi haben während einer Projektwoche den Klimawandel behandelt. Am letzten Dienstag luden sie dafür den Schulvorsteher Filippo Leutenegger ein, um mit ihm über den Klimawandel zu reden. Das Gespräch wurde für einen Podcast aufgezeichnet.

Der FDP-Stadtrat macht im Verlauf des Gesprächs zwei Aussagen, die nun zu reden geben:

Was sagen die Experten?

Was sagt Leutenegger?

Angesprochen auf die Aussagen im Podcast, verteidigt sich Leutenegger gegenüber dem «Tages-Anzeiger» mit folgenden Aussagen:

«Der Klima­wandel bereitet auch mir grosse Sorgen. Wir müssen alles daransetzen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu verringern, völlig unabhängig davon, wie gross der vom Menschen verursachte Anteil am CO2 tatsächlich ist.»

Zum Thema Verantwortung als Schulvorsteher:

«Ich nehme als Politiker die wissenschaftlichen Erkenntnisse sehr ernst und stehe auch hinter den Klimazielen von Paris.»

Zum Thema Lehrplan 21 und nachhaltige Entwicklung:

«So kann das wichtige Thema Umwelt mit der nötigen Seriosität und Tiefe behandelt werden. Daher unterstütze ich auch Veranstaltungen an den Schulen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.»

Und zum Schluss betont er, dass er sich seit seiner Jugend aktiv in Umweltfragen engagiere:

«Ich unterstütze daher die Bemühungen der FDP in dieser Frage. Allerdings müssen dafür zielführende Massnahmen ergriffen werden.»

(jaw)

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48 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
zeusli
06.06.2019 10:30registriert May 2018
Ich finde die FDP sollte das politische Geschäft den Profis überlassen...
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Tobias W.
06.06.2019 10:38registriert January 2017
Mit der einen Aussage hat er recht: dass keine Einigkeit besteht, ob der Mensch den Klimawandel aufhalten könne. Ich zum Beispiel glaube nicht, dass der Mensch das aufhalten kann.
Haupt-Grund: weil die mit Abstand grössten Verursacher (USA, China, Russland, etc.) weder das Problem noch die Lösung sehen wollen.
Weiterer Grund: weil diejenigen, die sich mit dem Problem beschäftigen (=wir Europäer), auch viel zu spät, zu langsam und zu wenig machen.
Das Problem ist, dass das Problem „unsichtbar“ ist.
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Satan Claws
06.06.2019 10:23registriert May 2019
Viele Gletscher in den Alpen sind über 2000 Jahre alt und Hannibals Elefanten hatten auch mit Schnee zu kämpfen.
Man könnte meinen er selbst habe die Schule nicht besucht.
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48

Kommentar

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