DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zürcher Böögg wird in der Schöllenenschlucht verbrannt

23.03.2021, 12:0423.03.2021, 16:37
Wird brennen, aber nicht in Zürich: Der Böögg.
Wird brennen, aber nicht in Zürich: Der Böögg.
Bild: KEYSTONE

Der Zürcher Böögg wird in diesem Jahr in der Schöllenenschlucht im Kanton Uri verbrannt - abgeschirmt von Zuschauermassen. Damit die Öffentlichkeit trotzdem etwas davon mitbekommt, wird das Frühlingsritual im Fernsehen übertragen.

Schon zum zweiten Mal wird das Zürcher Sechseläuten wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Und schon zum zweiten Mal fällt damit auch der Auftritt des Gastkantons Uri ins Wasser. Nun soll wenigstens der Böögg wie gewohnt in Flammen aufgehen.

Der Urner Regierungsrat hat am Dienstag die Bewilligung erteilt, den Böögg auf der Teufelsbrücke verbrennen zu dürfen, wie der Kanton Uri und die Sechseläuten-Verantwortlichen gemeinsam mitteilten.

Die Schöllenenschlucht
Die Schöllenenschlucht
Bild: watson

Mit Menschenmassen rechnen die Organisatoren in der engen Schöllenenschlucht nicht. Auf der Teufelsbrücke gibt es ohnehin kaum Platz, so dass der Böögg unter Einhaltung der Corona-Vorschriften verbrannt werden kann.

Spielt das Wetter nicht mit, wird der Schneemann vor dem Seerestaurant in Seedorf in die Luft gejagt. Die Verbrennung des Winter-Symbols wird am 19. April auf SRF1, TeleZüri und Tele1 übertragen.

Der Kanton Uri wird im kommenden Jahr trotzdem noch Gastkanton - sofern das Fest mit Tausenden von Zuschauerinnen und Zuschauern dann überhaupt stattfindet.

Verbrennung der Russischen Grippe

Für das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs, welches das Sechseläuten organisiert, hat die Böögg-Verbrennung historisch viel mit Pandemien zu tun. Im Jahr 1890 etwa wurde zwar noch eine dekorierte Puppe und noch kein Schneemann auf den Scheiterhaufen gestellt.

Damals wurde damit aber ausdrücklich die «Influenza» verbrannt, die Russische Grippe, die über eine Million Menschen weltweit das Leben gekostet hatte. Vielleicht lasse sich diesmal ja ausser dem Winter auch die Corona-Pandemie vertreiben, schreibt das Zunft-Komitee. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

20 Minuten 31 Sekunden – Böögg prophezeit tristen Sommer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Der Böögg in Uri? Zehn weitere Kuriositäten aus der Geschichte des Sechseläuten

Bereits im Dezember entschieden sich die Zunftmeister, das Sechseläuten wegen zu unsicheren Zukunftsaussichten abzusagen. Der Gastkanton Uri wurde damit ein zweites Mal vertröstet und entschied sich kurzerhand, sich vom Gast- zum Gastgeberkanton zu mausern. Denn das Zentralkomitee und der Kanton Uri einigten sich darauf, dass der Böögg 2021 nicht auf dem Sechseläutenplatz, sondern auf der Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht verbrannt wird.

«Der Böögg kann in der Schöllenenschlucht wegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel