Gesunkener Bootsanlegesteg im Hafen Tiefenbrunnen: Verdacht zur Ursache bekannt
Wie es in einer Mitteilung heisst, wurde am Donnerstag ein Tauchroboter eingesetzt und wurden Tauchgänge durchgeführt. Ein vermisstes Boot konnte auf dem Seegrund geortet werden. Ein weiteres Boot wird noch vermisst.
Mehrere Dutzend Schiffe, die sich ebenfalls im Hafen befanden, wurden in der Zwischenzeit in Sicherheit gebracht. Vorerst wurden sie an Bojen oder in Hafenanlagen festgemacht.
Die Ölsperren, die nach dem Verschwinden der Mole eingerichtet worden waren, konnten eine grössere Ausbreitung von Betriebsstoffen verhindern, heisst es in der Mitteilung. Weitere Massnahmen seien derzeit nicht nötig. Trotzdem werden die Ölsperren beibehalten, bis die gesunkenen Boote geborgen sind.
Die Untersuchungen dauern weiterhin an. Derzeit werden die betroffenen Bootsbesitzerinnen und -besitzer von der Hafenverwaltung über das weitere Vorgehen informiert. Das könne mehrere Tage dauern.
Die genaue Ursache, warum die Mole sank, ist noch nicht geklärt. Die Polizei hat aber eine Vermutung. Demnach dürfte Wasser über offene Schächte in die Hohlräume der Mole geflossen sein, weshalb sie wohl sank. Die Schächte seien im Rahmen von Unterhaltsarbeiten geöffnet worden, heisst es weiter. Die genauen Umstände werden nun ermittelt.
Aus Sicherheitsgründen herrscht rund um die gesunkene Hafenmole derzeit ein Tauch- und Bootsfahrverbot.
Der Steg versank in der Nacht auf Donnerstag. Dabei wurden Boote beschädigt oder in die Tiefe gezogen. Die Polizei traf auch auf im Wasser treibende Schiffe. Zudem waren Treibstoff und Öl ausgelaufen. Verletzt wurde beim Vorfall niemand. (vro)
