Schweiz
Zürich

Zürcher Regierungsrat Martin Neukom zahlt Porträtbild selbst

Martin Neukom zahlt 20'000-Franken-Rechnung für Porträt selbst

Gleich drei Vorschläge für ein Ahnenporträt wies der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom zurück, weil sie ihm nicht gefielen. Jetzt will er eines selbst bezahlen und die anderen beiden dem Künstler überlassen.
24.04.2026, 20:5424.04.2026, 21:08

Drei Versionen hatte der Maler Hans Witschi angefertigt. Es sollte ein Porträt für die Ahnengalerie werden. Dort werden traditionell alle Zürcher Regierungspräsidentinnen und -präsidenten verewigt. Die Kosten von 20'000 Franken für das Bild trägt der Kanton. Doch Martin Neukom war mit keiner Version zufrieden.

Doch nun scheint sich Neukom mit einer Version zumindest ein wenig angefreundet zu haben. «Ich habe mich entschieden, die 20'000 Franken für eines der Porträts selbst zu begleichen, denn die Auswahl des Künstlers war mein Fehler», schreibt er in einem Post auf LinkedIn.

Das Geld werde bezahlt, sobald das Portrait bei der kantonalen Verwaltung angekommen sei. Die anderen beiden Bilder gehörten Herrn Witschi. «Er kann damit machen, was er will», heisst es weiter.

Doch das Bild, für das er sich entschieden hat, soll nicht zwangsläufig in die Ahnengalerie kommen. Denn er ergänzt: «Das weitere Vorgehen bezüglich Porträt für die Ahnengalerie ist offen.» Es ist also auch möglich, dass er einen neuen Versuch mit einem neuen Künstler oder einer neuen Künstlerin wagt. (vro)

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Die beliebtesten Kommentare
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Maybe.
24.04.2026 21:02registriert Februar 2023
"entschieden selbst zu bezahlen ... war mein Fehler"
Hut ab, die wenigsten Politiker können dies zugeben.
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Neruda
24.04.2026 21:02registriert September 2016
Arme Cheib, jetzt muss er diese billigen Zeichnungen auch noch selber zahlen 😆
Aber er hat sich den Maler ja selber ausgesucht und wird es mit seinem Stadtratssalär sicher auch leisten.

(Nach kurzem Besuch im Internet) Scheinbar verdient er 250k, da kann er es sich leisten und als private Kulturförderung abbuchen 😁😆
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Collins R17
24.04.2026 21:07registriert August 2025
Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Künstler ihn von Anfang an verscheissern wollte. Die ersten beiden Versionen waren eine Zumutung.
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