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Zürcher Alt-Stadträtin Monika Stocker ist tot

Die ehemalige Vorsteherin des Sozialdepartementes, Monika Stocker, erscheint beim Grossmuenster anlaesslich der Abdankungsfeier fuer Emilie Lieberherr, am Mittwoch, 12. Januar 2011, im Zuercher Grossm ...
Monika Stocker ist tot.Bild: KEYSTONE

Zürcher Alt-Stadträtin Monika Stocker ist tot

24.04.2026, 16:1624.04.2026, 16:33

Monika Stocker ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das berichtet der Tages-Anzeiger. Die erste Stadträtin der Grünen hat das Zürcher Sozialwesen radikal erneuert.

Die 1948 in Aarau geborene Sozialwissenschaftlerin verschrieb ihr Leben der Politik und dem sozialen Ausgleich. Nach ihrem Studium an der Universität Fribourg trat Stocker 1986 den Grünen bei und schaffte bereits ein Jahr später den Sprung in den Nationalrat, dem sie bis 1991 angehörte. Ihre bedeutendste politische Ära prägte sie jedoch auf kommunaler Ebene: 1994 wurde sie in den Zürcher Stadtrat gewählt.

Über 14 Jahre lang leitete sie das Sozialdepartement der Limmatstadt. Als dessen Vorsteherin war Stocker an der Räumung der offenen Drogenszene am Letten beteiligt. Die begleitenden Massnahmen, zu denen auch die kontrollierte Abgabe von Heroin gehört, fanden weltweit Beachtung.

Im Jahr 2008 zwangen sie Herzbeschwerden schliesslich dazu, ihren Rücktritt aus der Stadtregierung bekannt zu geben.

In der Todesanzeige von Stocker heisst es:

«Ich hatte ein intensives, glückliches Leben. Ich bin vielen Menschen begegnet und habe an ihren Geschichten, den guten und den schwierigen teilhaben dürfen. Jetzt möchte ich im Stillen gehen»

Eine Trauerfeier werde es keine geben, wie der «Tages-Anzeiger» weiter schreibt. (hkl/phh/aargauerzeitung.ch)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Garp
24.04.2026 16:37registriert August 2018
Dann möge sie nun in Frieden ruhen.
Ich habe sie in vielem geschätzt.
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Tejas_
24.04.2026 16:56registriert Juli 2022
Sie hat viel bewirkt und erreicht, möchte sie in Frieden Ruhen.
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Pebbles F.
24.04.2026 17:09registriert Mai 2021
Sie hat so viel Wichtiges erreicht in ihrem Leben. Mögen die Leute, deren Leben sie mit verbessert hat, sich immer wieder an sie erinnern.
Ich bin traurig, dass sie nicht mehr hier ist.
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