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Stadt Zürich verlängert Gratis-Tests für Geschlechtskrankheiten

Test mit bebilderten Gebrauchsanleitung. Ein in Bochum entwickelter Selbsttest für Zuhause soll den Anstieg von Geschlechtskrankheiten eindämmen. Der Test wird am Montag, 03.09.2018, vom Zentrums für  ...
Seit Juni 2023 können sich Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher bis 25 Jahre gratis auf Geschlechtskrankheiten testen lassen.Bild: Bochum

Stadt Zürich verlängert Gratis-Tests für Geschlechtskrankheiten

25.08.2025, 10:0025.08.2025, 10:22
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Der Zürcher Stadtrat hat die Gratistests für Geschlechtskrankheiten bis Ende Mai 2027 verlängert. Danach will er ein dauerhaftes Angebot schaffen. Zwar nicht mehr ganz kostenlos, dafür für Personen bis 30 Jahren – und nicht wie im Pilotprojekt nur für Personen bis 25.

Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament die gesetzliche Grundlage für das dauerhafte Angebot zu schaffen, wie er am Montag mitteilte. Die Kosten für den Zusatzkredit belaufen sich auf 920'000 Franken.

Nach Ende der Pilotphase soll der Test nicht mehr gratis sein, wie aus der Medienmitteilung hervor geht. Die Stadt spricht von einem «kleinen Eigenanteil». Wie hoch dieser sein wird, sei noch nicht festgelegt, hiess es beim Gesundheitsdepartement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er werde sicher sehr tief sein und vermutlich im tiefen zweistelligen Bereich liegen.

Bis 2027 beauftragt die Stadt Zürich den Verein Sexuelle Gesundheit Zürich, der bereits jetzt im Rahmen des Pilotprojekts die Testungen und Beratungen durchführt. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Es soll helfen, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen, Hürden beim Zugang zu Tests abzubauen und das Bewusstsein für die sexuelle Gesundheit zu stärken.

Mehr Konsultationen als erwartet

Seit Juni 2023 können sich Stadtzürcher bis 25 Jahre sowie Inhaber einer Kultur-Legi kostenlos auf sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.

In den zwei Jahren wurden in den Testzentren insgesamt 6000 Konsultationen durchgeführt. 5 Prozent mehr als ursprünglich erwartet, heisst es in der Medienmitteilung.

53 Prozent aller Teilnehmenden waren Männer. 19 Prozent verfügten über eine Kultur-Legi, was auf eine erhöhte Nachfrage bei Menschen mit geringem Einkommen hinweise. Im Schnitt waren die Testpersonen 24 Jahre alt.

39 Prozent liessen das erste Mal in ihrem Leben einen HIV-Test machen. Insgesamt wurden vier positive HIV-Diagnosen gestellt. Bei Chlamydien waren die Testresultate bei 249 Personen positiv, bei Gonorrhö bei 169 Personen. Auf Syphilis wurden 16 Personen positiv getestet. Bei Hepatitis C wurden keine positiven Fälle festgestellt. (sda)

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