Schweiz
Zürich

Verantwortliche der Critical Mass beantragen keine Bewilligung

Velo-Demo am Freitag? Verantwortliche der Critical Mass beantragen keine Bewilligung

26.07.2023, 13:5626.07.2023, 13:56

Die Verantwortlichen der Velodemonstration Critical Mass haben bis Mittwochmittag keine Bewilligung bei der Stadt Zürich beantragt. Teilnehmende müssen daher an der nächsten Ausfahrt am 28. Juli mit Verzeigungen rechnen, wie die Stadtpolizei per Twitter mitteilte.

Auf der Critical-Mass-Homepage heisst es: «Juli 2023 wird spannend», der Statthalter sage, Critical Mass sei abgesagt. «Die Fans der Critical Mass Zürich nutzen nun die freie Zeit, um einen kleinen Ausflug durch Zürich zu machen,» heisst es weiter.

Bei früheren Ausfahrten quer durch die Stadt mussten die Teilnehmenden noch keine Bewilligung einholen. Die FDP legte jedoch Rekurs dagegen ein. Sie ärgerte sich über die «Velo-Chaoten», die den Verkehr behindern würden.

Menschen fahren auf ihren Raedern unter dem Motto: "Critical Mass" durch die Strassen in Zuerich, aufgenommen am Freitag, 28. Mai 2021. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Critical Mass auf der Zürcher Hardbrücke im Mai 2021.Bild: keystone

Der Statthalter gab ihnen recht und entschied, dass die Verantwortlichen eine Bewilligung der Stadt bräuchten. Der Stadtrat akzeptierte diesen Entscheid.

«Spontanes Verkehrsaufkommen»

Stadträtin Karin Rykart (Grüne) hatte die Verantwortlichen dazu aufgerufen, sich zu melden, damit eine Route besprochen und eine Bewilligung für den Anlass erteilt werden könne. Es sei eine Demo, die den öffentlichen Grund in Anspruch nehme.

Die Critical Mass findet immer am letzten Freitag im Monat statt, teilweise mit mehreren tausend Personen. Offiziell gibt es keine Organisatoren. Die gemeinsame Velofahrt, die zuerst 1992 in San Francisco stattgefunden hatte, soll ein «spontanes Verkehrsaufkommen von Velos» sein. (meg/sda)

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