Bald ein neues Baby im Zoo Zürich: Elefantenkuh Indi ist trächtig
Elefantenkuh Indi ist in freudiger Erwartung: Im Frühjahr soll sie ein Jungtier zur Welt bringen. Das zuletzt im Zoo Zürich geborene Elefantenbaby Zali war im vergangenen Jahr im Alter von wenigen Monaten nach einem Unfall verstorben.
Die 40-jährige Indi sei seit bald 19 Monaten trächtig, teilte der Zoo Zürich am Mittwoch mit. Vater des noch ungeborenen Kalbs ist der 21-jährige Elefantenbulle Thai.
Der Zoo erwartet die Geburt des Elefantenbabys zwischen Ende April und Anfang Juni. Die maximale Tragezeit bei Asiatischen Elefanten beträgt 22 Monate.
Erfahrene Mutter
Der Zoo zeigte sich in der Medienmitteilung «vorsichtig optimistisch». Die Geburt sowie die ersten Wochen seien immer die heikelsten Momente im Leben eines Jungtieres. Doch Indi gelte als sehr erfahrene Elefantenkuh, sie habe bereits mehrmals erfolgreich geboren. «Das stimmt uns zuversichtlich», wird Zoodirektor Severin Dressen in der Medienmitteilung zitiert.
Das Verhalten von Indi steht unter enger Beobachtung. Etwa Ende April wird das Tierärzteteam täglich die Hormonwerte messen. Die Abnahme des Progesteronspiegels der Elefantenkuh deutet die bevorstehende Geburt an. So kann der Geburtsverlauf von Anfang an intensiv überwacht werden.
Die Schwangerschaft der Elefantenkuh verlief bislang ohne Komplikationen. Für Indi und ihre Tochter Chandra wäre der Zuwachs wünschenswert, schreibt der Zoo. Denn 2022 waren gleich zwei Herdenmitglieder dem Herpesvirus zum Opfer gefallen und die Gruppe wurde dadurch stark dezimiert.
Zali starb nach Unfall
An den vergangenen Ostern hatte der Zoo Zürich die Geburt eines Elefantenkalbs verkündet, das später den Namen Zali erhielt. Die 19-jährige Farha brachte das Jungtier zur Welt, Vater war der 20-jährige Elefantenbulle Thai.
Doch die Freude über das kleine Elefäntchen im Zoo Zürich, das rasch zum Zuschauermagneten wurde, währte nur knapp fünf Monate. Zali verunfallte im September beim Spielen an einem Asthaufen und verletzte sein linkes Vorderbein stark.
Da die Schwere der Verletzung äusserlich nicht eindeutig diagnostizierbar war, entschied der Zoo, das Jungtier für eine genauere Abklärung zu narkotisieren. Die Narkose verlief gut, ebenso das Aufwachen des Kalbs.
Trotzdem starb Zali einige Stunden später, nachdem er sich hingelegt hatte, um sich auszuruhen. Untersuchungen ergaben, dass eine Darmverdrehung schliesslich zum Tod führte. (pre/sda)
