DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild: AP/AP
Begeisterung sieht anders aus

Hier tritt Berlusconi zum Sozialdienst an

09.05.2014, 10:5609.05.2014, 11:07

Der wegen Steuerbetrugs verurteilte frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat seinen Sozialdienst zur Ableistung seiner Haftstrafe angetreten. Wenige Minuten vor Dienstbeginn am Freitag um 09.49 Uhr traf der 77-Jährige vor dem Institut Sacra Famiglia in Cesano Boscone ein.

Der 77-jährige Milliardär und Medienzar kam leger gekleidet in dem katholischen Seniorenzentrum bei Mailand an. Er soll dort alte Menschen pflegen, die an Demenz oder Alzheimer leiden. Berlusconi verschwand rasch in dem Gebäude, ohne ein Wort an die rund hundert Journalisten zu richten, die in einiger Entfernung auf ihn gewartet hatten.

Bild: Reuters

Um die Einrichtung wurden Sperren aufgestellt, um Kameraleute und Fotografen vom Eingang fernzuhalten. Der Leiter der Einrichtung, Paolo Pigni, hatte versichert, dass Berlusconis Anwesenheit den Tagesablauf in dem Institut nicht stören werde.

Doch trotz strikter Sicherheitsvorkehrungen gelang es einem als Clown verkleideten Gewerkschafter, den dreifachen Regierungschef abzufangen. Er schrie: "Alle italienischen Arbeiter haben einen Traum: Berlusconi in San Vittori" - einem Gefängnis in Mailand. Der Demonstrant wurde von der Polizei entfernt.

Berlusconi muss für mindestens zehneinhalb Monate einmal pro Woche vier Stunden lang in dem Altersheim arbeiten, um strikteren Auflagen eines Hausarrests zu entgehen. Der ehemalige Premier war wegen Steuervergehen rechtskräftig zu vier Jahren Haft verurteilt worden, muss aber wegen seines hohen Alters nicht hinter Gitter. (aeg/sda)

Bild: EPA/ANSA
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Schwer, die Lücke zu füllen»: Berlusconi trauert Merkel jetzt schon nach

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi geht davon aus, dass mit dem Ende der Ära der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Führungsfigur in Europa fehlt.

«Es ist sehr schwer eine Lücke zu füllen, wie sie Frau Merkel in der europäischen Politik hinterlassen wird, sagte der 84-Jährige im Interview der Zeitung «La Stampa« (kostenpflichtig). Europa und der Westen litten unter dem Mangel starker und glaubwürdiger Führungsqualität. »Hoffen wir, dass eine neue Figur …

Artikel lesen
Link zum Artikel