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Zu 50 Jahre Woodstock gibt's Bilder, Bilder und noch mehr Bilder ... und ein paar Videos

Bild: AP
«3 Days of Peace and Music», hiess es auf dem Programm. Wie war es wirklich? Diese Bilder vermitteln einen Eindruck, wie es war, dabei zu sein.
15.08.2019, 14:35
«An Aquarian Exposition» – so der Titel. Und die Absicht war ebenfalls klar: «Drei Tage Frieden und Musik».
«An Aquarian Exposition» – so der Titel. Und die Absicht war ebenfalls klar: «Drei Tage Frieden und Musik».
Bild: Archive Photos
Das waren die Initianten (im Uhrzeigersinn von unten links) John Rosenman, Artie Kornfeld,  Michael Lang und John P. Roberts in ihrem Promo-Fototermin im Mai 1969.
Das waren die Initianten (im Uhrzeigersinn von unten links) John Rosenman, Artie Kornfeld, Michael Lang und John P. Roberts in ihrem Promo-Fototermin im Mai 1969.
Bild: Michael Ochs Archives
Und er stellte sein Land in Monticello NY zur Verfügung: Bauer Max Yasgur: «Ich freue mich darauf, nachher wieder meine Milchfarm zu betreiben. Landwirtschaft ist mein Business. Ich will keine Publicity.»
Und er stellte sein Land in Monticello NY zur Verfügung: Bauer Max Yasgur: «Ich freue mich darauf, nachher wieder meine Milchfarm zu betreiben. Landwirtschaft ist mein Business. Ich will keine Publicity.»
Bild: New York Daily News
Für alle also zum Mitschreiben: Das Woodstock Festival fand also nicht im Dörfchen Woodstock NY statt, sondern auf einem Bauernhof im Weiler Monticello NY, das 15 km vom Käffchen White Lake NY liegt, neben dem Dorf Bethel NY, das rund 100 km südwestlich von Woodstock liegt. <br>Man erwartete 50'000 Besucher. <br>Weit mehr kamen. <br>Und die Zufahrtsstrassen waren entsprechend verstopft. <br>Tja, damals, anno 1969, waren Mega-Musikfestivals immer noch ein Novum. Man war weiterhin daran, aus Fehlern zu lernen.
Für alle also zum Mitschreiben: Das Woodstock Festival fand also nicht im Dörfchen Woodstock NY statt, sondern auf einem Bauernhof im Weiler Monticello NY, das 15 km vom Käffchen White Lake NY liegt, neben dem Dorf Bethel NY, das rund 100 km südwestlich von Woodstock liegt.
Man erwartete 50'000 Besucher.
Weit mehr kamen.
Und die Zufahrtsstrassen waren entsprechend verstopft.
Tja, damals, anno 1969, waren Mega-Musikfestivals immer noch ein Novum. Man war weiterhin daran, aus Fehlern zu lernen.
Bild: AP
50'000? Nö. Schliesslich wurden es um die 400'000.
50'000? Nö. Schliesslich wurden es um die 400'000.
Bild: AP
Und so sah es vor der Bühne aus. Screens, damit man das Geschehen auf der Bühne auch von der Ferne aus mitbekam? Vergiss' es.
Und so sah es vor der Bühne aus. Screens, damit man das Geschehen auf der Bühne auch von der Ferne aus mitbekam? Vergiss' es.
Bild: AP
Um 17:07 am Freitag 15. August 1969 ging es mit der Musik los: Folk-Barde Richie Havens eröffnete das Festival
Um 17:07 am Freitag 15. August 1969 ging es mit der Musik los: Folk-Barde Richie Havens eröffnete das Festival
Bild: AP
Hier ein bisschen mehr Kontext.
Hier ein bisschen mehr Kontext.
Bild: New York Daily News
Das ist übrigens der Tontechniker.
Das ist übrigens der Tontechniker.
Bild: Hulton Archive
Richie Havens, wie er auf der Bühne sass ...
Richie Havens, wie er auf der Bühne sass ...
Bild: Archive Photos
... und wie ihn die meisten Besucher mitbekamen.
... und wie ihn die meisten Besucher mitbekamen.
Bild: The LIFE Picture Collection
Er hielt danach die Eröffnungsansprache: Der indische Guru <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Satchidananda">Satchidananda Saraswati</a> – fortan als «The Woodstock Guru» bekannt.
Er hielt danach die Eröffnungsansprache: Der indische Guru Satchidananda Saraswati – fortan als «The Woodstock Guru» bekannt.
Bild: Michael Ochs Archives
Und nun, in nicht-chronologischer Reihenfolge, einige der Performer: Hier etwa Jerry Garcia von The Grateful Dead.
Und nun, in nicht-chronologischer Reihenfolge, einige der Performer: Hier etwa Jerry Garcia von The Grateful Dead.
Bild: AP
Sly Stone von Sly and the Family Stone.
Sly Stone von Sly and the Family Stone.
Bild: Michael Ochs Archives
The Who.
The Who.
Bild: Archive Photos
Sweetwater.
Sweetwater.
Bild: Archive Photos
Sitar-Virtuose Ravi Shankar spielte trotz Regens sein Set durch.
Sitar-Virtuose Ravi Shankar spielte trotz Regens sein Set durch.
Bild: Hulton Archive
Folk-Ikone Joan Baez war zum Zeitpunkt im sechsten Monat schwanger.
Folk-Ikone Joan Baez war zum Zeitpunkt im sechsten Monat schwanger.
Bild: Michael Ochs Archives
Stephen Stills (l.) und David Crosby von Crosby, Stills, Nash &amp; Young.
Stephen Stills (l.) und David Crosby von Crosby, Stills, Nash & Young.
Bild: Archive Photos
Immer wieder unterbrachen Regenstürme den Ablauf, was zu erheblichen Verzögerungen im Programm sorgte. Jefferson Airplane (Bild) wären eigentlich als Headliner für den Samstagabend vorgesehen gewesen, doch wegen Verzögerungen spielten sie schliesslich um 8 Uhr am folgenden Morgen vor einem müden, verkaterten Publikum.
Immer wieder unterbrachen Regenstürme den Ablauf, was zu erheblichen Verzögerungen im Programm sorgte. Jefferson Airplane (Bild) wären eigentlich als Headliner für den Samstagabend vorgesehen gewesen, doch wegen Verzögerungen spielten sie schliesslich um 8 Uhr am folgenden Morgen vor einem müden, verkaterten Publikum.
Bild: Archive Photos
Country Joe McDonald sprang am Samstag notfallmässig als Solo-Act ein, weil die Band Santana im Verkehr steckte. Am Sonntag spielte er noch seinen planmässigen set mit seiner Band Country Joe &amp; the Fish.
Country Joe McDonald sprang am Samstag notfallmässig als Solo-Act ein, weil die Band Santana im Verkehr steckte. Am Sonntag spielte er noch seinen planmässigen set mit seiner Band Country Joe & the Fish.
Bild: The LIFE Images Collection
Von Jimi Hendrix müssen wir gleich ein Video zeigen – einer der ikonischsten Momente der Rockgeschichte nämlich, seine Version der US-Nationalhymne.
Auch der Sonntag war durch erhebliche Verzögerungen geplagt. Hendrix, der eigentliche Headliner des Abends, begann sein Set – das letzte des Festivals – um 9 Uhr am Montagkmorgen. Die Hälfte der Besucher war zu diesem Zeitpunkt bereits weg.
Okay, 200'000 ist immer noch ein grosses Publikum.
John Fogerty von Creedence Clearwater Revival: <br><em>«Wir waren bereit loszurocken und wir warteten und warteten und warteten und um 3 Uhr 30 morgens waren wir endlich an der Reihe ... und es schliefen eine halbe Million Menschen. Diese Leute waren einfach nicht da. Es war wie ein Gemälde einer Szene von Dante, Körper aus der Hölle, alle verschlungen und eingeschlafen, mit Schlamm bedeckt. Ich werde diesen Moment nie vergessen: Eine viertel Meile entfernt in der Dunkelheit, am Rand dieses Menschen-Pools, stand ein Typ, der mit seinem Feuerzeug schnippte, und ich hörte: ‹Mach dir keine Sorgen, John. Wir sind bei dir!› Ich spielte den Rest der Show für diesen einen Kerl.»</em><br>
John Fogerty von Creedence Clearwater Revival:
«Wir waren bereit loszurocken und wir warteten und warteten und warteten und um 3 Uhr 30 morgens waren wir endlich an der Reihe ... und es schliefen eine halbe Million Menschen. Diese Leute waren einfach nicht da. Es war wie ein Gemälde einer Szene von Dante, Körper aus der Hölle, alle verschlungen und eingeschlafen, mit Schlamm bedeckt. Ich werde diesen Moment nie vergessen: Eine viertel Meile entfernt in der Dunkelheit, am Rand dieses Menschen-Pools, stand ein Typ, der mit seinem Feuerzeug schnippte, und ich hörte: ‹Mach dir keine Sorgen, John. Wir sind bei dir!› Ich spielte den Rest der Show für diesen einen Kerl.»
Bild: Archive Photos
Ach komm, wir bringen nochmals etwas Musik. Hier ist Johnny Winter, der lauteste Albino der Welt.
Eines der berühmtesten Bilder der Musikgeschichte: Joe Cocker performt «With a Little Help From My Friends».
Eines der berühmtesten Bilder der Musikgeschichte: Joe Cocker performt «With a Little Help From My Friends».
Bild: AP
Natürlich war Woodstock der Höhepunkt der Hippie-Bewegung. Flower Power, Peace, Love &amp; Happiness und so. An sich keine schlechte Ansage.
Natürlich war Woodstock der Höhepunkt der Hippie-Bewegung. Flower Power, Peace, Love & Happiness und so. An sich keine schlechte Ansage.
Bild: The LIFE Picture Collection
Solche Bilder blieben in Erinnerung – und wurden natürlich krass romantisiert ...
Solche Bilder blieben in Erinnerung – und wurden natürlich krass romantisiert ...
Bild: AP/AP
... wie auch solche von spontanem Jekami-Spass.
... wie auch solche von spontanem Jekami-Spass.
Bild: AP
Doch das Festival, das keineswegs auf den Besucheransturm vorbereitet war, hatte fast keine Infrastruktur.
Doch das Festival, das keineswegs auf den Besucheransturm vorbereitet war, hatte fast keine Infrastruktur.
Bild: KEYSTONE
Ebenso kamen die meisten Besucher ungenügend vorbereitet auf 3-Tage-Wild-Campieren.
Ebenso kamen die meisten Besucher ungenügend vorbereitet auf 3-Tage-Wild-Campieren.
Bild: AP
Die wenigsten waren derart handwerklich veranlagt wie diese drei Herren und konnten sich eine Grashütte aus dem Nichts bauen.
Die wenigsten waren derart handwerklich veranlagt wie diese drei Herren und konnten sich eine Grashütte aus dem Nichts bauen.
Bild: AP
Tja ... und dann gab es etliche, die meinten, es sei eine gute Idee, ihre Kleinkinder mitzunehmen.
Tja ... und dann gab es etliche, die meinten, es sei eine gute Idee, ihre Kleinkinder mitzunehmen.
Bild: Hulton Archive
Schliesslich wurden Gratis-Essensrationen von Freiwilligen ausgehändigt.
Schliesslich wurden Gratis-Essensrationen von Freiwilligen ausgehändigt.
Bild: ASSOCIATED PRESS/AP
Ebenfalls wurde die medizinische Versorgung kurzum von Freiwilligen organisiert und sichergestellt.
Ebenfalls wurde die medizinische Versorgung kurzum von Freiwilligen organisiert und sichergestellt.
Bild: The LIFE Picture Collection
Das Wetter spielte aber nicht mit.
Das Wetter spielte aber nicht mit.
Bild: The LIFE Picture Collection
Na? Irgendwer Lust auf Sommerfestivals?
Na? Irgendwer Lust auf Sommerfestivals?
Bild: The LIFE Picture Collection
Und dann begann wiederum der Trek vom Festival weg.
Und dann begann wiederum der Trek vom Festival weg.
Bild: The LIFE Picture Collection
Bedenkt man die Anzahl der Personen, die auf eine komplett fehlende Infrastruktur trafen, ist es erstaunlich, wie bemerkenswert friedlich das Festival verlief. Es wurden keinerlei Gewaltakte vermeldet. <br>Jedoch gab es zwei Todesfälle: einen durch eine diabetesbedingte Insulin-Überdosis und einen weiteren durch einen Traktorunfall, als ein Festivalbesucher überfahren wurde, als er auf einem nahegelegenen Heufeld schlief. <br>
Bedenkt man die Anzahl der Personen, die auf eine komplett fehlende Infrastruktur trafen, ist es erstaunlich, wie bemerkenswert friedlich das Festival verlief. Es wurden keinerlei Gewaltakte vermeldet.
Jedoch gab es zwei Todesfälle: einen durch eine diabetesbedingte Insulin-Überdosis und einen weiteren durch einen Traktorunfall, als ein Festivalbesucher überfahren wurde, als er auf einem nahegelegenen Heufeld schlief.
Bild: AP
Es gab auch zwei Geburten: Eine in einem Auto, das im Verkehr steckenblieb, und eine weitere in einem Krankenhaus, nachdem die Mutter per Hubschrauber ausgeflogen wurde. Es gab aber auch vier Fehlgeburten.
Es gab auch zwei Geburten: Eine in einem Auto, das im Verkehr steckenblieb, und eine weitere in einem Krankenhaus, nachdem die Mutter per Hubschrauber ausgeflogen wurde. Es gab aber auch vier Fehlgeburten.
Bild: AP
Trotzdem wurde das Festival – im Einklang mit den idealistischen Hoffnungen der 60er-Jahre – von den meisten als Triumph der sozialen Harmonie wahrgenommen. Bauer Max Yasgur (im Bild mit seiner Frau Miriam unmittelbar nach dem Festival), der seine Felder als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hatte, war in keiner Weise Mitglied der Hippie-Bewegung. Doch auch er sah darin einen Sieg des Friedens und der Liebe. Er sprach davon, wie fast eine halbe Million Menschen, ein beträchtliches Potenzial für jegliche Form von Krawall, Plünderungen, Gewalt und sonstige Katastrophen, am Ende schlicht die drei Tage mit Musik und Frieden verbrachten: <em>«Wenn wir uns ihnen anschliessen, könnten wir diese Widrigkeiten, welche die heutigen Probleme Amerikas darstellen, in eine Hoffnung auf eine hellere und friedlichere Zukunft verwandeln.»</em>
Trotzdem wurde das Festival – im Einklang mit den idealistischen Hoffnungen der 60er-Jahre – von den meisten als Triumph der sozialen Harmonie wahrgenommen. Bauer Max Yasgur (im Bild mit seiner Frau Miriam unmittelbar nach dem Festival), der seine Felder als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hatte, war in keiner Weise Mitglied der Hippie-Bewegung. Doch auch er sah darin einen Sieg des Friedens und der Liebe. Er sprach davon, wie fast eine halbe Million Menschen, ein beträchtliches Potenzial für jegliche Form von Krawall, Plünderungen, Gewalt und sonstige Katastrophen, am Ende schlicht die drei Tage mit Musik und Frieden verbrachten: «Wenn wir uns ihnen anschliessen, könnten wir diese Widrigkeiten, welche die heutigen Probleme Amerikas darstellen, in eine Hoffnung auf eine hellere und friedlichere Zukunft verwandeln.»
Bild: The LIFE Picture Collection
Zum Schluss nochmals etwas Musik – und Janis Joplins Nachfrage beim Publikum, ob sie genug zu essen hätten und einen sicheren Ort zum schlafen.

(obi)

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