Sport

Giro d'Italia: Leader Matthews gewinnt die Etappe, aber der böse Sturz von Pozzovivo überschattet die Freude

Giro d'Italia: Leader Matthews gewinnt die Etappe, aber der böse Sturz von Pozzovivo überschattet die Freude

11.05.2015, 17:3712.05.2015, 11:22
Bleibt in Rosa: Michael Matthews.
Bleibt in Rosa: Michael Matthews.Bild: Tim De Waele/freshfocus

Michael Matthews vom Team Orica-Greenedge gewann die 3. Etappe des Giro d'Italia im Massensprint des Feldes in Sestri Levante. Der Leader aus Australien setzte sich vor dem Italiener Fabio Felline und dem Belgier Philippe Gilbert durch.

Mit dem Sieg baute Matthews die Gesamtführung dank der erhaltenen zehn Sekunden Bonifikation leicht aus. Er führt nun mit einer Marge von sechs Sekunden vor seinem Landsmann und Teamkollegen Simon Clarke. Mit Simon Gerrans, dem Leader nach dem ersten Tag, ist ein weiterer Australier Gesamtdritter. Er war es, der den Zielsprint für Matthews mustergültig anzog. 

Eine echte Bergetappe war es am dritten Tag der diesjährigen Italien-Rundfahrt zwar nicht, immerhin standen während den 136 km mit Start in Rapallo aber erstmals je eine Bergwertung der dritten und der zweiten Kategorie auf dem Programm. Da es auf den letzten 44 km bis zum Ziel jedoch nur noch bergab oder geradeaus ging, überraschte es nicht, dass der Tagessieger letztlich in einem Massensprint gekürt wurde. Clarke und der Russe Pawel Kotschetkow, die letzten verbliebenen beiden Ausreisser, wurden rund vier Kilometer vor dem Ziel gestellt. Auf dem sehr hügeligen Terrain in Ligurien hatte zuvor eine 20-köpfige Gruppe die Führung inne gehabt, der auch Silvan Dillier angehörte. Der Aargauer BMC-Fahrer klassierte sich letztlich im 15. Rang. 

Im Finale erbrachte Matthews eindrücklich den Nachweis, dass mit ihm nicht nur auf Flachetappen, sondern auch auf mittelschweren Teilstücken zu rechnen ist. Er habe das Beste aus dieser anspruchsvollen Etappe gemacht, freute sich der 24-Jährige nach seinem insgesamt fünften Einzel-Etappensieg an einer dreiwöchigen Rundfahrt. «Es war kein Sieg mit der Brechstange, schliesslich hatte ich noch genügend Körner in den Beinen.» 

Überschattet wurde die 3. Etappe von einem schweren Sturz des Italieners Domenico Pozzovivo während der langen Abfahrt vom Passo della Scoglina rund 40 km vor dem Ziel. Dem 32-Jährigen rutschte in einer Kurve das Vorderrad weg. Pozzovivo wurde noch auf der Strasse ärztlich versorgt, ehe er mit einem Rettungswagen abtransportiert wurde. Der Fahrer des Teams AG2R war dabei bei Bewusstsein.

Pozzovivos böser Sturz

Am Dienstag bleibt der Giro-Tross in Ligurien. Das vierte Teilstück der ersten grossen Rundfahrt des Jahres führt über 150 km von Chiavari nach La Spezia, wobei drei Bergwertungen der dritten Kategorie zu bewältigen sind.  (aeg/si)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Kanada kügelt, Dänemark düpiert – nächster Gegner der Hockey-Nati steht fest
Die Schweiz kennt am Olympia-Eishockeyturnier ihren nächsten Gegner. In der Viertelfinal-Quali wartet Italien, danach käme es zum Duell mit Finnland.
Kanada brauchte gegen Frankreich etwas Anlaufzeit. Nachdem sie in der 9. Minute in Führung gingen, glich Frankreich nur 13 Sekunden später durch Lausannes Floran Douay wieder aus. Bis zur ersten Pause stellten Devon Toews und Mark Stone doch noch auf 3:1 für Kanada. In der zweiten Hälfte des zweiten Abschnitts zogen die Ahornblätter dann davon. Am Ende schaffen sie mit neun verschiedenen Torschützen doch noch das «Stängeli».
Zur Story