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American Lamon Brewster (L) awaits the outcome as Wladimir Klitschko of the Ukraine  lies on the canvas as referee Robert Byrd starts the count in fifth round of their WBO Heavyweight Championship bout in Las Vegas, Saturday 10 April 2004. The fight was stopped as Brewster won by TKO. (KEYSTONE/EPA/BRENDAN MCDERMID)

Mit dem Gong zum Ende der fünften Runde schickt Lamon Brewster seinen Gegner auf den Boden, der Ringrichter bricht den Kampf ab. Bild: EPA

Die letzte Niederlage

Dieses Bild entstand heute vor 10 Jahren – seither hat Wladimir Klitschko nie mehr verloren

Lamon Brewster ist der letzte Gegner, der Wladimir Klitschko auf die Bretter schickt. Heute vor zehn Jahren kassiert der Ukrainer den Knockout, dem er bis heute nur noch Siege folgen lässt. Stoppt «Lionheart» Alex Leapai den Champion?



Wie oft wurde das Schwergewichtsboxen schon tot gesagt? Es lebt immer noch. Aber nicht mehr mit der Intensität früherer Jahre. Aus dem Jungspund, der mit der Zeit ein reifer Mann wurde, ist mittlerweile ein Rentner geworden. Nichts zeigt dies besser auf als der Blick auf die unabhängigen Weltranglisten, die Wladimir Klitschko auf Rang 1 führen – einen 38-Jährigen.

Zehn Jahre sind seit der letzten Niederlage von «Dr. Steelhammer» schon vergangen. Seit ihn der Amerikaner Lamon Brewster am 10. April 2004 im Mandalay Bay Hotel in Las Vegas mit technischem Knockout besiegt hat, verliess der Ukrainer den Ring nur noch als Sieger. Seit 2006 ist er Weltmeister. Seine eindrückliche Bilanz weist in 64 Kämpfen 61 Siege auf, davon 52 durch Knockout.

Der Riese taumelt, der Riese fällt, das Publikum tobt: Lamon Brewster schickt Wladimir Klitschko 2004 auf die Bretter. Video: Youtube/Profila T

Soweit die Lobeshymnen, die auch berechtigt sind. Denn Klitschko kann nur teilweise etwas dafür, dass der Boxsport zunehmend langweiliger wird. Dass es auf der ganzen Welt keinen Gegner zu geben scheint, der ihm das Wasser reichen kann, liegt nicht an ihm.

Es gab im vergangenen Jahrzehnt nur einen Schwergewichtsboxer, der auf Augenhöhe war: Witali Klitschko. Was wäre das für ein Kampf gewesen! Witali gegen Wladimir, Bruder gegen Bruder, wie bei Kain und Abel in der Bibel! Der Hype um diesen WM-Kampf wäre riesig geworden; das Verständnis für die Entscheidung der Brüder, nicht gegeneinander zu kämpfen, ist aber ebenso gross.

Titleholder Wladimir Klitschko of Ukraine, left, prepares with his brother Witali moments ahead of his world heavyweight championship title fight against contender Tony Thompson of the United States at the Stade de Suisse soccer stadium in Bern, Switzerland, Saturday, July 7, 2012.(KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bruder Witali bereitet Wladimir Klitschko auf seinen Kampf gegen Tony Thompson im Juli 2012 in Bern vor. Bild: Keystone

Der nächste Gegner: Wieder nur Fallobst

Ein Amerikaner also war der letzte Boxer, der Wladimir Klitschko besiegte. Brewster ist längst Geschichte und mit ihm, so dünkt es, alle seine Landsmänner in der Königsklasse des Boxens. Wo sind die Nachfolger von Muhammad Ali, Mike Tyson und George Foreman? Im anerkannten Ranking BoxRec tauchen an sechster und siebter Stelle die ersten US-Boxer auf, Chris Arreola und Deontay Wilder.

Erster Herausforderer Klitschkos ist der Rangliste zufolge heisst Kubrat Pulew. Der Bulgare ist 32-jährig und hat einen eindrücklichen Rekord von 20 Siegen in 20 Kämpfen (11 Knockouts).

Der nächste Gegner des Ukrainers, in zwei Wochen in Oberhausen, gehört dagegen eher in die Kategorie «Fallobst». Der Australier Alex «Lionheart» Leapai ist die Nummer 26 des Rankings, hat eine Bilanz von 30 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. Der Niedergang des Schwergewichtsboxen lässt sich mit solchen Kämpfen gewiss nicht aufhalten.

Wladimir Klitschko, left, and Alex Leapai stare down after a press conference ahead of the IBF, IBO, WBO and WBA heavyweight  title bout on April 26,2014 between Wladimir Klitschko of Ukraine and Alex Leapai of Australia in Oberhausen, Germany, Tuesday, Feb. 11, 2014.(AP Photo/Frank Augstein)

Weltmeister Wladimir Klitschko und Herausforderer Alex Leapai bei einem Medientermin im Februar. Bild: AP

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