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epa04879396 Aalen's Markus Schwabl (L) and Dennis Chessa in action against Nuernberg's Rurik Gislason (C) during the German soccer DFB Cup first round match between VfR Aalen and 1. FC Nuernberg at the Scholz Arena in Aalen, Germany, 10 August 2015. 

(EMBARGO CONDITIONS - ATTENTION: The DFB prohibits the utilisation and publication of sequential pictures on the internet and other online media during the match (including half-time). ATTENTION: BLOCKING PERIOD! The DFB permits the further utilisation and publication of the pictures for mobile services (especially MMS) and for DVB-H and DMB only after the end of the match.)  EPA/DANIEL MAURER

Im Spiel gab der VfR Aalen (in schwarz-weiss) noch eine gute Figur ab. Bild: EPA/DPA

Erinnerungen an das Debakel der Bayern im Pokalhalbfinal: Aalen versagt im Penaltyschiessen gegen Nürnberg komplett

Die Cup-Partie zwischen Drittligist VfR Aalen und dem Team von René Weiler muss nach 120 torlosen Minuten im Penaltyschiessen entschieden werden. Total irre: Dort versagen gleich bei sieben Spielern die Nerven. 

Nik Dömer
Nik Dömer



Nürnberg hat den Fluch besiegt. Erstmals seit vier Jahren hat das Team vom ehemaligen Aarau-Trainer René Weiler die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Dabei hat der Verein aus der 2. Bundesliga aber mehr Glück als Verstand.

Obwohl Nürnberg das Spiel in Aalen vor 9172 Zuschauern mehrheitlich dominiert, fehlt dem Team die nötige Durchschlagskraft. Der VfR Aalen hält wacker dagegen und er hat in der 71. Minute sogar Pech, dass Drexler nur den Pfosten trifft.

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Dramatisches Halbfinale im DFB-Pokal der letzten Saison: Die Bayern scheitern an Dortmund. YouTube/SportLiveHD

Kurioses Elfmeterschiessen

Was dann jedoch passiert, ist an Spektakel schwer zu überbieten: Es will einfach keiner treffen. Die ersten vier Spieler schaffen es nicht, das Runde ins Eckige zu schieben. Die beiden Nürnberg-Schützen Behrens und Brečko scheitern am hervorragend parierenden Aalen-Torhüter Bernhardt.  

Dies können jedoch Drexler und Schwabl nicht ausnützen. Sie stellen sich ungeschickter an als die F-Junioren eines Dorfvereines:

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Behrens scheitert an Bernhardt.  quelle: youtube

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Drexler haut das Ding an die Latte. quelle: youtube

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Erneut hält Bernhardt sensationell. quelle: youtube

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Schwabl macht den Lahm. quelle: youtube

Danach passiert Unvorstellbares. Endlich treffen Schöpf für Nürnberg und Klauss für Aalen. Beide Schüsse landen im unteren rechten Eck. 

Kienle wie Alonso

Wer nun meint, die Spieler hätten endlich begriffen worum es geht, der hat sich wohl getäuscht. Der Versuch von Nürnbergs Hovland sieht eher aus wie ein harmloser Rückpass. Kienle kann die gute Situation für den Underdog aber nicht ausnutzen und rutscht auf der Kugel aus, als hätte er sich ein Vorbild an Bayern-Star Alonso genommen.  

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Der Kullerball von Hovland.  quelle: youtube

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Wie die Bayern beim letzten DFB-Pokalfinal: Kienle rutscht aus und haut die Kugel in den Nachthimmel. 

In der entscheidenden Runde merkt der «Clubberer» Kutschke plötzlich, dass man es eventuell nochmals rechts unten probieren könnte. Et voilà: Er trifft. Aalen-Schütze Menig dagegen hat keine Lust mehr auf das Nervenspiel. Als dritter Spieler von Aalen bringt er es nicht fertig, die Kugel überhaupt aufs Tor zu bringen. Die Entscheidung ist gefallen: Der 1. FC Nürnberg ist eine Runde weiter. 

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Und wieder geht das Leder übers Tor. quelle: youtube

Der gescheiterte Pokalheld

Nürnberg-Trainer René Weiler betont nach der kuriosen Partie: «Wir sind erstmal glücklich, dass wir gewonnen haben. Es war heute ein echter Pokalfight, schön für die Zuschauer. Wir wollten einfach mal eine Runde weiterkommen. Schön, dass uns das gelungen ist.»

Am Ende bleibt der bittere Nachgeschmack vor allem für den VfR-Torhüter Daniel Bernhardt, der drei Schüsse gehalten hat und trotzdem nicht zum grossen Pokalhelden wurde.

2015: Benaglio, Rodríguez und Klose sind DFB-Pokalsieger

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