Sport
Bundesliga

Trotz sieben (!) Kreuzbandrissen nie aufgegeben – und jetzt an der Seitenlinie bei Mainz

Das ist der neue an der Mainzer Seitenlinie: Martin Schmidt.
Das ist der neue an der Mainzer Seitenlinie: Martin Schmidt.Bild: Bongarts
Schweizer Schmidt wird Mainz-Trainer

Trotz sieben (!) Kreuzbandrissen nie aufgegeben – und jetzt an der Seitenlinie bei Mainz

Heute morgen hat sich Mainz 05 von seinem erfolgslosen Trainer Kasper Hjulmand getrennt. Sein Nachfolger heisst Martin Schmidt. Ein No-Name im Fussball-Business – aber mit einer bewegten Karriere.
17.02.2015, 10:4717.02.2015, 14:21

Schmidts Werdegang ist ziemlich speziell. Als aktiver Fussballer steigt er mit Naters bis 1995 von der 3. Liga in die NLB auf, ehe er nach sieben Kreuzbandrissen seine Karriere beendet. Er trainiert den Zweitligisten Raron und wechselt dann in die Nachwuchsabteilung des FC Thun. Weil er an einem Nachwuchsturnier mit den Berner Oberländern den FSV Mainz bezwingt, wird der gegnerische Coach Thomas Tuchel auf Schmidt aufmerksam.

Als Tuchel 2009 nach Jürgen Klopps Abgang zum Chefcoach befördert wird, lotst er Schmidt, den einstigen Geschäftsleiter einer Textilfirma und Automechaniker bei Rennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, im April des folgenden Jahres nach Rheinhessen. Dort führt er seither die U23, bei Amtsübergabe belegte die U23-Mannschaft den 17. Rang der 3. Liga.

Jetzt ist Schmidt also verantwortlich für die abstiegsgefährdete 1. Mannschaft – nur einen Punkt trennt Mainz (14.) von den direkten Abstiegsplätzen. Heute morgen hat der Walliser bereits sein erstes Training geleitet und wird seine neuen Mannen am Samstag beim Nachbarschafts-Duell mit Eintracht Frankfurt erstmals betreuen.

Schmidt gibt Instruktionen auf dem Trainingsplatz. 
Schmidt gibt Instruktionen auf dem Trainingsplatz. Bild: twitter/@sky_alexb

«Für mich ist das natürlich ein grosser Schritt, jetzt als Verantwortlicher vor der Bundesliga-Mannschaft zu stehen», gesteht Schmidt auf der Mainzer Homepage. «Aber ich fühle mich nicht ins kalte Wasser geworden, denn ich war in den vergangenen Jahren ja schon eng an der Mannschaft und den Trainern dran, kenne die Abläufe und bin dadurch vorbereitet.»

Nach Lucien Favre (Mönchengladbach) ist Schmidt der zweite Schweizer Trainer in der Bundesliga. (twu/si)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Lieber Alex Frei, bleiben Sie beim Käse
Als Trainer sucht Alex Frei seit Jahren nach der richtigen Mischung. Als Käsesommelier hat er sie längst gefunden. Warum also tut er sich den Fussball immer wieder an? Eine Glosse.
Als Stürmer und Rekordtorschütze der Schweizer Fussball-Nati freute sich Alex Frei, wenn die gegnerische Abwehr «löchrig wie ein Schweizer Käse» war. Schon als Spieler bestellte er sich zum Dessert lieber Käse, statt sich süssen Versuchungen hinzugeben. Aus Vorliebe ist Leidenschaft geworden.
Zur Story