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Jubel beim Team «Postfinance Helix». bild: michel sommerhalder

Interview

Postfinance Helix nach Sieg an HeroLeague: «Mit starker Mentality gewinnt man mehr Spiele»

Michel Sommerhalder
Michel Sommerhalder



Das Team «Postfinance Helix» hat seinen «League of Legends»-Titel in der Hero League in Bern verteidigt. Nikola «Greenfire» Dimovic und Joshua «Wild Joshy» Lim sind direkt nach ihrem Sieg bei uns zum Interview erschienen.

Wie geht es euch?
Greenfire:
Sehr gut, es war zwar etwas heiss, ich brauche eine Dusche, aber grundsätzlich bin ich zufrieden.

Wir hatten immer euren Puls im Auge, warst du gegen Ende des zweiten Spiels nervös?
Wild Joshy:
Ich merkte, dass ich im zweiten Spiel nicht ganz so gut war wie im ersten, daher ging mein Puls wohl etwas hoch. Man konzentriert sich dann doch immer auf den Sieg, was auch einen Einfluss hat.
Greenfire: Mir wurde gesagt, der Puls der Gegner war einiges höher. Ich bin überzeugt, dass das auch damit zusammenhängt, dass wir sechs mal pro Woche mit einem Personal Trainer trainieren. Zudem haben wir mehr Stage Experience. Wir haben auch weniger Fehler gemacht, also hatten wir weniger Grund, nervös zu werden.

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Mehr über «Greenfire». Video: YouTube/PostFinance Helix

Vor allem nach dem ersten Spiel wurde mehrmals gesagt, du benutzt bestimmt einen Aimbot, da du alle Skillshots getroffen hast. Wie übt man das?
Wild Joshy:
Das ist die Erfahrung. Ich spiele schon seit Season 1, da lernt man das mit der Zeit.
Greenfire: Erfahrung ist alles. Ich glaube, es ist ziemlich schwierig, neu in die Szene reinzukommen. Alle Veteranen haben so viele Jahre auf dem Buckel, die man als Neuling theoretisch innert kürzester Zeit nachholen muss. Natürlich spielen Talent und die Art des Trainings eine Rolle, aber es ist sicher nicht einfach.

Wie geht man vor, wenn man sich zum Ziel setzt, in die Schweizer Proszene einzusteigen?
Greenfire: Viel Soloqueue. Es gibt viele Spieler, die ab Silber/ Gold-Elo ein Team joinen, was meiner Meinung nach nicht optimal ist. Das individuelle Level jedes Spielers muss einem gewissen Standard entsprechen, den man nur mit viel Solo Ranked Games erlangt. Ab High Diamond muss man anschliessend zusätzlich lernen, wie man in einem Team spielt. Während man Soloqueue spammt, immer die eigenen Games reviewen und aus den gemachten Fehlern lernen.
Wild Joshy: Ich habe oft Streams von Prospielern geschaut und konnte extrem viel lernen. Man muss sich überlegen, wie man in spezifischen Situationen reagiert hätte und vergleicht es mit der Art, wie der Pro damit umgeht. So wird man selbst immer besser.

Die League Community ist auch dafür bekannt, dass sie etwas toxic ist. Seid ihr das auch, wenn ihr alleine spielt und euch keiner kennt?
Greenfire: Ranked Spiele gewinnt man viel öfter, wenn man mental stark ist. In den Teamchat schreiben, um andere zu beschuldigen, bringt nichts. Es kommt aber vor, dass ich in normal games etwas flame, einfach, weil es lustig ist.
Wild Joshy: Es gibt Momente, in denen man wütender wird als sonst. Als Team darf es aber auf keinen Fall vorkommen, dass man einander Vorwürfe macht.

Mit dem Pre-Season-Patch wurden einige Änderungen bekannt. Wie werden sich diese auf die Proszene auswirken, welche Metashifts wird es geben?
Greenfire:
Es wird sich sicher etwas ändern: Solo Lanes werden viel stärker, Junglers werden schwächer. Lane Control wird extrem wichtig, sodass Champions wie Olaf, Nunu und Karthus sicher profitieren. Alles in allem haben wir aber noch nicht genügend Daten, um aussagekräftige Schlüsse ziehen zu können.
Wild Joshy: In der Botlane wird sicher nicht viel ändern. Als Support ist man in der Laning phase schwächer, wird anschliessend aber stärker. Man kommt schneller an Items nach dem early game, weshalb ich mich als Support auf den neuen Patch freue – wird bestimmt fun.

In letzter Zeit kommen immer öfter Carry Supports auf, neu auch mit Senna. In welcher Rolle seht ihr den neuesten Champ am ehesten?
Wild Joshy: Senna wird bestimmt ein Flexpick. Sie wird von allen Seiten noch getestet, ich behaupte aber, dass sie sich gut als ADC oder Support flexen lässt.
Greenfire: Bei einem guten Matchup könnte sie auch in einer Sololane funktionieren, aber nur dann.

So viele Anglizismen in einem Interview – Sandro hätte es nicht ausgehalten:

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Video: watson/Sandro Zappella, Emily Engkent

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16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 25.11.2019 21:45
    Highlight Highlight Ist das ernst gemeint?
  • LooTerror 25.11.2019 15:58
    Highlight Highlight Krass in der Schweiz rasiert Helix im Ausland kamen sie auf keinen grünen Zweig.. an der Summoners inn (deutsche Liga) durften sie in der höchsten Liga ran.. Haben So gut wie alles verloren.. War aber auch etwas früher in der Season evt. noch nicht so gut eingespielt wie jetzt. Hoffe sie werden Nächstes jahr da Trotzdem in der 2 Liga noch mal antreten dürfen.
  • Tomlate 24.11.2019 23:48
    Highlight Highlight Ich verstehe das Meiste im Artikel auch nicht. Ich bin schon über 40, aber noch heute setze ich mich gerne vor die xBox und spiele ab und zu ein Spiel, sofern es die Zeit zulässt. Deshalb mehr auf dem Smartphone. Leider, da die Spiele heute schon super sind. Angefangen hat es mit dem C64 und richtig loslassen konnte ich es nie. Nur wenige verstanden damals die Faszination für „Games“, und dass man Stunden damit verbringen konnte. Nur etwas für Kindsköpfe oder Freaks. Schön, dass es heute mehr Akzeptanz erfährt und meine Kids das ausleben können. Selbstverständlich in vernünftigem Masse ✌️
  • El Tirador 24.11.2019 22:51
    Highlight Highlight müsst hr jetzt dem ganzem Gaming-Hype eine Plattform geben???
    • Connor McSavior 25.11.2019 10:21
      Highlight Highlight Fehlt nur noch, dass sie diesem "Fussball" Hype auch noch eine Plattform geben. 🙄😤 /s
  • Milim 24.11.2019 22:38
    Highlight Highlight Hammer! Dass Ihr auch Gamers mit Insiderinfos über die Esport-Szene in der Schweiz versorgt.
  • schlorziflade 24.11.2019 20:58
    Highlight Highlight Haha, ich schnall absolut nix vom Geschriebenen...
    • Fichtenknick 25.11.2019 19:17
      Highlight Highlight Gottseidank. Dachte schon, ich wäre der Einzige.
  • The Real Deadpool 24.11.2019 20:04
    Highlight Highlight Ich muss sage, dass ich es noch immer etwas gewöhnungsbedürftig finde, Gamen als Sport zu sehen. (Ob der Fussball in seinen Anfängen auch mit solchen Vorurteilen zu kämpfen hatte?)

    Dennoch fasziniert es mich und ich lese die Artikel komischerweise richtig gerne, obwohl ich kein Gamer bin. ^^

    • Dodogama 24.11.2019 22:20
      Highlight Highlight Es ist eben nicht Sport, sondern eSports :)
      Genauso wie Schach etc. Denksport ist.
    • w'ever 24.11.2019 22:34
      Highlight Highlight vermarktungstechnisch macht es total sinn, gamen als eSport zu verkaufen. und beim allergrössten respekt dem gamen gegenüber, aber die ganze sache hat nichts mit sport zu tun.
      das ganze nennt sich mmn nur sport, damit es sportklubs und olympia besser verkaufen kann.
      die gamer brauchen das geld, die verbände die zielgruppe/views.
    • freifuchs 24.11.2019 22:57
      Highlight Highlight @w’ever Wie schon Dodogama geschrieben hat, es ist esport und nicht sport. Oder vergleichst du Email auch mit Briefpost?
  • Eidi 24.11.2019 19:27
    Highlight Highlight 1 nice gamer language!
    • Frida Kahlo 24.11.2019 21:56
      Highlight Highlight Ich habe deswegen kaum was verstanden 😄 bin schlichtweg nicht die Zielgruppe 😄
  • Rectangular Circle 24.11.2019 19:27
    Highlight Highlight Cooles Interview. Finde es toll, dass ihr dem eSport in der Schwiez eine Plattform gebt, weiter so! 😃
  • Thurgauo 24.11.2019 15:18
    Highlight Highlight Cool! =) Schön, dass ihr berichtet!

Facebook verbietet Zürcher Schwulen-Werbung und krebst dann zurück

Das Zürcher Gesundheitszentrum für queere Menschen Checkpoint Zürich wollte zum Welt-AIDS-Tag ein Video auf Facebook bewerben, in dem sich unter anderen zwei Männer küssen. Facebook sagte nein. Zweimal. Bis sich watson einschaltete.

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