HCD-Star Lemieux lässt sich nicht provozieren und Gottéron kann kein Powerplay
Ein Tor schiesst Brendan Lemieux nicht. Aber der kanadische Stürmer des HC Davos steht auch so oft im Mittelpunkt.
Der 30-jährige Lemieux darf nach einem harten Einsteigen im ersten Finalspiel wieder dabei sein, kommt um eine Sperre herum. Und so gehört ihm in der zum 99. Mal in Folge ausverkauften BCF-Arena die Rolle des Buhmanns.
Provokationen abprallen lassen
Lemieux juckt das kein bisschen. «Ich hörte nichts», sagt er im MySports-Interview, auf Buhrufe der Freiburger Anhänger angesprochen. Der frühere NHL-Spieler bleibt den ganzen Abend über cool, obwohl ihn seine Gegenspieler unablässig provozieren und versuchen, Lemieux aus der Reserve zu locken.
«Wir spielten unser Spiel und das machten wir gut», fasst sich Lemieux kurz. «Uns kümmert nicht, was sie machen, wir fokussieren uns voll auf uns.»
Gottéron in Überzahl sackschwach
Auf der Gegenseite fällt einmal mehr in diesen Playoffs die Schwäche von Fribourg-Gottéron im Powerplay auf. Mehr als 100 Minuten konnten die Freiburger schon mit einem Mann mehr agieren. Sie schossen bloss zwei Tore – und kassierten gleich drei Shorthander.
Routinier Christoph Bertschy spricht nicht um den heissen Brei herum: «Das Powerplay ist unser Sorgenkind in den Playoffs.» Zwar habe man Fortschritte gemacht, befindet der Stürmer. «Jetzt braucht es mehr Abschlussglück und dann kommt es gut.»
Am Montagabend kommt es nicht gut für Gottéron. Vor seinem euphorischen Anhang, der vom ersten Meistertitel träumt, kassiert es eine Niederlage. Und so geht am Mittwoch in Davos der Playoff-Final praktisch noch einmal – als Best-of-five-Serie – los.
Fribourg-Gottéron – Davos 1:3 (1:3, 0:0, 0:0)
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Wiegand; Obwegeser/Schlegel.
Tore: 3. Kessler 0:1. 4. Dahlbeck (Zadina, Andersson) 0:2. 12. Seiler (Streule, Gerber) 1:2. 19. Frick (Asplund, Lemieux/Powerplaytor) 1:3.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Fribourg, 7mal 2 Minuten gegen Davos.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Arola; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, Marchon; Gerber, De la Rose, Reber; Sprunger, Walser, Dorthe; Nicolet.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey; Frehner, Waidacher, Kessler; Stransky, Ryfors, Lemieux; Aebli, Asplund, Zadina; Knak, Egli, Parrée.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Fora, Nussbaumer, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Claesson, Tambellini und Taponen (überzählige Ausländer). Fribourg ohne Glauser, Schmid (beide verletzt), Ljunggren, Rau, Nemeth und Rattie (überzählige Ausländer). Pfostenschüsse: 35. Seiler. 42. Borgström. 60. Frick. - 57:00 Timeout Fribourg danach bis 59:07 und von 59:18 bis 60:00 ohne Torhüter. (ram/sda)
