ZSC beendet Luganos Saison mit Sieg in Spiel 4 – Servette gleicht gegen Lausanne aus
Lugano – Zürich 1:2
Serie 0:4
Während die Zürcher nun entspannt abwarten können, wer aus den drei noch laufenden Viertelfinal-Serien ihr Gegner wird, endet für den HC Lugano nach einer sehr ansprechenden Qualifikation (4. Platz) ein Jahr nach dem Gang ins Abstiegs-Playoff die Saison erneut mit einer herben Enttäuschung. Die Zahlen sind ernüchternd: Seit dem verlorenen Final gegen eben jenen ZSC im Jahr 2018 haben die Tessiner keine Playoff-Serie mehr gewonnen.
Luganos Trainer Tomas Mitell versuchte vor der Partie alles, um das drohende Saisonende abzuwenden. Der Schwede, der im letzten Sommer ins Tessin kam und dem Team neuen Schwung verlieh, setzte ein deutliches Zeichen und wirbelte seine Formation komplett durcheinander. Dass Mitell mutige Entscheidungen trifft, ist kein Zufall, war er doch vor seiner Trainerkarriere jahrelang professioneller Pokerspieler.
Tatsächlich rüttelten Mitells Umstellungen das Team wach, doch letztlich ging der Poker nicht auf. Joren van Pottelberghe, der in diesen Playoffs erstmals den Vorzug gegenüber Niklas Schlegel erhielt, erwies sich mit zahlreichen starken Paraden zwar als Gewinn, doch leistete sich Lugano erneut zu viele Nachlässigkeiten.
Zwei solche Geschenke nahm der ZSC dankend an. In der 14. Minute entwischte Denis Malgin nach einem Puckverlust der Gastgeber an der offensiven blauen Linie, umkurvte das Gehäuse und legte für Rudolfs Balcers auf, der zum 1:0 für die Zürcher traf. Das 2:1-Siegtor erzielte Malgin in Abwesenheit seines verletzt ausfallenden, kongenialen Sturmpartners Sven Andrighetto nach einem neuerlichen Fehler der Luganesi in der Mittelzone gleich selbst.
Knapp drei Minuten zuvor war Lugano im Powerplay durch Rasmus Kupari der 1:1-Ausgleich gelungen. Mehr als ein kurzes Strohfeuer war dieser Treffer, den die Schiedsrichter erst nach Videostudium bestätigten, jedoch nicht.
Lugano - ZSC Lions 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)
6733 Zuschauer. SR Kaukokari (FIN)/Gerber, Stalder/Francey.
Tore: 14. Balcers (Malgin) 0:1. 31. Kupari (Powerplaytor) 1:1. 34. Malgin 1:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Malgin.
Lugano: van Pottelberghe; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Jesper Peltonen; Henry, Brian Zanetti; Fazzini, Thürkauf, Canonica; Marco Zanetti, Sanford, Sekac; Simion, Kupari, Emanuelsson; Tanner, Morini, Aleksi Peltonen.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Balcers, Malgin, Schreiber; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Baechler; Gruber.
Bemerkungen: Lugano ohne Bertaggia (verletzt), Perlini und Valk (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Andrighetto, Bader (beide verletzt) und Sundström (überzähliger Ausländer). Lugano von 58:20 bis 58:34 und ab 58:41 ohne Torhüter.
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Lausanne – Genf 2:4
Serie 2:2
Im Léman-Derby beginnt wieder alles von vorn. Genève-Servette gleicht mit einem 4:2-Auswärtssieg in Lausanne die Playoff-Viertelfinalserie zum 2:2 aus.
War es im ersten Spiel dieses emotionsgeladenen Duells ein später Genfer Treffer in der vorletzten Minute, der Servette den 1:0-Heimsieg bescherte, so war es nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen (1:5 und 2:5) diesmal ein frühes Tor, das den Gästen den Weg ebnete. Gerade einmal 71 Sekunden waren in der Lausanner Arena gespielt, als Simon Le Coultre die erste Überzahlsituation eiskalt ausnutzte und die Gäste per Weitschuss in Führung brachte.
Servette hingegen zeigte sich gnadenlos effizient. Früh im Schlussdrittel schraubten Matthew Verboon und Jesse Puljujärvi das Skore mittels Konter auf 4:0 hoch. Danach machte Kevin Pasche im Lausanner Tor Platz für Connor Hughes.
Auf der Gegenseite verpasste Stéphane Charlin, der sich erst viereinhalb Minuten vor Schluss durch ein Powerplaytor Erik Brännströms ein erstes Mal bezwingen lassen musste, seinen zweiten Shutout in diesen Playoffs. Gleichwohl ermöglichte er mit total 36 Paraden, dass Servette den Heimvorteil wieder zurückholen konnte.
Am Sonntag werden die Genfer bestrebt sein, mit einem Heimsieg den Druck auf den zuletzt zweifachen Playoff-Finalisten aus der Waadt auf das Maximum zu erhöhen.
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
-
Er ist
-
Er kann
-
Erwarte
Lausanne - Genève-Servette 2:4 (0:1, 0:1, 2:2)
9600 Zuschauer (ausverkauft). SR Lemelin (USA)/Piechaczek (GER), Obwegeser/Bichsel.
Tore: 2. Le Coultre (Bozon/Powerplaytor) 0:1. 28. Praplan (Pouliot) 0:2. 43. (42:10) Verboon 0:3. 44. (43:47) Puljujärvi 0:4. 56. Brännström (Czarnik, Rochette/bei 5 gegen 3) 1:4. 58. Riat (Kahun, Niku) 2:4.
Strafen: 6mal 2 plus 5 Minuten (Caggiula) plus Spieldauer (Caggiula) gegen Lausanne, 6mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Czarnik; Granlund.Lausanne: Pasche (44. Hughes); Baragano, Brännström; Niku, Marti; Heldner, Sansonnens; Nathan Vouardoux, Fiedler; Riat, Rochette, Caggiula; Czarnik, Suomela, Kahun; Fuchs, Jäger, Zehnder; Prassl, Bougro, Douay.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Bozon, Jooris, Vesey; Praplan, Pouliot, Ignatavicius; Miranda, Verboon, Rod; Hischier.
Bemerkungen: Lausanne ohne Oksanen (verletzt), Genève-Servette ohne Richard (verletzt) und Brassard (überzähliger Ausländer). Lausanne von 58:17 bis 59:03 und 59:19 bis 59:58 ohne Torhüter. (nih/sda)
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