Rappi qualifiziert sich für die Playoffs – SCB-Fans kritisieren die Vereinsführung scharf
Im Vergleich zum Duell zwei Tage zuvor setzte der Berner Trainer Heinz Ehlers diesmal im Tor auf Sandro Zurkirchen statt Adam Reideborn. An dessen Stelle rückte der schwedische Stürmer Emil Bemström als sechster Ausländer in die Aufstellung. Den gewünschten Effekt hatte diese Massnahme nicht. Im Gegenteil: Das 1:0 für die Lakers kurz vor der Spielhälfte durch Tanner Fritz war ein haltbarer Schuss von der Seite. Zuvor hatte SCB-Verteidiger Nils Rhyn im eigenen Drittel den Puck verloren.
Kurz nach dem 0:1 kassierten die Gäste ihre dritte Strafe in dieser Partie. Zwar überstanden sie diese, doch sechs Sekunden nach Ablauf musste mit Alain Graf der nächste Berner Spieler auf die Strafbank. Und diesmal nutzten die Rapperswiler die Überzahl: Malte Strömwall, der in der kommenden Saison für die ZSC Lions spielen wird, war mit einem Direktschuss erfolgreich.
Das Schussverhältnis im zweiten Drittel lautete 16:5 zugunsten der Lakers. In den ersten 20 Minuten waren noch die Berner das aktivere Team gewesen (17:9 Torschüsse), doch es fehlte ihnen einmal mehr in dieser Saison an der nötigen Kaltblütigkeit. In der 47. Minute scheiterte der SCB im Powerplay zweimal am Pfosten. Sieben Minuten später erhöhten Yannick-Lennart Albrecht in Überzahl und Sandro Zangger innert 14 Sekunden auf 4:0, womit die Feierlichkeiten auf den Rängen endgültig begannen.
Weniger gut war die Laune bei den mitgereisten Fans aus Bern. Nach der Partie präsentierten die SCB-Anhänger zwei Spruchbänder, in welchen die Saison als «scheisse» bezeichnet wurde. Im zweiten Teil wurde auch noch Sportchef Martin Plüss scharf kritisiert.
Während der SCB nun in die Ferien muss, geht es für die Rapperswil-Jona Lakers bereits am Freitag weiter. Sie treffen in den Viertelfinals auf Fribourg-Gottéron. Zug, das sich in der ersten Play-in-Runde mit dem Gesamtskore von 6:4 gegen die Lakers durchgesetzt hat, bekommt es in der ersten Playoff-Runde mit dem souveränen Qualifikationssieger Davos zu tun.
Die anderen Paarungen, Genève-Servette gegen Lausanne und Titelverteidiger ZSC Lions gegen Lugano, stehen schon seit dem Ende der Qualifikation fest.
Rapperswil-Jona Lakers - Bern 4:0 (0:0, 2:0, 2:0)
5178 Zuschauer. - SR Wiegand/Kaukokari (FIN), Bachelut/Schlegel.
Tore: 30. Fritz (Moy) 1:0. 36. Strömwall (Pilut, Moy/Powerplaytor) 2:0. 54. (53:37) Albrecht (Moy, Pilut/Powerplaytor) 3:0. 54. (53:51) Zangger (Hofer) 4:0.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 8mal 2 plus 10 Minuten (Häman Aktell) gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Moy; Ejdsell.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Capaul, Larsson; Jelovac, Dufner; Mika Henauer; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Taibel, Lammer; Fritz, Moy, Jensen; Hofer, Albrecht, Marlon Graf; Diethelm.
Bern: Zurkirchen; Loeffel, Lindholm; Untersander, Kreis; Rhyn, Häman Aktell; Kindschi; Merelä, Aaltonen, Lehmann; Bemström, Alain Graf, Ejdsell; Marchon, Müller, Scherwey; Schild, Ritzmann, Alge; Moser.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Dünner (verletzt), Honka und Maillet (beide überzählige Ausländer). Bern ohne Baumgartner, Vermin (beide verletzt), Reideborn, Sgarbossa und Jakowenko (alle überzählige Ausländer).(riz/sda)
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