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ZSC-Stürmer Denis Hollenstein wird von Zugs Yannick-Lennart Albrecht ans Plexiglas gedrückt.
ZSC-Stürmer Denis Hollenstein wird von Zugs Yannick-Lennart Albrecht ans Plexiglas gedrückt.Bild: KEYSTONE

ZSC Lions scheitern auch im dritten Anlauf am EV Zug – Bern mit bitterer Niederlage

22.11.2019, 22:2922.11.2019, 22:53

EV Zug – ZSC Lions 3:1

Der EV Zug feierte den vierten Sieg in Serie gegen die ZSC Lions, den dritten in der laufenden Meisterschaft. Die Zentralschweizer siegten vor heimischem Publikum 3:1. Der Sieg der Zuger war insgesamt verdient. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel (1:1) übernahmen die Gastgeber im Mitteldrittel das Zepter. Doch trotz 20:8 Torschüssen brachten sie nichts Zählbares zu Stande, was zu einem grossen Teil an ZSC-Keeper Lukas Flüeler lag, der eine sehr starke Leistung zeigte. In der 43. Minute war aber auch er machtlos. Das Tor erzielte mit Yannick-Lennart Albrecht ein Spieler der vierten Linie. In der 57. Minute machte der Tscheche Jan Kovar nach einem Fehler der Zürcher mit dem 3:1 alles klar.

Einer begeisterte das Zuger Publikum speziell: Torhüter Luca Hollenstein. Der 19-Jährige, der erneut den verletzten Leonardo Genoni ersetzte, brillierte einmal mehr. Hollenstein stand zum dritten Mal in der National League von Beginn weg zwischen den Pfosten und kassierte zum dritten Mal nur einen Gegentreffer, wobei er mehrere grossartige Paraden (total 38) zeigte. Auch in der Champions Hockey League ist die Abwehrquote mit 94,7 Prozent beeindruckend. Dagegen blieb Genoni bislang einiges unter den Erwartungen.

Die Zuger hatten zuvor dreimal hintereinander zu Hause verloren. Derweil erlitten die Lions zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Niederlagen hintereinander. (sda)

Kein Durchkommen für den Zürcher Markus Krüger gegen Zugs Jesse Zgraggen.
Kein Durchkommen für den Zürcher Markus Krüger gegen Zugs Jesse Zgraggen.Bild: KEYSTONE

Zug - ZSC Lions 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)
6900 Zuschauer. - SR Hebeisen/Dipietro; Kaderli/Gnemmi.
Tore: 13. Diaz (Martschini) 1:0. 19. Chris Baltisberger (Marti, Noreau) 1:1. 43. Albrecht (Alatalo) 2:1. 57. Kovar (Martschini) 3:1.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Roe.

SC Bern – Lausanne 2:3

Der Heimsieg gegen Leader ZSC letzten Samstag war für den SC Bern vorerst bloss ein Strohfeuer. Gegen Lausanne setzte es mit 2:3 die nächste bittere Heimniederlage ab. Die Berner Fans skandierten zehn Minuten vor Schluss: «Kämpfen und Siegen!» Der SC Bern kämpfte. Er hätte aufgrund der Chancen auch siegen müssen. Der SCB verlor aber wieder - zum dritten Mal schon in dieser Saison gegen Lausanne. Die Ursache, zumindest für die drei Niederlagen gegen Lausanne, ist schnell gefunden: Die Berner erzielen zu wenig Tore. Auf ein 2:5 und ein 0:5 folgte diesmal ein 2:3.

Bern hätte die Partie früh in andere Bahnen lenken können. Nach dem 1:0 von Thomas Ruefenacht vergaben Ruefenacht, Andrew Ebbett und Ramon Untersander Grosschancen auf das 2:0. Die Berner beklagten Pech, denn Ebbett und Untersander trafen bei ihren Abschlüssen bloss den Pfosten. Auch im Schlussabschnitt beim Stand von 2:2 blieben primär die Berner am Drücker. Simon Moser traf die Latte.

Am Ende aber lachte Lausanne: Christoph Bertschy, beim SC Bern gross geworden, traf bei einem Entlastungsangriff 77 Sekunden vor Schluss nach einer Pirouette mit einem Backhand-Schuss zwischen Pascal Caminadas Schonern hindurch zum 3:2 für Lausanne.

Die Goalie-Frage wird Bern weiter beschäftigen. Niklas Schlegel, die Nummer 1 im Herbst, musste vor anderthalb Wochen die Nummer 1 an Pascal Caminada abgeben. Caminada spielte seither nie schlecht. Aber wie schon am Dienstag im Europacup in Lulea wies er seinem Team mit einem haltbaren Gegentreffer den Weg in die Niederlage. Caminada (30 Paraden) verlor das Duell gegen Lausannes Tobias Stephan (41 Paraden) klar.

Untendurch: SCB-Verteidiger Jan Mursak.
Untendurch: SCB-Verteidiger Jan Mursak.Bild: KEYSTONE

Bern - Lausanne 2:3 (1:0, 0:2, 1:1)
15'559 Zuschauer. - SR Müller/Stricker, Ambrosetti/Fuchs. -
Tore: 10. Ruefenacht (Untersander, Arcobello/Ausschluss Heldner) 1:0. 30. Genazzi (Vermin, Moy) 1:1. 40. (39:07) Nodari (Lindbohm, Bertschy) 1:2. 42. Mursak (Colin Gerber, Burren) 2:2. 59. Bertschy (Lindbohm) 2:3.
Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Jeffrey.

EHC Biel – SCL Tigers 4:1

Nach fünf Siegen verloren die SCL Tigers wieder einmal. Die Emmentaler unterlagen in Biel 1:4. Die Bieler verdankten die drei Punkte einem starken Powerplay, erzielten sie doch die Tore vom 0:1 (10.) zum 3:1 (57.) in Überzahl. Die Treffer schossen Verteidiger Yannick Rathgeb (14.), Toni Rajala (47.) und Mike Künzle (57.). Für Rajala war es bereits der zwölfte Treffer in der laufenden Meisterschaft. Harri Pesonen hatte Langnau in Führung gebracht.

Überhaupt hatten die Seeländer in den ersten zehn Minuten Mühe bekundet. Danach fingen sie sich und liessen hinten nicht mehr viel zu. Das 4:1 von Peter Schneider 33 Sekunden vor dem Ende war ein Schuss ins leere Gehäuse. Es war für die Bieler der achte Heimsieg in Folge gegen Langnau - zuvor hatten sie dreimal hintereinander im Penaltyschiessen gewonnen.

Bei fünf gegen fünf Feldspielern verlief die Partie ausgeglichen. Das war für die Tigers, die in den fünf Partien zuvor bloss fünf Gegentreffer zugelassen hatte, allerdings ein schwacher Trost.

Toni Rajala in Aktion.
Toni Rajala in Aktion.Bild: KEYSTONE

Biel - SCL Tigers 4:1 (1:1, 0:0, 3:0)
6009 Zuschauer. - SR Wiegand/Fluri, Obwegeser/Schlegel.
Tore: 10. Pesonen (Diem) 0:1. 14. Rathgeb (Cunti/Ausschluss Maxwell) 1:1. 47. Rajala (Fuchs, Pouliot/Ausschluss Neukom) 2:1. 57. Künzle (Rajala, Salmela/Auschluss Cadonau) 3:1. 60. (59:27) Schneider (Cunti, Kessler) 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 7mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Rajala; Pesonen.

Servette – Fribourg-Gottéron 3:4 n.V.

Der Genève-Servette Hockey Club kann gegen Freiburg nicht gewinnen. Auch das dritte Duell in dieser Saison gewann Gottéron in der Verlängerung, diesmal mit 4:3.

Das Ende entsprach überhaupt nicht der Logik. Fribourg begann zwar stark und führte früh, wurde danach aber von Servette permanent dominiert. Aber die Genfer finden gegen Gottéron in dieser Saison den Weg zum Sieg nicht. Servette führte bis zur 49. Minute 2:1 und hatte alle Trümpfe in der Hand. Benjamin Chavaillaz und Ryan Gunderson brachten die Gäste aber wieder in Führung. Und am Schluss musste Servette froh sein, dass Tim Bozon mit sechs gegen fünf Feldspielern und dem Ausgleich 46 Sekunden vor Schluss seinem Team immerhin einen Punkt retten konnte.

Ein Fehlpass von Genfs Noah Rod ermöglichte Freiburg in der 64. Minute schliesslich den Angriff, mit dem Viktor Stalberg die Partie beendete.

Bei Servette hütete wieder Robert Mayer das Tor. Gauthier Descloux, der diese Saison erst acht Meisterschaftsspiele bestritt, dürfte mit einer Muskelverletzung bis Weihnachten wieder ausfallen. (sda)

Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 3:4 (0:1, 1:0, 2:2, 0:1) n.V.
6429 Zuschauer. - SR Borga/Salonen, Altmann/Kehrli.
Tore: 7. Furrer (Bykow/Ausschluss Mercier) 0:1. 33. Wingels (Tömmernes/Ausschluss Brodin) 1:1. 46. Winnik 2:1. 48. Chavaillaz (Desharnais) 2:2. 57. Gunderson (Marti) 2:3. 60. (59:14) Bozon (Fehr) 3:3 (ohne Torhüter). 64. (63:22) Stalberg (Bykow, Stalder) 3:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Wingels; Gunderson.

HC Lugano – Rapperswil-Jona Lakers 5:1

Lugano ist nach sechs Niederlagen zum Siegen zurückgekehrt. Die Bianconeri gewannen das Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers 5:1. Aufgrund der Statistik waren die Lakers genau der richtige Gegner für die kriselnden Luganesi. Die Südtessiner feierten den 14. Heimsieg in Serie gegen die St. Galler, die letztmals am 21. Dezember 2010 in Lugano triumphiert hatten. Ausserdem ist Rapperswil-Jona mit nur zwei Siegen das schlechteste Auswärtsteam der National League.

Die Gastgeber lenkten die Partie denn auch früh in die gewünschten Bahnen. Bereits in der 3. Minute zeichnete Raffaele Sannitz für das 1:0 verantwortlich. Jani Lajunen (19.), Dominic Lammer im Powerplay und Luca Fazzini mit seinem zehnten Meisterschaftstreffer in dieser Saison erhöhten bis zur 31. Minute auf 4:0 für die sehr effizient agierenden Luganesi. Damit war die Partie vorentschieden, auch wenn Daniel Vukokic genau eine Minute später auf 1:4 verkürzte. Für den Schlusspunkt sorgte Fazzini (55.), für den es der elfte Doppelpack in der höchsten Schweizer Liga war.Die Lakers traten wegen der Sperre von Topskorer Kevin Clark und dem krankheitshalber fehlenden Casey Wellman nur mit drei Ausländern an. Das machte sich bemerkbar, lautete doch das Schussverhältnis 30:23 zu Gunsten der Lakers.

Linus Klasen in Aktion.
Linus Klasen in Aktion.Bild: KEYSTONE/Ti-Press

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)
5580 Zuschauer. - SR Urban/Schrader, Kovacs/Cattaneo. -
Tore: 3. Sannitz (Bertaggia, Postma/Ausschluss Wetter) 1:0. 19. Lajunen (Suri) 2:0. 28. Lammer (Bürgler, Postma/Ausschluss Dufner) 3:0. 31. Fazzini (Bertaggia) 4:0. 32. Vukovic (Schmuckli, Ness) 4:1. 54. Fazzini (Bertaggia, Riva) 5:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Klasen; Egli.

(cbe/sda)

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