Spiel 6 wird nochmal teurer – Fribourg-Fans sind in Aufruhr
9372 Zuschauerinnen und Zuschauer haben in der Arena von Fribourg-Gottéron Platz. 348 davon entfallen auf die Gäste und weil die 7500 verkauften Saisonkarten ebenfalls gültig sind, kommen während der Playoffs noch gut 1500 Tickets für die Fribourg-Fans in den Verkauf. Und mit diesen sorgte der Klub vor Spiel 6 des Playoff-Finals, in welchem Gottéron zwingend einen Sieg braucht, erneut für eine böse Überraschung.
Denn die Preise wurden im Vergleich zu den Spielen 2 und 4 gegen den HC Davos nochmal erhöht. Wie der Account «fr_gotteronfans» auf Instagram auflistet, sind die Stehplätze im Vergleich zur Regular Season nun mindestens doppelt so teuer. Erwachsene bezahlen für das Spiel am Dienstagabend 54 statt 27 Franken, ein reduziertes Billett für unter anderem Studenten kostet 46 statt 19 Franken und Kinder bezahlen mit 39 Franken gar mehr als das Dreifache der üblichen 12. Im Vergleich zu den Finalspielen 2 und 4 wurden alle Kategorien um zehn Franken erhöht.
Die Sitzplätze sind durchs Band um gar 20 Franken erhöht worden. Die günstigste Kategorie kostet neu 92 Franken, während es in der Regular Season 50 Franken günstiger war. Das bedeutet eine Erhöhung von 119 Prozent. «Das summiert sich langsam», schreibt der Fanaccount und beklagt: «Besonders die erschwinglichsten Plätze werden proportional viel teurer.» Dies trifft vor allem jene Fans, die ohnehin aufs Geld schauen müssen, oder Familien.
Selbst Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, werden deutlich stärker zur Kasse gebeten. So müssen sie 46 statt 16 Franken – also fast dreimal so viel – bezahlen. Für ihre Begleitpersonen kostet es 82 statt 32 Franken.
Auch in den Kommentaren unter dem Instagram-Post sind viele Fans in Aufruhr über die erneute Preiserhöhung. Dass diese nach 100 ausverkauften Heimspielen durchgeführt wird, hinterlässt bei einigen einen bitteren Nachgeschmack. Für Unmut sorgt zudem, dass die Gästefans im Stehsektor vergleichsweise nur minim mehr bezahlen müssen als in den ersten beiden Spielen. Den Ärger der Fribourg-Fans dürfte lediglich ein Sieg am Dienstagabend und das damit verbundene Erzwingen eines Spiels 7 in Davos übertünchen. (nih)
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