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1:6-Pleite gegen Schweiz an WM: Deutsche Eishockey-Nati in der Kritik

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Pleiten, Pech und Pannen: Bei Deutschland geht an dieser WM bisher gar nix.Bild: keystone

«Blamage» und «Lehrstunde»: Deutschland kassiert nach Schweiz-Pleite auch verbal Prügel

Die Schweiz schlägt Deutschland deutlich und heizt die WM-Euphorie im eigenen Land an. Im geschlagenen Nachbarland ist die Stimmung nach der dritten Niederlage an der WM in Folge eine komplett andere.
19.05.2026, 06:4319.05.2026, 07:12

Die Schweizer Eishockey-Nati demonstriert gegen Deutschland eine eindrückliche Mischung aus Geduld, Spielfreude und Killerinstinkt: Gleich mit 6:1 schickte sie den Erzrivalen vom Eis. Es ist der höchste Sieg des Schweizer Nationalteams über das Nachbarland seit 1937. Bei den deutschen Medien herrscht entsprechend eine Mischung aus Empörung und Ernüchterung. Ein Blick auf die deutschen Pressestimmen.

Bild

Die Boulevardzeitung Bild ist selten um grosse Worte und Superlative verlegen, und auch die deutsche Pleite gegen die Schweiz macht hier keine Ausnahme. Die Sportabteilung der Bild titelt:

«Mega-Klatsche gegen die Schweiz: WM-Desaster für deutsche Eishockey-Stars»

Weiter heisst es in der Analyse:

«Was für eine Blamage! Es ist die höchste WM-Klatsche gegen den aktuellen WM-Favoriten seit 89 Jahren. (...) In 180 WM-Spielminuten erzielen wir nur zwei Treffer. Die Zeiten deftiger Niederlagen des deutschen Eishockeys sind wieder zurück! Ursachenforschung ist mit Blick auf die Heim-WM 2027 angesagt.»

Kicker

Auch beim Sportmagazin, das sich in erster Linie auf Fussball konzentriert, ist die deutsche Eishockeyklatsche ein Thema. Dort heisst es:

«Deutschland wird von Vizeweltmeister Schweiz überrollt»

Im Kicker-Bericht wird vor allem dem eigentlich soliden Beginn der Deutschen nachgetrauert:

«Eigentlich starteten die Deutschen besser ins Nachbarduell als die Schweizer. Das Team von Jan Cadieux kam zwar zu mehr Abschlüssen, spielte aber nicht wirklich gefährlich vors Tor.»

Doch nach Strafen und dem Schweizer Führungstreffer sei die Konzentration komplett abhanden gekommen. Und mit jeden Gegentreffer sei es noch schlimmer geworden: «Deutschland wusste sich jeweils nicht besser zu helfen, als den Frust mittels Strafen abzureagieren. Dies brachte sie aber noch weiter in Bedrängnis und die Schweizer zu mehr Chancen.»

FAZ

Bei der Frankfurter Allgemeinen versucht man die Niederlage einigermassen rational einzuordnen. Doch auch sie geht hart ins Gericht mit dem deutschen Team:

«Historisches WM-Debakel»
«Die DEB-Auswahl erlebt gegen die Eidgenossen eine herbe Niederlage. Die Bilanz ist verheerend: Fünf Gegentore in einem Drittel, null Punkte und nur zwei Tore nach drei Spielen.»

Süddeutsche

Bei der Süddeutschen werden ebenfalls die guten Ansätze im ersten Drittel erwähnt und den ungenutzten Überzahlmöglichkeiten nachgetrauert.

«Auch zu Beginn des Mittelabschnitts gelang in Überzahl kein Tor. Im Gegenteil: Malgin traf bei einem Konter für die dezimierten Gastgeber. Vor dem 0:2 patzte der bislang erschreckend schwache Berliner Kapitän Kai Wissmann. 35 Sekunden später war das Spiel entschieden.»

Focus

Beim Onlineportal Focus zeigt man sich ernüchtert. Die Rede ist von einer «Lehrstunde», die die Schweiz den Deutschen erteilt habe.

«Starke Schweizer erteilen Deutschland Eishockey-Lehrstunde»
«Das deutsche Eishockey-Team ist bei der WM weiter chancenlos. Nach der höchsten WM-Niederlage gegen die Schweiz seit 89 Jahren ist die DEB-Auswahl noch immer punktlos. Wieder droht das Vorrunden-Aus.»

(con)

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Die Schweizer Nati wird vom Publikum an der Heim-WM mit viel Liebe verabschiedet.

quelle: keystone / andreas becker
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55 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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techiesg
19.05.2026 07:27registriert März 2018
Hach, war das schön anzuschauen gestern Abend...
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HKD
19.05.2026 07:15registriert November 2022
Schadenfreude ist halt eben schon (fast) die schönste Freude. 🤓

Bravo Team 🇨🇭
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JtotheP
19.05.2026 07:23registriert Februar 2018
Geht alles runter wie Öl. ;)

Wenn bei den Deutschen nicht wirklich alle Top-Spieler dabei sind wirds eh schwierig, dazu noch Heimvorteil und den Flow.
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