«Blamage» und «Lehrstunde»: Deutschland kassiert nach Schweiz-Pleite auch verbal Prügel
Die Schweizer Eishockey-Nati demonstriert gegen Deutschland eine eindrückliche Mischung aus Geduld, Spielfreude und Killerinstinkt: Gleich mit 6:1 schickte sie den Erzrivalen vom Eis. Es ist der höchste Sieg des Schweizer Nationalteams über das Nachbarland seit 1937. Bei den deutschen Medien herrscht entsprechend eine Mischung aus Empörung und Ernüchterung. Ein Blick auf die deutschen Pressestimmen.
Bild
Die Boulevardzeitung Bild ist selten um grosse Worte und Superlative verlegen, und auch die deutsche Pleite gegen die Schweiz macht hier keine Ausnahme. Die Sportabteilung der Bild titelt:
Weiter heisst es in der Analyse:
Kicker
Auch beim Sportmagazin, das sich in erster Linie auf Fussball konzentriert, ist die deutsche Eishockeyklatsche ein Thema. Dort heisst es:
Im Kicker-Bericht wird vor allem dem eigentlich soliden Beginn der Deutschen nachgetrauert:
Doch nach Strafen und dem Schweizer Führungstreffer sei die Konzentration komplett abhanden gekommen. Und mit jeden Gegentreffer sei es noch schlimmer geworden: «Deutschland wusste sich jeweils nicht besser zu helfen, als den Frust mittels Strafen abzureagieren. Dies brachte sie aber noch weiter in Bedrängnis und die Schweizer zu mehr Chancen.»
FAZ
Bei der Frankfurter Allgemeinen versucht man die Niederlage einigermassen rational einzuordnen. Doch auch sie geht hart ins Gericht mit dem deutschen Team:
Süddeutsche
Bei der Süddeutschen werden ebenfalls die guten Ansätze im ersten Drittel erwähnt und den ungenutzten Überzahlmöglichkeiten nachgetrauert.
Focus
Beim Onlineportal Focus zeigt man sich ernüchtert. Die Rede ist von einer «Lehrstunde», die die Schweiz den Deutschen erteilt habe.
(con)
