Biel schlägt den SCB und springt über den Strich + Kloten schlägt auch Leader Davos
SCL Tigers – Rapperswil-Jona Lakers 3:4
Um die Play-In-Plätze wird es immer knapper, primär weil die SCL Tigers, welche sich bislang die ganze Saison in den Top 10 hielten, bloss noch eines der letzten acht Spiele gewannen. Am Samstag zelebrierten die Langnauer ihren einzigen Meistertitel, den sie auf den Tag genau vor 50 Jahren errangen.
Was auf die tolle Ehrung des damaligen Meisterteams folgte, war aus Emmentaler Sicht weniger erfreulich: Die Partie gegen die Rapperswil-Jona Lakers ging trotz einer Aufholjagd vom 0:3 zum 3:3 mit 3:4 verloren. Die Lakers gewannen in dieser Saison alle möglichen zwölf Punkte gegen die SCL Tigers. Die Lakers stehen nach dem Sieg im Berner Oberland sicher in den Play-Ins.
SCL Tigers - Rapperswil-Jona Lakers 3:4 (0:1, 1:2, 2:1)
6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Gerber/Hebeisen, Altmann/Gurtner.
Tore: 15. Albrecht (Henauer) 0:1. 29. (28:46) Fritz (Wetter) 0:2. 30. (29:38) Zangger (Pilut) 0:3. 32. Björninen (Mäenalanen/Powerplaytor) 1:3. 51. Petersson (Pesonen) 2:3. 53. Björninen (Baltisberger, Pesonen) 3:3. 56. Albrecht (Wetter) 3:4.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 3mal 2 plus 5 Minuten (Strömwall) plus Spieldauer (Strömwall) gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Petersson; Strömwall.
SCL Tigers: Meyer; Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Erni, Baltisberger; Paschoud; Rohrbach, Björninen, Pesonen; Petersson, Felcman, Mäenalanen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Bachofner; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Allenspach.
Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Maier, Pilut; Henauer, Larsson; Dufner, Jelovac; Kellenberger; Strömwall, Rask, Wetter; Hofer, Moy, Lammer; Fritz, Taibel, Jensen; Zangger, Albrecht, Graf.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Malone (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Dünner, Quinn (beide verletzt), Capaul (krank), Honka und Maillet (beide überzählige Ausländer). SCL Tigers ab 57:50 ohne Torhüter.
SC Bern – EHC Biel 2:3
Der EHC Biel gewinnt das Kantonsderby gegen den SC Bern knapp mit 3:2. Das entscheidende Tor erzielte Lias Andersson drei Minuten vor dem Ende. Durch den Sieg springen die Seeländer über den Play-In-Strich. Der Rückstand auf den SCB beträgt nur noch zwei Punkte.
Zusammen mit den SCL Tigers und dem EHC Kloten werden Biel und Bern in den letzten drei Runden um die zwei verbleibenden Play-In-Plätze kämpfen. Am Samstag in einer Woche wird es noch zum Direktduell zwischen Biel und Langnau kommen.
Bern - Biel 2:3 (2:2, 0:0, 0:1)
16'806 Zuschauer. - SR Kaukokari/Piechaczek, Obwegeser/Duc.
Tore: 1. (0:30) Hofer (Rajala) 0:1. 7. Ejdsell (Rhyn, Sgarbossa) 1:1. 18. (17:03) Sgarbossa (Vermin, Ejdsell) 2:1. 19. (18:52) Cajka (Sylvegard) 2:2. 57. Andersson (Hofer, Rajala) 2:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Ejdsell; Andersson.
Bern: Zurkirchen; Loeffel, Lindholm; Untersander, Kreis; Rhyn, Häman Aktell; Kindschi; Merelä, Aaltonen, Marchon; Ejdsell, Sgarbossa, Vermin; Schild, Marco Müller, Scherwey; Levin Moser, Ritzmann, Alge.
Biel: Säteri; Hultström, Zryd; Burren, Dionicio; Stampfli, Blessing; Jonathan Moser; Rajala, Andersson, Hofer; Sylvegard, Haas, Sever; Sallinen, Cajka, Neuenschwander; Sablatnig, Christen, Bärtschi; Braillard.
Bemerkungen: Bern ohne Baumgartner, Füllemann, Graf, Lehmann, Simon Moser (alle verletzt), Bemström, Jakowenko und Reideborn (alle überzählige Ausländer), Biel ohne Grossmann, Kneubuehler, Nicolas Müller (alle verletzt) und Huuhtanen (überzähliger Ausländer). Bern von 58:13 bis 0:00 ohne Torhüter.
ZSC Lions – Servette 2:3
Der Genève-Servette Hockey Club bleibt der Angstgegner der ZSC Lions. Die Genfer gewannen mit 3:2 auch die vierte Direktbegegnung in dieser Saison. Die ZSC Lions gingen im ersten Abschnitt zweimal in Führung; Jesse Puljujärvi glich bis zur 31. Minute zweimal aus. Sakari Manninen schoss Servette in der 46. Minute in Überzahl zum Sieg. Wie schon am Freitag gegen Bern (4:3 n.V.) erzielten lauter finnische Akteure die Goals für Servette.
ZSC Lions - Genève-Servette 2:3 (2:1, 0:1, 0:1)
12'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Tscherrig/Ruprecht, Urfer/Nater.
Tore: 9. Rohrer (Lehtonen, Kukan) 1:0. 14. Puljujärvi (Saarijärvi, Granlund/Powerplaytor) 1:1. 20. (19:38) Lammikko (Lehtonen) 2:1. 31. Puljujärvi (Granlund) 2:2. 46. Manninen (Puljujärvi, Granlund/Powerplaytor) 2:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 1mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Granlund.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Schwendeler; Niedermann; Andrighetto, Grant, Hollenstein; Frödén, Lammikko, Gruber; Rohrer, Sundström, Baechler; Baltisberger, Sigrist, Schreiber; Olsson
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Praplan, Jooris, Vesey; Ignatavicius, Pouliot, Hischier; Miranda, Verboon, Rod; Akeson.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bader, Geering, Malgin, Riedi (alle verletzt) und Balcers (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Bozon, Brassard und Richard (alle verletzt). ZSC Lions ab 57:57 ohne Torhüter.
HC Davos – EHC Kloten 0:2
Dem HC Davos gelang keine dritte Neuner-Siegesserie in dieser Saison. Nach acht Siegen de suite unterlagen die Davoser daheim Kloten mit 0:2. Der HCD verlor erst zum dritten Mal ein Heimspiel in dieser Saison: vor der Niederlage gegen Kloten unterlagen sie den ZSC Lions am 5. Dezember mit 2:3 nach Penaltyschiessen, und am 20. November ging ein Heimspiel gegen Ambri-Piotta mit 4:6 verloren. Ludovic Waeber kommt zum ersten Shutout der Saison.
Davos - Kloten 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)
6547 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Staudenmann, Huguet/Francey.
Tore: 11. Aberg (Ramel) 0:1. 33. Henry (Aberg, Lindroth/Powerplaytor) 0:2.
Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Tambellini) plus Spieldauer (Tambellini) gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Stransky; Meyer.
Davos: Hollenstein (43. Aeschlimann); Guebey, Dahlbeck; Fora, Barandun; Andersson, Frick; Minder; Kessler, Asplund, Zadina; Stransky, Nussbaumer, Gredig; Frehner, Ryfors, Tambellini; Knak, Waidacher, Egli; Parrée.
Kloten: Waeber; Delémont, Lindroth; Wolf, Klok; Profico, Steiner; Kellenberger; Meyer, Gignac, Weibel; Simic, Morley, Puhakka; Aberg, Henry, Ramel; Meier, Diem, Schäppi; Derungs.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Gross, Jung, Lemieux (alle verletzt) und Claesson (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Hausheer (verletzt) und Leino (überzähliger Ausländer). Davos von 56:52 bis 58:07 und ab 58:18 ohne Torhüter.
EV Zug – HC Ambri-Piotta 4:1
Zug holte drei weitere Punkte mit einem 4:1-Erfolg über Ambri-Piotta. Durch den Sieg sind die Innerschweizer ebenfalls sicher in den Play-Ins. Die Leventiner brauchen nach bloss noch drei Siegen aus den letzten zehn Runden ein Wunder, um dem Abstiegs-Playoff gegen den HC Ajoie noch zu entgehen.
Zudem hängt der Haussegen in Ambri wieder schief: Chris DiDomenico, der Topskorer Ambris, spielte in Zug nicht. Er war überzählig und wurde sogar in der Leventina belassen - obwohl Ambri dadurch das Ausländerkontingent nicht ausschöpfte. Schon am Freitag in Davos ist «DiDo» in der zweiten Spielhälfte nicht mehr eingesetzt worden, wohl weil Trainer Jussi Tapola nicht gefiel, wie DiDomenico seine Einsätze immer länger ausdehnte.
Zug - Ambri-Piotta 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)
7450 Zuschauer (ausverkauft). - SR Borga/Lemelin, Bürgy/Meusy.
Tore: 28. Kubalik (Hofmann, Tatar) 1:0. 35. Formenton 1:1. 39. Künzle (Senteler) 2:1. 56. Vozenilek (Künzle, Diaz) 3:1. 58. Hofmann (Kubalik) 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: keine.
PostFinance-Topskorer: Kubalik; Joly.
Zug: Wolf; Bengtsson, Tobias Geisser; Riva, Sklenicka; Schlumpf, Stadler; Diaz; Kubalik, Kovar, Hofmann; Künzle, Senteler, Tatar; Lindemann, Leuenberger, Vozenilek; Eggenberger, Wey, Antenen.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Dario Wüthrich, Virtanen; Heed, Bachmann; Zgraggen, Zaccheo Dotti; Isacco Dotti; Müller, Manix Landry, De Luca; Joly, Tierney, Formenton; Zwerger, Heim, Bürgler; Grassi, Lukas Landry, Pestoni; Borradori.
Bemerkungen: Zug ohne Balestra, Guerra, Herzog, Martschini, Wingerli (alle verletzt) und Lilja (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Kostner, Pezzullo (beide verletzt) und DiDomenico (überzähliger Ausländer). Ambri-Piotta von 56:08 bis 57:56 ohne Torhüter.
HC Lugano – Lausanne HC 1:4
Der HC Lugano scheint sich mit Blick auf die Playoffs schon zu schonen. Die Tessiner verloren auch das zweite Heimspiel nach der Olympia-Pause, diesmal mit 1:4 gegen Lausanne. Nach den bärenstarken Leistungen im Januar, mit denen sie Lugano früh das Playoff-Ticket sicherte, resultierten aus den letzten acht Runden nur noch drei Siege. In allen vier Partien zwischen Lugano und Lausanne in dieser Saison setzte sich das Auswärtsteam durch.
Lugano - Lausanne 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)
5725 Zuschauer. - SR Stolc/Ströbel, Cattaneo/Schlegel.
Tore: 15. Bougro (Douay) 0:1. 18. Kahun 0:2. 32. Heldner (Zehnder, Fuchs) 0:3. 54. Henry (Carrick, Alatalo) 1:3. 59. Rochette (Unterzahltor!) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Rochette.
Lugano: Schlegel; Aebischer, Dahlström; Alatalo, Jesper Peltonen; Carrick, Brian Zanetti; Togni; Simion, Thürkauf, Valk; Fazzini, Sanford, Aleksi Peltonen; Marco Zanetti, Kupari, Sekac; Bertaggia, Morini, Tanner; Henry.
Lausanne: Pasche; Baragano, Brännström; Niku, Marti; Heldner, Sansonnens; Vouardoux, Fiedler; Riat, Rochette, Caggiula; Czarnik, Suomela, Kahun; Fuchs, Jäger, Zehnder; Prassl, Bougro, Douay.
Bemerkungen: Lugano ohne Canonica, Emanuelsson, Müller (alle verletzt) und Perlini (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Oksanen (überzähliger Ausländer). Lugano von 57:54 bis 58:10 ohne Torhüter. (riz/sda)
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
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Er ist
-
Er kann
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