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Entscheidendes siebtes Spiel

Sogar die Statistik spricht für Lausanne – 11 von 15 Teams haben die Serie nach der Aufholjagd auch gewonnen

Den ZSC Lions droht im entscheidenden siebten Spiel gegen Lausanne die grosse Blamage. Nur, dass noch nie ein Aufsteiger eine Playoff-Serie gewonnen hat, spricht noch für die Zürcher.
25.03.2014, 14:1325.03.2014, 15:46

Nach aussen geben sich die ZSC Lions vor der «Belle» gegen Lausanne ruhig und souverän. «In den Playoffs muss man grundsätzlich immer damit rechnen, dass es über die volle Distanz gehen kann», sagt Topskorer Roman Wick im SRF-Interview. «Wir müssen uns nur auf uns und unser Spiel konzentrieren, dann kommt es gut.»

Nach der zweiten Niederlage gegen den Aufsteiger und dem 3:3 in der Viertelfinalserie ist die Lage für den Qualifikationssieger allerdings brenzlig geworden. Einen weiteren Patzer dürfen sich die Mannen von Trainer Marc Crawford heute Abend im Hallenstadion nicht mehr erlauben, sonst ist das frühe Saisonende und die grosse Blamage perfekt.

Schafft Lausanne die Sensation? Die Fans dürfen hoffen.
Schafft Lausanne die Sensation? Die Fans dürfen hoffen.
Bild: Keystone

Seit Einführung der Playoffs ist der Qualifikationssieger bereits viermal bereits im Viertelfinal ausgeschieden:

Saison 2004/05: In der ersten Lockout-Saison erwischt es den HC Lugano. Gleich mit 1:4 gehen die Tessiner gegen den amtierenden Meister Bern unter. Kein Wunder, bei drei Heimniederlagen.

Saison 2005/06: Ein Jahr später patzt der SCB in der ersten Playoff-Runde. Die Mutzen kassieren im dritten Spiel zuhause eine fatale 3:6-Niederlage und verlieren die Serie 2:4. Trainer Alpo Suhohnen und Sportchef Roberto Triulzi werden entlassen.

Saison 2007/08: Wieder patzt der SCB als Quali-Sieger. Im hitzigen Zähringer-Derby gegen Fribourg verliert das Team von John Van Boxmeer viermal nach Verlängerung und die Serie 2:4. Den entscheidenden Treffer für die Drachen in Spiel 6 erzielt der langjährige SCB-Stürmer Gil Montandon.

Saison 2008/09: Gleich nochmal trifft es den SC Bern. Diesmal schafft der EV Zug die grosse Überraschung und schaltet den Quali-Sieger mit 4:2 Siegen aus. John Van Boxmeer muss nach der zweiten Blamage in Serie seinen Hut nehmen.

Der ZSC will natürlich tunlichst vermeiden, in diese unrühmliche Ahnengalerie aufgenommen zu werden. Was für die Lions spricht: Noch nie hat ein Aufsteiger eine Playoff-Serie gewinnen können.

1986 scheiterte Sierre an Lugano, 1989 unterlag OIten dem EHC Kloten, 1994 musste sich Davos in Runde 1 ebenfalls Kloten geschlagen geben, 2003 war Servette gegen Bern chancenlos und 2006 zog der EHC Basel gegen Davos klar den Kürzeren.

Ausserdem haben erst drei in der Quali schlechter klassierte Teams in den Playoffs einen 1:3-Rückstand in der Serie aufholen können. 2008 und 2012 eliminierten die Fünftplatzierten Zug und ZSC Lions im Viertelfinal die Viertplatzierten Davos und Bern und 2001 schafften die Zweitplatzierten Lions im Final gegen Qualisieger Lugano dank Meisterschütze Morgan Samuelsson nach einem 1:3 noch die Wende.

Das Momentum ist auf Lausannes Seite

Was hingegen klar für Lausanne spricht: Insgesamt konnten elf Mannschaften seit Einführung der Best-of-Seven-Serien in der Saison 1997/98 einen 1:3-Rückstand noch wenden und das Weiterkommen feiern. Im Gegenzug konnten erst vier Teams, die wie die ZSC Lions aktuell eine 3:0- oder eine 3:1-Führung zunächst verspielten, das entscheidende siebte Spiel wieder gewinnen.

Statistiken hin oder her, entscheiden werden sie die «Belle» im Hallenstadion nicht. Die Leistung auf dem Eis wird über Sieg oder Niederlage bestimmen. Die Lions haben zweifellos mehr Potenzial, doch die Lausanner haben den Vorteil, ohne Druck in die Partie gehen zu können. Roman Wick weiss, was den Ausschlag geben könnte: «Im letzten Spiel kann jeder Pass, jeder Schuss oder jeder Check entscheidend sein.» Möge das bessere Team gewinnen.

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