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Olympia 2026

Olympia 2026: Anton Schipulin will seine Medaille nicht zurückgeben

Olympics: Biathlon-Men s 4x7.5km Relay Feb 22, 2014 Krasnaya Polyana, RUSSIA Anton Shipulin RUS, 4-4 skis ahead of Simon Schempp GER, 1-4 at the finish line in the men s 4x7.5km relay during the Sochi ...
Anton Schipulin sicherte Russland als Schlussläufer die Goldmedaille.Bild: www.imago-images.de

«Ist meine»: Russischer Biathlet gibt seine aberkannte Olympia-Medaille nicht zurück

Nach einem jahrelangen Verfahren wurde der russischen Biathlon-Staffel die Goldmedaille aus dem Jahr 2014 wegen eines Dopingfalls aberkannt. Anton Schipulin wehrt sich dagegen, die Medaille zurückzugeben.
17.02.2026, 15:2017.02.2026, 15:20

Zwölf Jahre nach dem Wettkampf hat die deutsche Biathlon-Staffel doch noch die Goldmedaille erhalten. Weil der Russe Jewgeni Ustjugow des Dopings überführt worden war, wurde der russische Olympiasieg nach einem jahrelangen Verfahren aberkannt. Der Biathlon-Weltverband IBU forderte die betroffenen Russen deswegen auf, die Goldmedaillen zurückzugeben.

Allerdings machten sie die Rechnung ohne Anton Schipulin. Denn der damalige Schlussläufer hat nicht vor, die Medaille zurückzugeben, wie er gegenüber dem russischen Sportfernsehsender «Match TV» erklärte. «Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben», soll der ehemalige Biathlet gesagt haben, als er gefragt wurde, ob er die Medaille zurückschicken wird.

Auf Instagram meldete sich der 38-Jährige dann nochmals zu Wort und richtete sich direkt an das IOC, das aus seiner Sicht die wichtigste Regel verletzte. «Sport hat nichts mit Politik zu tun», schrieb Schipulin und spielte damit darauf an, dass die russischen und weissrussischen Athleten bei den Olympischen Spielen ausgeschlossen werden und nur wenige Sportler unter Auflagen in Mailand und Cortina als neutrale Athleten dürfen.

«Wenn das Internationale Olympische Komitee und die internationalen Verbände wieder zu diesem Prinzip zurückkehren, unseren Sportlern ihre Flagge und Hymne zurückgeben und sie nicht mehr mit einem ‹neutralen Status› demütigen, dann müssen auch die Medaillen zurückgegeben werden», führt der Russe weiter aus und er sei bereit, alle seine Medaillen zurückzugeben. Insgesamt sechsmal gewann Schipulin bei Weltmeisterschaften eine Medaille.

Russlands Biathlon-Chef Viktor Maigurov sagte ebenfalls gegenüber «Match TV», dass der Verband nicht die rechtlichen Mittel habe, um die Athleten unter Druck zu setzen und so die Medaille einzufordern. Auch die anderen Athleten sahen es nicht ein, die Medaille zurückzugeben. «Wir haben sie gefragt, sie alle haben nur gesagt: Auf Wiedersehen!», erklärte Maigurov.

Ustjugow wurden neben dem Staffel-Gold 2014 auch der Olympiasieg im Massenstart 2010 sowie Bronze mit der Staffel im selben Jahr aberkannt. (riz)

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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Oigen aka Trudi aka Kevin
17.02.2026 15:44registriert August 2018
"Wenn das Internationale Olympische Komitee und die internationalen Verbände wieder zu diesem Prinzip zurückkehren, unseren Sportlern ihre Flagge und Hymne zurückgeben..."

Tja kannst du haben Anton, gebt den Ukrainern ihre Leben, Häuser und die Krim zurück...

Genau wegen solchen Athleten ist der Russen-Bann mehr als gerechtfertigt...
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mstuedel
17.02.2026 15:30registriert Februar 2019
Ich schlag' vor, dass ihm die FIFA eine alternative Olympia-Goldmedaille verleiht, welche noch etwas schöner glitzert, unter der Bedingung, dass er die alte Medaille dafür eintauscht.
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Nothingtodisplay
17.02.2026 15:32registriert November 2014
Mir kommen gleich die Tränen :'( Sollen die doch die Medaille behalten... Ausser das Material hat sie keinen Wert mehr.

PS: Als Biathleten wären die doch optimales Kanonenfutter für die Russische Armee? Schiessen und weglaufen...
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